Donnerstag, 24. Juli 2014

Ich will dieses Mech Baumhaus...

Dieses Meisterwerk hat Nasa Wissenschaftler Jim Martin für nur wenige hundert Dollar für seine Kinder gebaut. Kann man eigentlich noch Nerd werden, wenn es die Eltern schon sind? Wie auch immer. Das Ding nehm ich. Und dann machen wir hier im Garten ein Nerd-Cafe auf.

Mittwoch, 23. Juli 2014

Sunset...



Sonnenuntergang über der Halde Hoheward...

Sonntag, 27. Juli: Jan-Tobias Kitzel und André Wiesler lesen aus "Voll Dampf"...

Unsere beiden Gäste sind bereit für ihren Auftritt am Sonntag. Auch André für den es die erste virtuelle Lesung sein wird. Er ist übrigens auch Poetry Slammer und hat ein eigenes Comedy Programm. Mal wieder einer aus der Rubrik Naturereignis. Er behauptet übrigens, persönlich  für 50% aller weltweit stattfindenden Erdbeben verantwortlich zu sein. Ziemlich groß ist er wirklich. Ich weiß das, weil ich schon mal im RL neben ihm gestanden habe.

Hier noch ein paar Bilder aus den Kulissen:


Der Gigant schaut mal rein.


Knock knock!

Luftflotte im Anflug!


Alle Details zur Lesung am Sonntag:

André Wiesler und Jan-Tobias Kitzel werden  aus der bei Amrun erscheinenden Sammlung "Voll Dampf" lesen. Wir dürfen uns außerdem auf ein monumentales Bühnenbild freuen, an dem Barlok Barbosa bereits jetzt arbeitet. Barlok hat unter anderem auch die Bühnenbilder für die Lesungen von Uwe Laub, Sean O´Connell, Jennifer B. Wind und Alex Jahnke entworfen.
Es geht los am Sonntag, den 27. Juli ab 21 Uhr.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/131/159/23

Gelesen: "Spirale" von Paul McEuen...



Biologische Waffen regen die Fantasie von Thrillerautoren an. Vor allem dann, wenn sie selbst Experten für Nanotechnologie sind, so wie Paul McEuen.
In seinem Roman „Spirale“ lässt er einen tödlichen Pilz auf die Menschheit los. Wobei die von ihm beschriebene Biowaffe eigentlich schon im Zweiten Weltkrieg entwickelt wurde. In einem amerikanischen Roman konnten natürlich nur die Japaner dafür verantwortlich gewesen sein. Uzumaki  nistet sich in den Körpern von Personen ein, die schon einmal mit Antibiotika behandelt wurden.  In den 1940er Jahren wären das fast ausschließlich nur Amerikaner und Europäer gewesen. Der Einsatz im zweiten Weltkrieg als Vergeltungsschlag für Hiroshima und Nagasaki  misslingt und die USA verbuddeln den letzten verbleibenden Behälter mit Uzumaki in einem ihrer Labors. Doch sechzig Jahre später gelangt eine mysteriöse Killerin in den Besitz des tödlichen Pilz.
McEuens Spirale ist hoch rasant, spannend und unterhaltsam. Der hohe Wissenschaftsgehalt, bremst nicht aus. 
Es gibt übrigens auch Roboter. Jede Menge. Die fingernagelgroßen Crawler sind für mich die eigentlichen Stars des Buchs. Ich will welche. Am besten eine ganze Glaskugel voll.
Allerdings stößt es schon etwas auf, dass nur Asiaten böse sein und nur amerkanische Ex-Soldaten die Welt retten können. Und die Welt ist selbstverständlich Amerika. Ach ja: Die Jungs von der DARPA sind selbstverständlich die netten Computerbastler von nebenan.
 Sieht man darüber hinweg, ist Spirale ein dynamischer High Tech Thriller wie ihn ein Crichton auch nicht besser hingekriegt hätte.

Dienstag, 22. Juli 2014

Das nächste Treffen der SecondLife Schreibgruppe am Mittwoch, den 6. August um 20 Uhr am Kafé KrümelKram...

