Montag, 31. Dezember 2012

Und noch ein Leak aus der kommenden Storysammlung "Fieberglasträume"...

...die im Begedia Verlag erscheinen wird.

© Christoph Jaszczuk

Nachdem das Fernsehen nach rund 6 Jahrzehnten endlich gelernt hat...

...dass wir uns auch zu Weihnachten gern an Axtmördern, säurespuckende Aliens, deftigen Feuergefechten, farbenprächtigen Blutbädern und zynischen Dialogen erfreuen, würde ich mir sehr wünschen, wenn diese Vorlieben von den Programmplanern auch an Silvester berücksichtigt werden. Explosionen und Böller passen doch gut zusammen.
Ich kann einfch keine 80er und 90er Sktechparaden mehr ertragen. Schlimm genug, dass ich die 80er und 90er ertragen musste.

Die traditionelle Neujahrsansprache...

...fällt seltsamerweise doch irgendwie immer gleich aus. Da ist diese ominöse Krise, auf die man uns schonend einstimmen will. Ich höre mir das jetzt seit etwa 30 Jahren an und wundere mich. Denn wir arbeiten ja nun schon seit mindestens eben dieser Zeit gegen besagte Wirtschaftskrise an und das eigentlich jedes Jahr mit größerem Einsatz. So langsam sollten wir dieses ganze Problemfeld, so diffus es auch definiert ist, doch in den Griff bekommen haben.
Wie wäre es denn mal zur Abwechslung mit "Leute, wir sind durch, nächstes Jahr senken wir die Steuern und es gibt Rückzahlungen und Freibier für alle."Oder zumindest eine ehrliche Feststellung wie: "Leute, ihr seid alle Klasse, nur wir haben letztes Jahr wieder Scheiße gebaut, aber das kennt ihr ja schon!"
Von Einsicht natürlich keine Spur und auch im kommenden Jahr sollen wir den Gürtel wieder enger schnallen. Wir wollen ehrlich sein: Was den Taillenumfang betrifft, war bisher keiner unserer Kanzler wirklich glaubwürdig. Auch nicht der... ich meine die jetzige.
Mir fällt allerdings unser aller Angies schicker Spacesuit auf. Eventuell befürchtet sie ja heute um Mitternacht zum Mond geschossen zu werden. Nicht dass das unsere Probleme lösen würde. Aber im Gegensatz zur Neujahrsansprache würde ich mir so einen Polit-Raketenstart tatsächlich im Fernsehen anschauen.

Ich frage nur noch einmal...


Sonntag, 30. Dezember 2012

Dunkle Städte unter Sternen...

Thierry Cohen montiert Langzeitbelichtungen des Sternehimmels über abgedunkelte Aufnahmen großer Metropolen. So erzeugt er künstlich den Anblick, der sich einem Betrachter bieten würde, wenn alle künstlichen Lichter abgeschaltet werden. Eine imposante Bilderserie drüben  bei mymodernmet...

Samstag, 29. Dezember 2012

Virtuelles Theaterstück im virtuellen Köln: Debugging You




Ich zitiere mal den Pressetext:

Ein Unbekannter macht mysteriöse Andeutungen im Gästebuch der Website eines Politikers. Weiß er etwas über dessen Vergangenheit, will er gezielt den Ruf des hochrangigen Abgeordneten zerstören, plant er vielleicht sogar ein Attentat auf sein Leben?
In seinem Solo-Theaterstück „Debugging You“ beschreibt Autor Thorsten Küper den Feldzug eines geheimnisvollen Manipulators, der sein Opfer aus dem Hinterhalt der Anonymität angreift und soziale Medien zur Waffe umfunktioniert.
Das Stück basiert auf Küpers gleichnamiger Kurzgeschichte. 
Premiere am Freitag, den 18. Januar 2013 um 20 Uhr in der Kulturschaukel im virtuellen Köln.

Es ist mal wieder soweit...




Wie immer zum Jahresende schießen sich die Medien auf zwei miteinander verzahnte Themen ein: Feiertagsspeck und gute Vorsätze. Beides an Belanglosigkeit kaum zu überbieten, aber dennoch wunderbare Beispiele für die begrenzte Lernfähigkeit des modernen Homo Sapiens. Der gute Vorsatz -  es scheint fast als würde ihn die Gesellschaft einfordern. Nachdem der Durchschnittsdepp nach durchschnittlich 35 Fehlversuchen – jeden Januar einer – immer noch nicht akzeptieren will, dass er seine Vorlieben und Bedürfnisse genauso wenig unterdrücken kann wie den Atemreflex, startet er in diesem Jahr pflicht- und schuldbewusst den nächsten. Wohl auch, damit er ein Thema hat, über das er schön belanglos plaudern kann.
Ich schreibe das in jedem Dezember und einmal mehr in diesem:
Wer alles richtig macht, der braucht auch keine gute Vorsätze. Unangemessene Selbstkritik ist schlecht fürs Ego. 
Ich kann hier allerdings nur für mich sprechen, denn es ist nicht zu  leugnen, dass es bei einigen Zeitgenossen erheblicher Korrekturen bedarf. Die meisten dieser offensichtlichen Baustellen haben aber nichts mit Leibsumfang, Nikotinkonsum oder vernachlässigten Wehrsportübungen im Fitnessstudio zu tun.
Aber wo wir gerade so offen miteinander sind, will ich es nicht verschweigen. Auch ich habe Vorsätze für das nächste Jahr gefasst. Andere.
Ich werde mit noch mehr Energie alle meine Ideen in die Tat umzusetzen versuchen, ich werde noch konsequenter meine Genusssucht ausleben und ich werde noch entschlossener alles vermeiden, was mich auch nur ansatzweise belasten könnte. Überflüssige Banalitäten, beispielsweise. Ursachen für Fehler werde ich im kommenden Jahr mit noch größerer Selbstsicherheit  bei anderen suchen und mir noch öfter selbst auf beide Schultern klopfen. Irgendjemand sollte das schließlich tun.  Und was ich mir vornehme, ziehe ich für gewöhnlich durch. Falls es mal nicht klappt, liegt das üblicherweise an den Leuten mit den großen Baustellen in ihrer Persönlichkeit. 
Soviel zum Thema gute Vorsätze.Länger kann ich mich damit nicht befassen, denn es gibt glücklicherweise eine ganze Reihe sinnvolle Projekte, die ich abarbeiten muss. 
Jetzt werde ich mir allerdings noch einen Cappuccino und eine Zigarre gönnen, bevor ich mich meiner Genusssucht widme...
Ich wünsche euch einen guten Start ins neue Jahr und eben so viele konstruktive Einsichten.


