Montag, 9. Oktober 2017

Artikel auf deutsche-science-fiction.de: Michael Iwoleit über die deuschsprachige SF-Story-Szene 2016...

Michael hat sich einige Gedanken zu den Veröffentlichungen des letzten Jahres gemacht. Ich teile Michaels Ansichten, was seine Favoriten angeht. Mit den Erstveröffentlichungen einiger Kollegen würde ich meinerseits nicht so hart ins Gericht gehen. 
Schmunzeln musste ich allerdings an dieser Stelle. Ich zitiere: 

"Mit „MetaGamer“, worin Computerspieler selbst zu Spielfiguren eines Gamers höherer Ordnung werden, liefert Thorsten Küper erneut eine starke, handlungs- und wendungsreiche Geschichte ab, die es nicht zum ersten Mal rätselhaft erscheinen lässt, warum ein Autor auf so konstant hohem Niveau, der seit nunmehr fünfzehn Jahren zu den besten Storyschreibern der Szene gehört, bis heute mit keinem der einschlägigen Preise ausgezeichnet wurde."

Irgendwie juckt es mich, dazu was zu schreiben. Aber nur soviel: Ich halte, glaube ich, mittlerweile eine Art Rekord, was Zweit- und Drittplatzierungen angeht. Aber ich überlasse erste Plätze gern  Erler, Marrak oder Iwoleit.  Es war mir auch ein Vergnügen, den dritten Platz beim KLP 2014 mit  Marcus Hammerschmitt teilen zu dürfen, den ich für einen der besten Autoren bei uns halte.
Ansonsten habe ich für mich beschlossen, es bei dem einen Mal zu belassen, wo ich öffentlich kritisch nachgehakt habe, wieso ein Jurymitglied eine  - später doppelt zweitplatzierte - Story nicht mal nominieren möchte. 
Mittlerweile habe ich für mich einen Weg gefunden, mich mit Nominierungsfragen gar nicht mehr beschäftigen zu müssen. Ich schreibe mit großer Begeisterung Steampunk. Ein wundervolles Subgenre, das von den Juries (eigentlich müsste man hier den Singular verwenden) meiner Beobachtung nach nicht mal mit dem Arsch angeschaut wird. Ich kann es mir also von vornherein sparen, die jährliche Nominierungsliste mit der Lupe zu durchsuchen. 
Da ich auch nicht zur Schreibe-is-egal.-denn-ich-habe-die-meisten-Freunde-bei-Facebook-Fraktion gehöre, muss ich an den anderen Preis auch keinen Gedanken verschwenden. 

Davon abgesehen, dass ich mittlerweile vor allem Steampunk mache, wird es von mir ersteinmal auch keine Beiträge zu Anthologien mehr geben. Die letzten beiden Kurzgeschichten sind noch raus, danach widme ich mich anderen Projekten. 
"Confinement" beispielsweise wird es nur als Live-Virtual-Reality-Fernsehspiel bei Youtube geben. Spätere Printversion natürlich nicht ausgeschlossen.  
Ich schrieb das schon vor einiger Zeit: Man wird gelegentlich doch etwas nachdenklich, wozu man das eigentlich alles macht. 

Was mir außerdem sehr wichtig ist, sind unsere Lesungen. Ich hätte mir selber  mehr Möglichkeiten gewünscht, öffentlich lesen zu können. Also haben meine Frau und ich das seit einigen Jahren selbst in die Hand genommen und bieten mit unseren virtuellen Lesungen gern jedem Autor die passende Plattform dafür. 
Wenn man ehrlich ist, kommt dabei mehr zurück, als beim Warten auf zwei oder drei Rezensionen oder Nominierungen... 

Dort lang zu Michaels Artikel...

1 Kommentar:

  1. Ich mag Deine Lesungen, Theaterstücke und Events sehr, manche Geschichten funktionieren für mich so auch besser.
    Trotzdem hätte ich gern einen Storyband von Dir. Als Echtbuch. Mit Zahnradschloss und Messingecken.

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