Richtig, das Treffen wird diesmal an einem Mittwoch stattfinden, nachdem sich der Donnerstag für einige Interessenten als problematisch herausgestellt hat. 

Ich zitiere Wilfried Abels: 

Nachdem auf es auf der letzten Lagerfeuerlesung mehrere Personen gegeben hatte, die den Donnerstag als nicht ganz optimal empfanden, soll deshalb jetzt mal der Versuch mit einem Mittwoch gemacht werden. Insofern gilt diesmal:
am Mittwoch dem 6.8. treffen wir uns wieder ab 20 Uhr zu einem geselligen Plauderabend im virtuellem Biergarten des Kafe Krümmelkrams. Worum es sich bei dieser Veranstalltung handelt ist hier beschrieben:

Wer also interesse am Thema kreatives Schreiben hat, und sich nicht dadurch abschrecken läst, dass es sich hierbei um ein virtuelles Treffen am Computer mit Headset handelt, ist herzlich eingeladen dazuzukommen. Falls es Berührungsängste technischer Art geben sollte, dann bin ich sehr gerne bereit Erklärungen und/oder Unterstützung anzubieten.

Schöne Grüße

Wilfried

Erfreulich: Habe vorhin erfahren, dass eine meiner Geschichten ins Rumänische übersetzt...

...und dort in einem Science Fiction Magazin erscheinen wird. Schön schön. Was mir besonders gefällt: Nach nichtautorisierten Übersetzungen ins Tschechische und ins Italienische haben die Rumänen erstmal gefragt, ob das auch okay  ist. Ist es. Mehr Details in Kürze...

Und am kommenden Sonntag: Steampunk in Barloks Hafen - Lesung aus Voll Dampf!



André Wiesler und Jan-Tobias Kitzel werden  aus der bei Amrun erscheinenden Sammlung "Voll Dampf" lesen. Wir dürfen uns außerdem auf ein monumentales Bühnenbild freuen, an dem Barlok Barbosa bereits jetzt arbeitet. Barlok hat unter anderem auch die Bühnenbilder für die Lesungen von Uwe Laub, Sean O´Connell, Jennifer B. Wind und Alex Jahnke entworfen.
Es geht los am Sonntag, den 27. Juli ab 21 Uhr. 
Ach ja. Auch am 6. September werden wir uns der Steampunk Szene widmen. Judith und Christian Vogt, sowie Marcus R. Gilman stellen die Anthologie "Eis und Dampf" vor. 
Viel Steampunk also im Soimmer und Herbst. 
Wer jetzt auf die Idee kommt, doch endlich eine Secondlife Lesung erleben zu wollen, findet unter diesem Link eine übersichtliche Anleitung: 

Kommenden Samstag ab 20 Uhr in SL Stuttgart: Comedy - Ansichten eines Salat-Phobikers...



Ein Programm irgendwo zwischen Comedy und Kabarett für alle, die sich  nicht mit der viel gerühmten gesunden Lebensweise anfreunden können. Körperkult, Fitnessterror, Bewegungswahn und Spaß an Entbehrungen. Der Trend geht zur modischen Selbstkasteiung. Es ist Zeit, sich dem gehypten Sport- und Ernährungs-Flagellantismus zu widersetzen. 
Leider nicht unsere einzige Baustelle. Kueperpunk schwingt die verbale Abrissbirne gegen Politiker, Sportler, Nachbarn und andere evolutionäre Sackgassen und schafft damit zum Platz zum Durchatmen.  
Mit einem wunderbaren Bühnenbild von Clairediluna Chevalier. 
Wir wünschen viel Spaß und guten Appetit. 

Das alles am Samstag, den 26. Juli ab 20 Uhr in SecondLife Stuttgart. 
SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Stuttgart%20City/194/45/22

Montag, 21. Juli 2014

Zum Montagabend erstmal ein Mech!

Und zwar einer aus Lego. Drüben bei den Brothers Brick...

Da beschwerte sich gerade jemand über ein Passwort...

...bei dem man Bs und 8er nicht unterscheiden könne. So ähnlich geht es mir mit der Regierung: Ich kann die ganzen Nullen nicht mehr auseinander halten...

Umweltbewusste Fans dänischer Plastikbausteine kaufen nicht, sie ernten selber an den Küsten Cornwalls...