Es gibt übrigens ein neues SecondLife Forum...

Nicht dass es nicht bereits zwei hochaktive deutschsprachige Foren gäbe. Wobei eines von beiden zu meinem Unverstädnis über die Feiertage offline gegangen ist, "um den Nutzern ein ruhiges Weihnachtsfest zu ermöglichen."  Da muss es wohl Knatsch gegeben haben. Hinter diesem Link kann man sich das Neue - oder ist es ein Altes? - Forum anschauen...

Freitag, 28. Dezember 2012

Bringen wir mal etwas Stil ins Spiel: Der Whisky Club...

Thomas Thiemeyer und Rainer Wekwerth besprechen Whiskys. Ein Thema, das mich neuerdings auch interessiert. Nicht dass ich wirklich mitreden könnte, aber die Idee gefällt mir.


Sommerloch im Dezember: Big Foot gefangen?

Momentan brodelt die Gerüchteküche in einschlägigen Kryptozoologieforen. Angeblich sei es Forschern der "Mid-America Bigfoot Research Center" (MABRC) gelungen in einer Containerfalle ein lebendes Big Foot Exemplar einzufangen. Natürlich gibt es weder Videos noch Bilder und einer der beteiligten Hauptakteure trägt den glaubwürdigen Namen Smith. 
Aber man darf ja noch hoffen. Ein gefangener Big Foot würde die Wissenschaftswelt herrlich durcheinander wirbeln und wir müssten uns einmal mehr fragen, ob an Yetis, Nessies oder Mottenmännern vielleicht doch etwas dran ist. 
Wir sollten vielleicht vorsichtshalber kontrollieren, ob irgendwelche konservativen bayerischen Politiker nicht planmäßig aus dem Amerikaurlaub zurückgekehrt sind. Nur so eine Idee...
Worauf ich wirklich sehnsüchtig warte, ist die Nacht, in der in Blogs und Foren plötzlich sich vedichtende Gerüchte über die Entdeckung eines extraterrestrischen Funksingnals aufkommen. Ich schätze, die nächsten 48 Stunden hätte niemand eine Chance, mich von meinem Computer zu trennen.

Anscheinend habe ich heute mein vierjähriges Twitterjubiläum...

Ich nehme das mal so für meine persönliche Buchführung zur Kenntnis. Ekstatische Begeisterung will an dieser Stelle nicht aufkommen. Das könnte unter anderem an all den Reich-werden-durch-Bloggen- und Ich-verticke-Heilsteine-Followern liegen. Twitter ist für mich ein netter Blogpostmultiplikator. Das war´s dann aber auch. Da lang zu meinem Twitter-Account...

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Wenn man einen zweiten Teil von "Der dritte Mann" gedreht hätte...

...wäre dessen Titel dann "Der sechste Mann"gewesen?
Meisterwerk hin oder her. Für mich bleibt Carol Reeds Klassiker leider auch beim soundsovielten Anschauen ein wirksames Schlafmittel. Spannend geht anders.

Cyberpunk aus Deutschland: Fieberglasträume...

Im März erscheint eine neue Storysammlung bei Begedia, die "Fieberglasträume". Ich bin ebenfalls als Autor mit dabei. Und schon gibt es einen ersten Leak, wie uns Frank Hebben wissen lässt. Schaut vielversprechend aus! Aber sowas von. 

© Christoph Jaszczuk



Dienstag, 25. Dezember 2012

Gerade läuft auf SecondRadio Michael Iwoleits Lesung vom 20. Oktober beim Festival der Liebe...

Der Festivalrückblick geht noch bis 19 Uhr weiter. Falls ihr damals etwas verpasst habt, ist das eine Chance.

SecondRadio könnt ihr unter dieser StreamURL hören (Per Copy&Paste in einen Player wie Shoutcast einfügen): http://secondstream.de:10001


Steampunk-Lebensstil zu Weihnachten...



Ich wurde reich beschenkt: Ein  neuer Paperblank Zeitplaner für die Events im nächsten Jahr, ein großformatiges Notizbuch im dem Auge schmeichelnden Steampunkdesign, 21 Jahre alter Glen Farclas und eine Flasche Tamdhu, die ich gleich mal antesten werde...

Montag, 24. Dezember 2012

Mein Jahresrückblick 2012...

