Montag, 24. Juli 2017

Leit(er)bild...

Wenn du deine Frau und deine Stieftochter darauf aufmerksam machst, dass es da einen netten Antikmarkt gibt, wirst du ganz schnell zur Leit(er)figur. Dieses Schätzchen (gemeint ist das Möbel) wird wohl demnächst auf Regal umschulen. Das schwarze Quadrat? Irgendeine Blitzbirne latscht dir immer ins Bild und gafft dabei noch in die Kamera..

Sonntag, 23. Juli 2017

Hoffnung...

Aktuelle Erklärung des Regierungssprechers:

Uns ist aufgefallen, dass immer mehr Bürger hoffen. 
Aber Hoffnung kommt nicht aus dem Nichts.
Der Staat muss viel investieren, um seinen Bürgern Hoffnung zu ermöglichen.
Wir erheben deshalb ab 2018 eine Hoffnungssteuer, die natürlich dort greifen soll, wo Menschen am meisten von Hoffnung profittieren. Also bei denen, die eigentlich keinen Grund haben zu hoffen, weil ihre Situation ohnehin völlig aussichtslos ist und die deshalb um so mehr hoffen. Ist das nicht absurd?
Wenn sie mir eine persönliche Anmerkung gestatten: Wer etwas ordentliches gelernt hat, wer sich gesund ernährt, wer auf jede Form von gefährlichen Genüssen verzichtet,der muss auch nicht hoffen. 
Übrigens erhöhen wir uns im kommenden Jahr auch die Diäten. Das hat aber gar nichts damit zu tun. Das haben wir uns vedient, weil wir ihnen soviel Hoffnung bieten können. 
Wir hoffen, sie haben dafür Verständnis.

Freitag, 21. Juli 2017

Rezension zu "Menschmaschinen" bei Nerds-gegen-Stephan...



Philipp Lohmann hat die "Menschmaschinen"-Antho gelesen und kommt zu einem Resümee, das ich so nur teilen kann. Ich zitiere:

Dieses „Action überwiegt“-Gefühl könnte allerdings davon kommen, dass die erste Geschichte Fitroy, Falstaff und andere furiose Menschmaschinen von Thorsten Küper schon allein vom Platz her ein Drittel des gesamten Buches einnimmt. Und ich möchte sagen: Zum Glück! Denn die actionreiche Steampunk-Rachegeschichte gehört zu den Highlights der an Highlights nicht armen Anthologie!

Starkes Ding und ja, mein "Fitzroy, Falstaff und andere furiose Menschmaschinen" bietet jede Menge dampfbetriebene Action. Im Grunde ist es sogar sowas wie ein Steampunk-Miniroman. 

Donnerstag, 20. Juli 2017

Gelesen: "Ready Player One" von Ernest Cline...



Ohne angeben zu wollen: Aber dass ich mit Ready Player One ein wahres Meisterwerk in Händen halte, war mir schon nach spätestens 50 Seiten klar. Ernest Cline muss einer von uns sein. Ein Computerkid der Achtziger. Aufgewachsen in jener Ära also, als Nerds die Welt zu regieren begannen. Natürlich noch ohne zu wissen, dass ihre Subkultur einen Namen haben wird So wie Dinosaurier, denen wahrscheinlich auch nicht klar war, wie cool sie später mal rüberkommen würden.
Cline eröffnet ab Seite drei ein 80er Reminiszenz-Sperrfeuer, das seinesgleichen sucht. Mit seinem Plot hat er dafür auch den perfekten Nährboden angerührt. Im Jahr 2044 ist die Welt ungefähr so den Bach runter gegangen, wie es die Science Fiction ihr immer angedroht hat. Aus der Realität senkrecht gestapelter Wohnwagen retten sich die Kids in die virtuelle Wirklichkeit der OASIS, einem zur konsequenten Zweiexistenz eskalierten MMPOG geschaffen vom Exzentriker James Halliday. Der hat kurz vor seinem Tod ein Easteregg im System hinterlassen, das dem ehrlichen Finder auf der Stelle 240 Milliarden Dollar einbringt. Dafür verbringt man gern den Rest seiner Tage, wenn man jenseits der 3D-Brille sowieso nur gegen eine rostige Containerwand glotzt. Mit der Hysterie um seine Person hat Halliday aber auch einen 80er Kult initiiert, dem unser Held Parzival begeistert frönt. Und wenn Cline über die 80er schreibt, dann weiß er offensichtlich, wovon er redet.
Klar geht es um Star Wars, Star Trek, Dungeons and Dragons, Knight Rider, Zurück in die Zukunft und vergessene kleine Highlights wie Trio mit vier Fäusten oder Simon and Simon. Parzival fliegt passenderweise im Back to the Future DeLorean, mit Knight Rider Sensor vorne und Ecto 88 Kennzeichen hinten durch den Cyberspace.
Der Witz dabei ist, dass ich ständig den Verdacht hatte, Cline hätte mein reales fünfzehnjähriges Ich als Vorlage benutzt. Er teilt unter anderem meine nach-wie-vor-Begeisterung für den Film Wargames und für all die alten amerikanischen Serien, die ich heiß und innig geliebt habe. Von unser aller Fetisch für den Brotkasten, besser bekannt als C64 wollen wir hier erst gar nicht reden. Oder doch? Ja, der C64 kommt mehr als einmal vor.
Was Stranger Things für Fernsehserien war, ist Ready Player One für die Science Fiction Literatur, wobei ich mir sicher bin, dass er für junge Leser – fast – genau so gut funktioniert, wie für fünfzehnjährige Nerds des Jahres 1984, die jetzt im Körper eines siebenundvierzigjährigen Physiklehrers gefangen sind.
Mich wundert übrigens nicht, dass Second Life an keiner Stelle erwähnt wird. Der Überschneidungen mit dem Konzept von OÁSIS sind es dann doch wohl ein paar zu viel. In diesem Zusammenhang mein einziger Kritikpunkt: Ich hätte den alten Cory Doctorow nicht zum Präsidenten einer virtuellen Welt gemacht. Er weigert sich nämlich, in Second Life zu lesen. Ich weiß das ziemlich genau. (Grinst) Aber Whil Wheaton würde ich wählen.
Ready Player One.
Absolute Leseempfehlung!

