Montag, 23. Dezember 2013

Ein Blogstöckchen vom Flusskiesel...



Mein Bloggerkollege und guter Freund Flusskiesel hat mir heute ein Blogstöckchen zugeworfen.

Oh, ich weiß, was Ihr sagen wollt: Blogstöckchen sind ja so 2007.
Internet-kulturhistorisch ist das nicht von der zu Hand weisen. Zugegeben.  Gewisse Kollegen würden an dieser Stelle einen auf abgeklärten Kult-Blogger mit dicken Eiern machen, eisig lächelnd einen despektierlichen Kommentar absondern, um dann ein um fünfundzwanzig Ecken herum bezahltes aber als Test deklariertes Werbeposting für irgendeinen hippen Bullshit zu tickern.
Überbewertete Blogger.
Blogger, die ich nur mit unüberhörbar sarkastischem Unterton als Kollegen bezeichne.
Blogger, die nicht in meiner Blogroll stehen, aber auf meiner persönlichen Do Not Read –Liste.
Ich sehe die Sache mit den Stöckchen natürlich ganz anders und nehme die von Flusskiesel zugeworfene Aufforderung zum narzisstischen Seelenstriptease mit Vergnügen an.
Einerseits, weil das etwas mit guten Manieren zu tun hat, andererseits weil es Markus erstes Stöckchen ist und jeder Blogger mindestens soviel Aufmerksamkeit verdient.
Und natürlich auch weil mir ein Stöckchen die Gelegenheit bietet, über ein Thema zu schreiben, das ich für außergewöhnlich wichtig halte: Mich!

Vielen Dank also für dieses Stöckchen, Markus!


Winterdepression?

Ich bin kein depressiver Mensch, schätze die kleinen Freuden. Sie werden oft unterschätzt, können einem aber den Tag retten. Schwierig wird es, wenn man nicht gelernt hat, sie wahrzunehmen.
Aber der Winter ist trotzdem nicht meine Zeit. Ich brauche Sonnenlicht und wenn es nur durch die Lamellen des runtergelassenen Rollos quillt. Blauer Himmel ist für mich wichtig und im Dezember gibt es für meinen Geschmack zu wenig davon.

Urlaub?

Kann, aber muss nicht. Ich verbringe einen Urlaub genau so gern auf dem Sofa. Aber ich genieße den Luxus, im Sommer um vier Uhr morgens aufzustehen, Fotos vom Sonnenaufgang zu machen. Dann ein opulentes englisches Frühstück und bis 14 Uhr den Schlaf nachholen, den man am Morgen der Fotografie geopfert hat - und dem Gefühl, die Welt  für sich allein zu haben. Langeweile ist mir fremd. Mir ist sehr bewusst, dass das ein Privileg ist. Manche finden nie heraus, was sie mit sich anfangen  können.


Sport?

Niemals! Unter gar keinen Umständen. Sport und vor allem Sportler sind für mich nur eines: Pointengeber. Und so in gewisser Weise Inspirationsquelle  – für Texte, in denen ich mit Sport, Sportlern und seinen Fans abrechne.
Oder anders formuliert: Ich bin für den Sport, was die Illuminaten für die Kirche sind. 
No Sports! Never!

Liebe?

Unbedingt. So sehr ich Computer liebe, man kann mit den Dingern nicht schmusen.


Drogen?

Im kriminellen Sinne. Keine Chance. Habe ich nie gebraucht, um andere Welten zu entdecken.
Im legalen Sinne: Kaffee, Cola und ich liebe gutes Essen. Meine mehr als drei großen Laster. Doch Verzicht ist keine Lösung.


Bücher?

Absolut! Bücher hatten und haben zentrale Bedeutung in meinem Leben. Lesen hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Mittlerweile sind es aber nicht mehr die Bücher, die ich sammele, sondern deren Autoren. Autoren, die wir mit unserem Literaturprojekt, den Brennenden Buchstaben zu Lesungen einladen.

Rotwein?

Nein! Gibt mir nichts, abgesehen von etwas, das ich als leicht allergische Reaktion deute. Lieber Cappuccino, kalte Softdrinks, gelegentlich ein Whisky und gegen den Durst Mineralwasser.


Weihnachten?

Gemeinsam mit der Familie.  Früher für mich ein wahres Literaturfestival. In manchen Jahren habe ich an drei Feiertagen drei Bücher gelesen. Heute fehlt oft die Zeit dazu. Weihnachten ist für mich ein Fest, an dem ich mich zuhause besonders wohl fühle.

Fehler?

Viele. Aber das Gesamtsystem Kueperpunk mit all seinen faszinierenden Lösungsmechanismen für verschiedene Defizite ist zu einem faszinierenden Gesamtkonzept geworden, das bisher ganz gut funktioniert.

2013?

Nicht alles war gut. Es gab unschöne Überraschungen, auch zum Jahresende hin. Aber wer erlebt die nicht.  Da war aber auch viel Gutes dabei. 2014 darf allerdings gern noch erfreulicher werden.


Und ich reiche das Stöckchen an zwei Kollegen weiter, die in letzer Zeit sehr viel im Zusammenhang mit unseren Lesungen im Cyberspace gebloggt haben und bei denen ich sicher bin, dass sie sich nicht über ein Stöckchen echauffieren werden. 

BukTom Bloch...

und Markus Gersting alias Hydorgol...

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