In der Bloggerbasis


2012 geht zu Ende und ich stelle fest, dass es ein einschneidendes Jahr war, aber auch ein sehr gutes. Viel hat sich bewegt. Einige Entwicklung waren erfreulich, andere tragisch und unerwartet.
2012 ist es mir zum ersten Mal nicht möglich, auf alle Events, Lesungen und Projekte der Brennenden Buchstaben einzugehen, die stattgefunden haben, obwohl ich das in den letzten Jahren immer minutiös getan habe. Es waren einfach zu viele. Ich werde mir nur die wichtigsten herausgreifen. Auch für meine persönliche Bilanz.
Unser Lesungsjahr beginnt im Januar mit einem  prickelnden Einstieg. 

Es wird erotisch.


In der Kulturschaukel lesen wir unser Erotikprogramm über  Kama Sutra Unfälle, delikate Missverständnisse und heiße Kochrezepte, die noch heißer gegessen werden als gekocht. Die Gerüchte sind wahr: Wir tragen dabei fast nichts! (Na klar,  alles völlig jugendfrei!)
Wenig später tritt Christian Kathan bei uns im Kafe Kruemelkram auf und lockt mit seiner Lesung mehr als 30 Avatare in unseren Wintergarten. Nicht nur für ihn ein schöner Erfolg.
Sandra Frost alias Regina Neumann folgt ihm wenige Tage später. Sie liest aus „28 Tage“, einem Erfahrungsbericht über den Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik,. Ein Thema, das auf großes Interesse stößt und noch mehr Publikum anzieht.
Kein Wunder, dass es ihr am Kruemelkram so gut gefällt, dass sie ein kleines Teehaus direkt nebenan installiert. Als Regina Ichimomo wird sie zur quasi-Kulturbotschafterin Japans in SecondLife und zu einer guten Kollegin im Metaversum, mit der wir von jetzt an oft zusammenarbeiten.
Am 11. Februar laden wir zur Kulturkonferenz ein, nachdem sich daraus schon im Vorjahr vielfältige Zusammenarbeiten ergeben haben. Sachliche Diskussionen bringen neue Ideen und Konzepte hervor. Einige Kulturschaffende, die wir noch nicht kannten,  sind zum ersten Mal dabei. Wir stellen gemeinsam fest: Da geht noch mehr!
In den nächsten Monaten werden wir Taten folgen lassen.
Der 19. Februar wird für mich  zu einem Highlight 2012.
Wir haben 10 Illustratoren und Grafiker eingeladen, ihre Bilder in einer Raumstation über dem Kafe auszustellen. „Orbitale Visionen“ nennen wir das Großevent. 

Orbitale Visionen


Lothar Bauer, Stefan Böttcher, Christian Günther, Thomas Hofmann, Tim Eckhorst, Timo Kümmel, Ludger Otten, Norbert Reichinger, Klaus Schimanski und auch Gabriele Behren stellen Illustrationen in der Raumstation über dem KrümelKram aus.
Drei Autoren eröffnen die Ausstellung im Rahmen einer Vernissage: Marco Ansing, Michael Iwoleit und Frederic Brake. Fast vierzig Besucher erscheinen zum Event.
 In der März-Ausgabe widmet uns der Fandom Observer eine Titelstory mit einem Interview. Manfred Müller lässt es sich nicht nehmen, mich persönlich in Robotergestalt ins Kreuzverhör zu nehmen. Aber er scheint unser Projekt zu mögen. Schönen Dank noch mal für deinen tollen Bericht.
Am 31. März folgt die Finissage. Diesmal sind die Damen am Zug und stellen Science Fiction mit weiblichem Touch vor. Es sind Gabriele Behrend, die auch als Grafikerin bei der Ausstellung mitwirkt und Miriam Pharo, die aus ihren Science Fiction Krimis liest. Natürlich können die Mädels den Jungs die Stirn bieten. Auch in der deutschsprachigen Science Fiction. Die „Orbitalen Revisionen“ runden die „Orbitalen Visionen“ ab. Wir lehnen uns entspannt zurück und lauschen zufrieden. 

Orbitale Revisionen


Am 14. April hat Michael Iwoleit zur 2012er Ausgabe des Cyberpunk Gipfel in Wuppertal geladen. Wir lesen im ansprechend gemütlichen Ambiente des Antiquariat Hösterey. Nicht allein wegen des exzellenten Plakates von Christian Günther hätte dieses Cyberpunk Großereignis auch ein größeres Publikum verdient.  Vorbildlich: SF Forist und Science Fiction Experte „Schockwellenreiter“ reist aus München an. Das ist der Einsatz den wir  von Seiten des Publikums brauchen, meine Damen und Herren.
Wir genießen den Abend. 

Iwoleit und ich moderieren uns gegenseitig im Antiquariat Hösterey ab.


Am 1. Mai liest er höchstpersönlich bei uns: Thrillerautor Karl Olsberg hat sich nicht lange bitten lassen und unser Angebot angenommen, aus seinem neuen Roman „Mygnia“ zu lesen. Ein Mitschreibprojekt übrigens, das dank Zaphod Enoch mittlerweile einen virtuellen Ableger im Grid Avination hat. Karl Olsberg zeigt sich überrascht darüber, wie gut online Lesungen im Metaversum funktionieren. 
Der 5. Mai wird aufregend und bedeutet für uns eine Nachtschicht. Gemeinsam mit Michael Iwoleit haben wir zur Five Continent Reading geladen.
Jetzt wird es endlich international. Fünf Science Fiction Autoren von fünf Kontinenten lesen in einer Nacht in der Raumstation über dem Kafe Krümelkram.  Guy Hasson aus Israel, Jonathan Elorm Dotse aus Ghana, Michael Iwoleit aus Deutschland, Ahmed A. Khan aus Kanada und Gustavo Bondoni aus Argentinien. Technisch klappt das alles viel besser hin als erwartet. Nur Jonathan Dotse muss auf eine benachbarte Kneipe ausweichen, weil sein WLAN zuhause an diesem Tag nicht richtig funktioniert. Ja, das ist die berühmte Story von der los dröhnenden Vuvuzela.
 Leider wird dieses schöne Event nicht mit den Zuhörerzahlen belohnt, die es verdient hätte. Das liegt zum einen anderen dass ein englischsprachiges Event nur vielleicht 50% unseres deutschsprachigen Kernpublikums interessiert, zum anderen an der noch nicht so gut funktionierenden Zusammenarbeit mit internationalen Literaturgruppen. Eine Rolle haben natürlich auch die Zeiten gespielt. 23 Uhr ist sicherlich nicht die optimale Startzeit  für unser Publikum, aber für Events mit amerikanischer Beteiligung unvermeidbar. 