Das funktioniert tatsächlich. Jedenfalls, wenn man keine Teile sucht, die nach 1997 hergestellt wurden...

Ist ja witzig: Ich mache Werbung für mein neues Comedy Programm "Ansichten eines Salat-Phobikers" am kommenden Samstag...




...und Facebook fragt mich, ob ich nicht an einer Umfrage für Typ 2 Diabetiker teilnehmen möchte...

Her mit dem Kreuzer Content...




Es gibt neue Kreuzer Bilder bei Ludger. Hammermäßig! Alle anschauen in seinem Blog. Genial!

Und noch ein paar Rückblicke auf das Pixelgrillen 2014...

Ein großer Moment: Dank Chapter nenne ich endlich einen Transformer mein eigen. Er ist zwar nicht 15 Meter hoch, aber dafür passt er ins Bücherregal. Bild: BukTom Bloch


Wir hatten die Situation jederzeit unter Kontrolle. Bild: BukTom Bloch

Bei Markus...

...bei BukTom....

...und natürlich auf dem Buchstaben Blog...

Sonntag, 20. Juli 2014

"Voll Dampf" ist da!


Machen wir mal etwas Dampf!

Dieses Buch liegt mir nicht nur im Bild oben am Herzen. Ingo Schulze und André Skora haben gemeinsam eine Steampunk Sammlung herausgegeben, an der mitzuwirken auch ich die Ehre hatte. Es sind aber noch mehr durchaus bekannte Autoren aus der deutschsprachigen Science Fiction Szene beteiligt.
Als da wären: Frank Heb­ben, Thors­ten Kü­per, Mat­thias Falke, Pe­ter Hoh­mann, An­dré Wies­ler, Achim Zien, Peer Bie­ber, Marco Ansing und Jan-Tobias Kit­zel.
Besonders begeistert bin ich von Christian Günthers Cover, das auch große Inspiration für das Bühnenbild bei der Lesung war. Welche Lesung?




Am kommenden Sonntag, den 27. Juli ab 21  Uhr werden André Wiesler und Jan-Tobias Kitzel  gemeinsam aus "Voll Dampf" lesen. Wir dürfen uns außerdem auf ein monumentales Bühnenbild von Barlok Barbosa freuen. Er hat unter anderem auch die Kulissen für die Lesungen von Uwe Laub, Sean O´Connell, Jennifer B. Wind und Alex Jahnke entworfen. Eine Vorschau gab es ja bereits hier zu sehen.

Wer jetzt auf die Idee kommt, doch endlich eine Secondlife Lesung erleben zu wollen, findet unter diesem Link eine übersichtliche Anleitung: 

Für mich absolut irrtierend: Der T 800 ist ein Terminator...

...., der T 820 ein Leergutautomat.
 Irgendwie symptomatisch für die Diskrepanz von Fiktion und Realität des 21. Jahrhunderts...

Andererseits: Wenn das Ding "I`ll be back" sagt und mit 600 PET Pullen pro Minute um sich ballern würde...

Pixelgrillen 2014: Heiße Sache...