Dienstag, 18. Juli 2017

Am kommenden Donnerstag: Treffen der SL Schreibgruppe...

Es ist wieder soweit. Wilfried Abels Schreibgruppe trifft sich am kommenden Donnerstag. Ich zitiere hier wie immer sein Blogposting:


Es ist soweit. Das nächste Treffen der SL Schreibgruppe steht an. Am kommenden Donnerstag, den 20.7. findet das Julitreffen statt. Wie es gewohnt ist, treffen wir uns wieder um 20 Uhr im Brennenden Theater des Kreativdorfes.
Wieder immer gilt: Wer in gemütlicher Runde über kreatives Schreiben, Selfpublishing oder sonst über Kunst und Kultur in virtuellen Welten plaudern möchte, ist herzlich eingeladen vorbei zu schauen. Ob schreibtechnischer Neuling oder Profi, jeder ist willkommen.



Rückblick von Ralf Steinberg auf die Lesung mit Jens Gehres...

Das Aethermobil. Bild: Ralf Steinberg

Und das Anwesen des Barons. Bild: Ralf Steinberg



Ralf Steinberg schildert in seinem Blog Montbron seine Eindrücke von Jens Gehres Lesung am Sonntag. Danke Ralf, ich kann mich dir nur im vollen Umfang anschließen. Schöne Lesung. Ich lehne mich außerdem mal aus dem Fenster und behaupte, wir werden Jens noch öfter bei uns hören. 

Montag, 17. Juli 2017

Samstag, 29. Juli: Die Glaszsphäre auf LEA 26...



Moewe, Michael und ich zeigen die "Glaszsphäre" ein weiteres Mal live. Diesmal in Zusammenarbeit mit Lichtbringer. Samstag, 29. Juli ab 20 Uhr auf 16 Fields.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/LEA26/152/161/32

Videomitschnitt von Jens Gehres Live Lesung...

Dank Seraph Nirvana und der Villa konnten wir die heutige Lesung von Jens Gehres live nach Youtube übertragen. Den Mitschnitt des Livestreams findet ihr im Video ganz unten. Eine schöne Kamerafahrt ums Aetheramtauto  oder auch Aethermobil gibt es ab 23:30.

Dank an Jens Gehres für die Lesung, an Barlok Barbosa für das Bühnenbild und an Seraph und Nidatine für Streaming, Kamera und Aufzeichung.



Sonntag, 16. Juli 2017

Gelesen: "Giants" von Sylvain Neuvel...




Ein Autor, der jetzt auf die Idee kommt, einen Roman über außerirdische Riesenroboter zu schreiben, muss an akuter Ideenarmut leiden oder scheut sich nicht vor Plagiaten. Nach Transformers und Pacific Rim - wobei ich letzteren sehr schätze -  könnte ein Plot um verbuddelte mechanische Giganten den Fan zu so einer Einschätzung veranlassen. 
Trotzdem hatte der Klappentext von "Giants" die exakt gegenteilige Wirkung auf mich:
Kleines Mädchen stößt im Wald auf die Hand einer riesigen humanoiden Maschine. Jahre später erhält die mittlerweile brillante Physikerin den Auftrag, herauszufinden, was es mit dem Artefakt auf sich hat. Ja, ich war begeistert, ich musste das Ding haben. Und: es war eine gute Wahl. 
Ich halte Sylvain Neuvels "Giants" für einen der besten Romane der besten Jahre. Er schafft es aus dem aus dem auf den ersten Blick ausgelutschtenTransformers-Plot eine fulminante Mischung aus Science Fiction,  Politthriller und Satire anzurühren. Ich habe das komplette Buch in rund 24 Stunden gelesen und bin geflasht. An dieser Geschichte stimmt einfach alles und selbst der Humor kommt, wie oben angedeutet, nicht zu kurz.  Ich halte die Idee, einen Roman aus Gesprächsprotokollen und Tonaufnahmen zusammenzusetzen, - was an anderer Stelle kritisiert wurde -  für fabelhaft. Nicht zuletzt weil ich selbst schon mehrere Kurzgeschichten auf dieser Basis geschrieben habe. Die Spannung wird dadurch übrigens nicht gemindert. Neuvel versteht es meisterhaft, uns trotz ungewöhnlicher Perspektive jederzeit ganz dicht an den Ereignissen zu halten.
Bin begeistert. Absolute Leseempfehlung!

Steampunklesung mit Jens Gehres heute Abend: Auch bei Youtube - aber wie?




Die Villa wird Jens Gehres Steampunklesung "Reinigendes Feuer" heute auch  live auf Youtube streamen. Mit anderen Worten: Man benötigt KEINEN Second Life Account, um live dabei zu sein. 
 
Ihr braucht lediglich euren Browser und die Streamadresse:  https://www.youtube.com/channel/UCxCveZNBjHqalmEJsGs0e6w/live
 
Jens Gehres Auftritt beginnt  am Sonntag, den 16. Juli ab 20 Uhr.