Zu wenig Publikum bei der Five Continent Reading und trotzdem...

Michael Iwoleit während der Five Continent Reading


Wir sind etwas enttäuscht, können aber nachvollziehen, woran es noch hapert. Es wird nicht unser letztes Experiment dieser Art gewesen sein. 
Am 13. Mai habe ich die Gelegenheit Alex Jahnke vom Clockworker persönlich kennen zu lernen. Steampunks versammeln sich auf der Zeitschneise in Mannheim. Ein Mittelding aus Convention, Erfinder-Minimesse und Literaturlesung. Wir sind noch Tage später enzückt von dieser neo-viktorianischen Zusammenkunft. 

Zwei passionierte Blogger: Captain Serenus vom Clockworker und der Kueperpunk.
Die ganz links gefällt mir am Besten :-).


Sehr inspirierend für meine Lesung auf dem Wave-Gotik-Treffen in SecondLife Leipzig. Meine dort gelesene erste Steampunk Story wird voraussichtlich Mitte nächsten Jahres erscheinen. Näheres dann hier im Blog.
Der 7. Juli markiert für mich ein absolutes Highlight in diesem Jahr. Wir haben einiges an Vorbereitung in unsere erste RL/SL Crossworld Veranstaltung investiert. Die geeignete Location zu finden, war nicht so einfach.
Schließlich haben wir uns für das Parkhaus in Meiderich entschieden. Ich kann nicht mehr nachzählen, wie oft ich in den Monaten und Wochen davor immer wieder erklären muss, dass ein Parkhaus die traditionelle  Bezeichnung für ein Haus an oder in einem Park ist. Vermutlich empören sich selbst jetzt noch einige Leute darüber, wie man auf die Idee kommen kann, Lesungen in einer Tiefgarage zu veranstalten.  Ein Duisburger Künstler zeigte sich umgekehrt sehr enttäuscht darüber, dass unsere Autoren ihre Werke NICHT zwischen einparkenden Autos vorstellen. Wir sollten es vielleicht beim nächsten Mal tatsächlich genau so durchziehen. Nein, lieber nicht…

Ich halte die Technik im Auge, Wolem Wobbit hat den Blues.
Das RL Publikum beim Bücherpicknick.


18 Autoren lesen am 7 Juli aus ihren Werken. Lyrik, Krimis, Science Fiction, Dramen, Nachdenkliches, Autobiographisches. Das besondere daran: Wir übertragen die Lesung nach SecondLife, während das Publikum in SL per Beamer auch auf der Bühne in Duisburg zu sehen ist.
Ein stressigerTag für uns als Veranstalter. Wir transportieren eine ganze Containerladung bestehend aus Laptops, Stativen, Beamer, Kabeln,  Tischen und Nudelsalat nach Duisburg. Ohne die Hilfe von Markus und Cordula von Bitterschlag und Ludger Otten wären wir niemals pünktlich fertig geworden.
Dank sommerlichem Wetter und Markus Dauereinsatz am Grill, kommt gute Laune und Literaturpartystimmung auf. Ich beobachte eine sehr diskussionsfreudige Runde von Science Fiction Autoren: Während wir drinnen moderieren, definieren Frederic Brake, Frank Hebben, Michael Iwoleit und Olaf Kemmler das Genre neu.
Musiker Wolem Wobbit ist übrigens auch als Realavatar anwesend und lockert das Programm mit Blues auf.
Später kassiere ich noch einen Rüffel, weil wir die Küche ohne Erlaubnis benutzt und die verabredete Zeit um zwei Stunden überzogen haben. Aber es hat sich gelohnt.
Den Rest des Wochenendes verbringen wir im Koma.
Ein großer Party-Organisierer bin ich wirklich nie gewesen. Deswegen ist wohl niemand erstaunter darüber als ich, wie gern ich Leute zu besonderen Veranstaltungen zusammentrommele. Das lässt sich natürlich hervorragend mit meiner Vorliebe für Grillgut kombinieren.
 Nur drei Wochen nach dem Bücherpicknick laden wir deshalb am 28 Juli zum großen Bloggergrillen ein. Und sie kommen aus allen Richtungen. Leipzig, Thüringen, Köln und aus der Nachbarschaft. Ob man nun wirklich Blogger ist oder nicht, das nehmen wir nicht sooo genau, aber wir freuen uns einigen von ihnen zum ersten Mal jenseits des Monitors zu begegnen. 

Ein Garten voller Blogger und SecondLifer.
Angelika und Michael von SecondRadio.
 
Noch am Morgen hat es eher finster ausgesehen für unsere Social Media Conventionam Grill. Temperatursturz und Regenfälle scheinen eine Sintflut anzukündigen. Per SMS erreichen uns Anfragen, ob wir wirklich noch grillen wollen. Wir bestehen darauf und unsere Sturheit wird belohnt mit einem sonnigen Nachmittag. Ein toller Tag in den Sommerferien 2012, an den ich gern zurückdenke.
Am 6. August brechen wir nach  Dänemark auf , legen rund 2500 Kilometer bei unserer Rundreise zurück, die uns unter anderem nach Kopenhagen und Helsingor führt. Die Abreise bedeutet aber auch gleichzeitig einen Abschied, denn nur 2 Stunden, nachdem wir im Hotel in Kopenhagen angekommen sind, stirbt meine Großmutter Edith. Es passiert nicht unerwartet, wir haben etwa mit diesem Zeitpunkt gerechnet. In den Wochen davor hat sie rapide abgebaut und es ist absehbar gewesen, dass es passieren würde. 



Wir kehren einen Tag früher als geplant zurück. Edith ist nur wenige Tage vor ihrem 90. Geburtstag gestorben. Sie hatte sich sehr auf den Besuch einer Reporterin gefreut, die sich für den Tag angekündigt hatte. Aber es sollte nicht mehr sein…
Wir versuchen zur Tagesordnung überzugehen.
Am 20. August eröffnet unser großer Steampunk Flohmarkt 2012 am Kafe Kruemelkram. So viele Luftschiffe sieht man selten am Himmel über SecondLife versammelt. Ich vermute, es dürfte eine der größten Steampunk Ausstellungen sein, die es im Metaversum in den letzten Jahren gegeben hat. Für uns eine Möglichkeit, die Wartezeit bis zum kommenden Großevent im Oktober zu überbrücken. Aber es werden sich noch mehr Events ergeben. 

Atemberaubendes Steampunk Panorama über dem KrümelKram.

So zum Beispiel im September. Ich habe Thrillerautor Siegfried Langer zu einer Lesung im KrümelKram eingeladen. Es stellt sich heraus, dass ich nicht nur ihn, sondern er auch mich kennt. Wir waren tatsächlich zusammen in einer Ausgabe des Nova Magazins. So klein ist die Literaturwelt. Siegfried liest am 23. September bei uns im Krümelkram aus Sterbenswort und findet dabei neue Fans. 

Siegfried LangersLesung im Kafé KrümelKram

Im Oktober erscheint Ausgabe 20 des NOVA Magazins. Darin auch meine Story "Rekonstruktor" neben Texten von Marcus Hammerschmitt, Michael Marrak und vielen weiteren bekannten deutschen SF Autoren. Mit Ausgabe 20 hat Nova auch endlich den Weg in den Bahnhofsbuchhandel gefunden.



Seit Anfang des Jahres haben wir das FdL 2012 gemeinsam mit unseren Freunden und Kollegen vorbereitet. Am 19. Oktober beginnt endlich unser großes Kulturfestival in SecondLife. Bis zum  21. Oktober verbringen wir insgesamt 32 Stunden vor PC und Laptop. Es wird ein voller Erfolg.
Rund 70 Programmpunkte gehen über die Bühne und selbst solche in Randzeiten morgens um 10 Uhr oder nach Mitternacht sind gut besucht. Die Zuschauerzahlen sind deutlich höher als im Jahr 2011 und schon damals waren wir zufrieden. 

Ja, es wird ein FdL 2013 geben und wir werden versuchen, uns weiter zu steigern.


Es ist ein großer Schock für uns, als wir kurz darauf vom Tod unserer Freundin und Kollegin Jeanette Janus erfahren. Sie hat noch gemeinsam mit uns die Veranstaltungen in SecondLife Heidelberg organisiert und zeigte sich sehr begeistert darüber, wie alles abgelaufen war, OBWOHL es in Heidelberg ein oder zwei Pannen gegeben hat. Ich glaube, ihr hat vor allem gefallen, dass wir die Ruhe bewahrt und einfach weiter gemacht haben. Danach wollten wir unsere Zusammenarbeit noch intensivieren. Jeanettes Wirken in SecondLife wurde mit einer ganzen Reihe von Memorial Konzerten vieler bekannter SL Musiker gewürdigt. Sie wird in beiden Welten vermisst werden.

Der Oktober 2012 markiert leider auch einen Wendepunkt für die deutschsprachige Blogosphäre. Die Zeiten des sorglosen Bloggens sind vorbei. Ein mißverstandenes und zu zum Zweck des Profits gebeugtes Urheberrecht zwingt uns Blogger umzudenken.  
Am 30. Oktober haben wir gemeinsam mit Heidi Hensges ein Halloween Event organisiert. Wir sind entzückt darüber, als Ehrengast den Thrillerexperten Arno Strobel in SecondLife begrüßen zu dürfen. Es ist seine erste Lesung im Cyberspace und er gesteht mir später, dass er etwas skeptisch war. Davon bemerkt man bei seiner Performance nichts mehr.

Halloweenlesung mit Arno Strobel.
 
Arno liest aus seinem Romand „Das Skript“, plaudert mit uns über den Alltag eines Autors und holt schließlich sogar alte Kurzgeschichten aus der Schublade, damit wir uns ein Bild davon machen können, wie er zu schreiben begonnen hat. Seine Skepsis hat sich offenbar schnell gelegt und er genießt seinen Auftritt in der Halloween Deko vor dem KrümelKram. Das Publikum auch. War ein toller Abend!
Wirklich alle Auftritte in diesem Jahr aufzuzählen, würde den Rahmen endgültig sprengen. Klar sind wir Ende des Jahres ausgepowert, das hält uns aber nicht ab, immer noch Einladungen anzunehmen.


Unsere Weihnachts-Lesung darf natürlich auch nicht ausfallen. Chapter Kronfeld, Marco Ansing, Regina Neumann, Heidi Hensges, Zauselina Rieko und meine Wenigkeit sind dabei. Wolem Wobbit lockert mit selbst komponierten Songs auf. Eine der wenigen Gelegenheiten für Weihnachtsstimmung in hektischen  Dezembertagen.
Die Schnauze haben wir aber immer noch nicht voll und setzen am Ende des Jahres und pünktlich zum Ende der Welt noch eins drauf. Die große Weltuntergangslesung am 21, Dezember mit Thomas Thiemeyer, Marcus Hammerschmitt, Frederic Brake, Michael Marrak und Michael Iwoleit. Ich nenne so was ein Science Fiction Megaevent im Cyberspace und es läuft gut, abgesehen von kleineren Pannen. Aber das könnt ihr nur wenige Postings weiter unten nachlesen.
Damit ist das Jahr 2012 fast zu Ende. Drücken wir die Daumen für ein mindestens ebenso gutes 2013 ganz ohne böse Überraschungen, aber mit vielen erfreulichen und jeder Menge Events. Zumindest letzteres können wir beeinflussen. Und ja, schon jetzt steht da so einiges auf dem Programm.

Noch einige fotografische Highlights aus dem letzten Jahr:

12. November 2012

9. Oktober 2012


Hoheward im August 2012
Juli 2012
Juli 2012
Extraschicht im Juli 2012
25. März 2012
16. Januar 2012

Sonntag, 23. Dezember 2012

Second Radio wartet aufs Christkind...




...morgen zwischen 14 und 17 Uhr unter dieserr URL: http://secondstream.de:10001/. Ich bin mal wieder als Reporter am Nordpol mit von der Partie.

Ein wunderbarer Kurzfilm über einen Jungen und seinen ungeliebten Roboter, der zur Weihnachtszeit passt...

"Paraphernalia". Anschauen drüben  bei Vimeo. Die Auflösung ist anders als erwartet.

Erstaunliches historisches Dokument: Ein Besuch im Kafé KrümelKram...

Ja ja, ich weiß, wir hatten das schon mal. Aber es macht einfach Spaß:


Und dann kam ein lokaler Buchhändler auf die Idee...

..., die Büchse der Pandora zu öffnen, indem er 30 Freiexemplare von Shades of Grey im örtlichen Seniorenheim auslegte. 
Die Bilder in meinem Kopf! DIESE BILDER IN MEINEM KOPF. GAHHHHHHHHHHHHHHHHH!!!!

SecondRadio zu Weihnachten...

Hat auch einiges mit den Brennenden Buchstaben zu tun. Aber der Reihe nach:

Am 24. Dezember werden Angie und John gemeinsam aufs Christkind warten. Natürlich auch mit einer Live Schaltung zum Nordpol.  Der Reporter könnte dem einen oder anderen bekannt vorkommen ;-)

Am 25.Dezember wird es von 16 - 19 Uhr eine Nachlese auf das Festival derLiebe 2012 zu hören geben.

Und am 26 Dezember läuft noch einmal unser Science Fiction Hörspiel von Weihnachten 2011: "Das Festtagsprogramm"

Zum Programmplan von SecondRadio...

SecondRadio könnt ihr unter dieser StreamURL hören (Per Copy&Paste in einen Player wie Shoutcast einfügen): http://secondstream.de:10001

Samstag, 22. Dezember 2012

Rückblick auf die gestrige Lesung...

JohnWinston und Angie überwachen die Technik. Bild: BukTom

Publikum in der Raumstation bei der Lesung von Marcus Hammerschnitt. Bild: BukTom

Michael Marrak mit surrealem Avatarim "Schwitzkasten" in Köln. Bild: BukTom

Thomas Thiemeyer mit sich selbst erstaunlich ähnlichem Avatar im Kafé KrümelKram. Bild: BukTom

Das Publium bei der Thiemeyer Lesung. Der Roboter vorn im Bild heißt SFFan - wer das nur sein könnte? Bild: BukTom

Publikum im Wintergarten des KrümelKram. Bild: BukTom

Ein außergewöhnlicher Glühbirnenava neben Thomas Thiemeyer. Bild: BukTom

Frederic Brake und ich. Bild: BukTom


Erstmal die wichtigste Nachricht: Wir sind noch alle da – jedenfalls soweit ich weiß. Oder fehlt irgendjemand? Also los! Noch mal durchzählen…
Thomas Thiemeyer besetzte um Viertel vor Acht planmäßig seinen Lesehocker und eröffnete  pünktlich unser literarisches Großevent. Mitgebracht hatte er einen Roman aus der Reihe „Das verbotene Eden“.
Sein Publikum: Rund 35 Avatare im Wintergarten des Kafé KrümelKram und etwa 70 Zuhörer auf dem Radiostream. Einige der Gäste waren eigens wegen der Lesung aus ihrer favorisierten Serie ins SecondLife gekommen, das konnte man aus einigen – getippten – Zwischenrufen heraushören.
Es was besonders erfreulich, dass tatsächlich viele Foristen aus SF-Fan.de ihre Ankündigung in die Tat umgesetzt  hatten und als Avatare in SL Präsenz zeigten. Darunter sogar ein paar echte Foren-VIPs.
Insgesamt haben sich zur Veranstaltung gestern Abend  überdurchschnittlich viele Newbies eingefunden. Das ist großartig, bringt aber auch kleinere Probleme mit sich. SL-Neulinge wissen oft noch nicht, wie man eine Lesung „hörbar“ macht. In diesem Fall musste man den Audiostream einschalten. Wer noch unerfahren mit dem unübersichtlichen Client ist, findet unter Umständen nicht den Startknopf oder hat Audio in den Einstellungen noch gar nicht aktiviert. Viele Anfänger können  die Umgebungsgeräusche hören,  verwechseln die mit dem Stream und wundern sich über eine Lesung, die nur aus Vogelgezwitscher besteht. (Manche halten es dann für eine Kunsteperformance, tatsächlich so passiert, aber nicht gestern ;-)) Schließlich habe ich erfahrene Zuhörer gebeten, den Newbies unter die Arme zu greifen. In den meisten Fällen waren die Schwierigkeiten schnell behebbar. 
Technisch hat dieser erste Teil der Lesung hervorragend funktioniert. Unsere Stimmen gingen glasklar über den Sender…äh Server. Noch zumindest. 
Thomas präsentierte sich als hervorragender Vorleser mit markanter und trainierter Stimme  und es gab einige anerkennende Kommentare, die mich dazu per IM erreichten.
Allerdings lässt sich das, und das nehme ich gleich vorweg, ausnahmslos über alle unsere Vorleser sagen!
Auch über Marcus Hammerschmitt, der ab 21 Uhr in der Raumstation über Ling Vision auftrat. Er las eine Erzählung aus seiner gerade erschienen Sammlung Nachtflug, mit der er das Publikum offensichtlich fesseln konnte.  Mich höchstwahrscheinlich auch, hätte ich die Chance gehabt, zuzuhören. Leider hatte ich zu dem Zeitpunkt mit Technikproblemen zu kämpfen, die es mir auch unmöglich machten, das geplante Interview mit ihm zu machen. Marcus und ich plauderten gerade mal zwei oder drei Minuten fröhlich vor uns hin, bevor Angie und John bei SecondRadio uns unterbrechen mussten.
 Irgendeine Störung im Stream sorgte dafür, dass weder Marcus und ich noch zu hören waren. Glücklicherweise ließ sich das schnell beheben, allerdings um den Preis, dass ich schweigen musste. Beim zweiten Versuch direkt im Anschluss an die  Lesung, konnte man mich zwar hören, aber nicht leider nicht mehr Marcus. Umstände, die mich dazu zwangen, das Interview mit ihm etwas unelegant endgültig abzubrechen. Von hier aus noch mal meine Entschuldigung dafür, Marcus. 
Amüsantes Detail nebenbei: Auch die Raumstation löste sich während der Lesung in Luft auf. Die Sitzreihen hingen plötzlich einfach so im leeren Raum. Wie passiert denn so was? Nun ja, jede Raumstation hat eben auch eine Rettungskapsel. Und die hat irgendein neugieriger Avatar ausprobiert. Dummerweise löscht das Script aber auch die Station. Kleine Panne, nun ja.  
Aber so ein kleines bisschen Armageddon muss an so einem Abend schon sein.
Frederic Brake stand ab 22 Uhr auf der Bühne. Er hatte gleich zwei Stories im Gepäck und er brachte mit, was jeder Weltuntergang braucht, wie das Weihnachtsfest den Gänsebraten: Zombies!
Frederic hat jetzt schon fast ein Jahr SecondLife-Erfahrung und das macht sich bemerkbar. Entspannt wirkt er sowieso, wenn er liest, erst recht, wenn er bei einem unserer Events als psychedelisch bunter Avatar auftritt. Während Frederic seine Untoten auf das Publikum losließ, versuchten wir im Hintergrund eine Lösung für das Technikproblem zu finden. Aussetzer im Stream sind nichts Ungewöhnliches, werden zwar immer seltener, aber wenn sie passieren, ist es meistens unmöglich, eine Ursache dafür zu identifizieren. Mag sein, dass es an der Bandbreite gelegen hat, denn immerhin waren hier zwei Rechner im Einsatz. Für gewöhnlich ist das aber unsere Standardkonfiguration.
Frederics Lesung hat zumindest nicht darunter gelitten und das Publikum wurde hervoragend unterhalten.
Und Frederic, Du kannst bei uns natürlich soviel Werbung machen, wie du willst!
Eine von Frederics Fantasy-Stories, der „Drachenblues“ ist von der Kulturschaukel in ein wirklich witziges SecondLife Bühnenstück umgesetzt worden. Extrem sehenswert. Die Chance dabei zu sein, wird man im nächsten Jahr noch  mehrere Male haben, denn die Kulturschaukel tingelt damit durchs Metaversum.
Zugegeben, schon als Frederic Brake sein Publikum begrüßte, waren wir nicht mehr ganz im Zeitplan. Aber ich behaupte mal, so was gehört sich für Live-Events, ganz besonders bei solchen anlässlich unseres Untergangs. Wenn wir schon alle sterben, dann zumindest nicht pünktlich!
22.50 Auftritt Michael Marrak. 20 Minuten später als geplant, aber immerhin: Er ist da! Denn den Marrak ins Metaversum zu winken, stellte schon eine Herausforderung dar. Ausgesprochen habe ich die Einladung vor mindestens eineinhalb Jahren zum ersten Mal. Doch irgendwie sollte es bis dato aber nicht sein. Haarscharf wäre er beim FdL als Überraschungsgast dabei gewesen, aber das scheiterte damals an seinem Faustkeil..äh Laptop.
Diesmal hat es jedenfalls geklappt und ich konnte, welch Wunder,  Michael tatsächlich selbst interviewen. Irgendetwas musste den Geist in der großen Maschine gnädig gestimmt haben. Vielleicht ist er ein Marrak Fan?
Michael hatte uns außerdem drei Exemplare von Armageddon Mon Amour und drei Poster zur Verfügung gestellt. Die haben wir gestern Abend bei einer kleinen Verlosung dann auch noch an den Mann und die Frau gebracht. (Die Preise werden euch leider erst nach Weihnachten erreichen!)
Michael las zur Freude des Publikums aus dem „Kanon mechnischer Seelen“ und ließ meine Fragen geduldig über sich ergehen. (Er hat mich übrigens im Vorfeld davor bewahrt, mit einer Frage ins Messer zu rennen. Kleine Fehlinformation meinerseits, die man mir bestimmt übel genommen hätte. Danke Michael!) Ich kann es nicht mit Sicherheit sagen, aber er ist wohl einer der wenigen Autoren, die eine SL Lesung stehend performen. Siehe Beweisfoto unter dem Text, 
Recht hat er, so machen es die Profis.
Es stellte sich übrigens heraus, dass mindestens ein Avatar geschickt wurde, um ein Exemplar von Armageddon Mon Amour zu ergattern.
Um 23.50 Uhr Schichtwechsel bei den Lesern. Michael Marrak übergab das Rednerpult an Michael Iwoleit. Der ist jetzt schon über ein Jahr mit viel Elan im Zweiten Leben unterwegs und ist zwischenzeitlich zu einem Virtual Reality Enthusiasten mutiert.
Michael las eine Story, die ich bereits vom Cyberpunkgipfel  im Frühjahr her kannte.  Bewährte literarische Iwoleit-Qualität zum Thema Transhumanismus, perfekt platziert im transhumanistischen Zweituniversum.
Meine persönliche Bilanz: Klar hat es mir gut gefallen. 
Bedauerlich war, dass ich einigen Newbies nicht unter die Arme greifen konnte. Aber Moderation und Support gleichzeitig, das funktioniert nicht. Es könnte sein, dass zwei oder drei von ihnen von ihrem ersten Ausflug in den Literatur-Cyberspace enttäuscht wurden. Ich hoffe, sie geben uns noch eine Chance.
Um Mitternacht hatten wir immerhin noch rund 30 Zuhörer. Das ist kein schlechtes Ergebnis, insbesondere nach vierstündiger Dauerbelesung.
Die Lesung wird mir sicherlich als eines der Highlights im Jahr 2012 im Gedächtnis bleiben. Ein runder Abschluss für ein hochaktives Eventjahr.
Aber jetzt noch einmal das Wichtigste:
Vielen Dank an Thomas Thiemeyer, Marcus Hammerschmitt, Frederic Brake, Michael Marrak und Michael Iwoleit. Ihr habt eine tolle Show abgeliefert. Und dank an Angie Ling und JohnWinston VanDayke für die gewohnt gute Zusammenarbeit, ebenso an Zaphod Enoch, der uns in SL Köln tatkräftig unterstützt hat.
Bis zum nächsten Event, Leute!

Michael Marrak bei der gestrigen Lesung mit Screenshot im Bild und darauf einer authentischen "Brennenden Buchstaben" - Group Notice!  Bild: Michael Marrak

Mehr Bilder gibt es zu sehen auf BukToms Blog, der mal wieder einfrig dokumentiert hat. Für meinen Bericht habe ich mir auch einige seiner Bilder "geliehen".

Freitag, 21. Dezember 2012

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Habe ich mir heute mal zu Weihnachten geschenkt...



Es gibt ja Leute, die behaupten, ich hätte mich in virtuellen Welten verloren. Aber wohl niemand ist weltlichen Genüssen so sehr verfallen wie ich. Der Kabarettist Wolfgang Neuss hat mal gesagt, er braucht was zwischen den Zähnen, um zu spüren, dass er lebt. Genau so geht es mir auch.
Konnte heute nicht widerstehen mir das "Zigarren-Brevier" zuzulegen, als es meinen Weg in der Buchhandlung kreuzte. Und sogar zu einem besonders günstigen Preis. Blättere gerade darin und stelle fest, ich bin ein Barbar, wenn es um das Anzünden von Zigarren geht. Glücklicherweise befinde ich mich als Zigarrenraucher aber auch in kultivierter Gesellschaft und man ist ja lernfähig. 
Ich schmökere jetzt noch etwas und gönne mir dabei, nein, keine Zigarre, sondern einen Kaffee...

Sonntag, 16. Dezember 2012

Live Bloggen von der "Drachenblues"-Aufführung...

Frederic Brakes Story vom Kulturschaukel Ensemble und Zaphod Enoch auf die Bühne gebracht...

Pulikum gibt es reichlich!

Schabernack spielt...

Stimmung auf dem Marktplatz

Regina, Zaphod, Pompejii


Entzücktes Publikum...
Hat Zause einen Blick auf den Drummer geworfen? Seine Lebenserwartung sinkt rapide.
Der Drache dichtet Liebesgedichte!

Zaphod nimmt den Drachen in die Zange. "Hast du den Arsch offen???" Ein herzliches Stück.
"Räum die Steine weg,nachdem du sie hochgewürgt hast!"
Zaphod und der Drache haben einen Deal.
Regina wartet auf ihren Auftritt.
Der Drache hat die Prinzession k.o. geschlagen. Und sie ist nicht mal mehr Jungfrau. "Ein Drache ist auch nur ein Mann!"
Luftaufnahme: So sehen 50 Avatare von oben aus.