Traditionell hatten wir beim Pixelgrillen immer mit Regen zu kämpfen. Ganz besonders 2011. Da hieß das Pixelgrillen noch Bloggergrillen und es schüttete den ganzen Tag dermaßen, dass wir uns ins Wohnzimmer verkriechen mussten. Das war bei damals sehr überschaubarer Besucherzahl kein Problem.
2012 goss es am Morgen in Strömen und es kamen ständig Anfragen,ob die Sache überhaupt noch über die Bühne gehen würde. Aber wir haben uns vom Wetter nicht vorschreiben lassen, wann wir Würstchen zu braten haben. Und wie durch ein Wunder wurde es damals doch noch sonnig. 
Im letzten Jahr war uns das Wetter sehr wohlgesonnen und spendierte einen milden Tag.  Gut, bei 22 Grad Celsius will kein Burning Man Feeling aufkommen, aber das ist in deutschen Bausparer-Gärten traditionell schwierig.
Seit Beginn dieses Sommers hatten wir uns auf irgendwelche extremen Wetterbedingungen zwischen Monsunregen und Hurricane eingestellt. Damit dass wir den heißesten Tag des Jahres mit der Zielgenauigkeit eines Zen-Bogenschützen erwischen würden, hatten wir aber nicht gerechnet. Genau so gut hätten wir uns im Death Valley verabreden können. Oder auf der Venus.
Beim Steakwenden wurde einem,der Schädel von oben getoastet und die Bauchschwarte von vorne geschmort. Körperkerntemperatur 52 Grad Celsius? 
Ein bißchen fühle ich mich heute wie der Iron Man des Grillens. 
Aber war schön, Leute. Ich habe nicht alles mitbekommen, aber die Themen reichten vom Schreiben, über Self Publishing, SecondLife, virtuelle Welten, Steampunk und Filme machen bis hin zur allseits (un)beliebten Politik. 
Sinngemäß hat uns mal jemand gefragt, warum wir eigentlich wildfremde Leute zu uns nach Hause einladen. Zum einen sind sie gar nicht wildfremd. Wir kennen einige von ihnen schon seit Jahren persönlich. Zum anderen eben genau deswegen: Die Mischung macht`s und es ist - tatsächlich - ne spannende Sache (und hier ist spannend als spannend gemeint) mal das Gesicht hinter dem Buch, Blog oder dem Avatar kennen zu lernen. 
Das Pixelgrillen ist auch kein Grillen  - es ein BBQ Think Tank bei 37 Grad. 
Wir haben uns gefreut, dass Ihr dabei wart. Vielen Dank an Euch alle.

Ludger hat auch schon was drüber geschrieben...


Unterm Sonnenschirm geht`s.

Anfeuern. Wahrscheinlich überflüssig. Einfach drauflegen hätte gestern gereicht.

Eine Violetta auf dem Vogelhaus. Nein der Hamster wurde nicht gelyncht. Links Stefan Holzhauer, rechts Anja Bagus.

Zwei SecondLife Urgesteine.

Scheich war auch da. Ach da ist das Handtuch geblieben ;-).

Dynamisches Bündel Anja Bagus.

Die Chefin duscht im Kühlwasser.

Facepalm von Anja Bagus? Keine AHnung, worum es ging.

Gespräch im Schatten.

Leif, Ludger, Stefan.
Buk hat Spaß.

Der beste Bauernsalat der Welt.
Vielen Dank für die schönen Dinge, die uns verraten haben, dass ihr uns ziemlich gut kennt.
Meinereiner beim anheizen. Bild: Ludger Otten

Freitag, 18. Juli 2014

Noch eine Bildungslücke geschlossen: Endlich "Steampunk - kurz&geek" komplett gelesen...



Wie ich bereits nach Anlieferung meines Exemplars schrieb: Ein Buch, das man nicht lesen muss, sondern erblättern kann. Traditionell von vorn nach hinten konsumiert entwickelt es aber eben so überzeugenden Charme. Einfach hinreissend, wie Alex Jahnke und Marcus Rauchfuß Genre und Szene definieren und uns mit ihrem Expertenwissen einen Überblick über all die Macher geben.
Wäre das Buch drei Jahre später entstanden, hätte vielleicht auch noch die Lesungsszene im Cyberspace einen Platz darin gefunden. (Marcus liest übrigens am 6.September bei uns im virtuellen Raum aus der Sammlung Eis&Dampf. Das sind doch auch Zahnräder, die ineinander greifen und ich finde das grandios.)
Ich schließe mich der Definition des Steampunk Bosons an: Steampunk ist, wenn es Dir Spaß macht. 
Hat mir Euer Buch auch, Jungs. 

Ich stelle gerade fest, dass ich auf die Frage "Könnten wir nicht eine Lesung organisieren" ähnlich reagiere...

...wie Sponge Bob auf die Bestellung eines Krabbenburgers...

Pixelgrillen 2014: Es gibt ja so einige SL Realtreffen - Aber nur eines davon findet direkt neben dem berühmten Kornfeld statt...



Die Brennenden Buchstaben haben mal wieder das Unmögliche möglich gemacht. Wir grillen neben Lindenlabs Troll- und Grieferlimbo, dem sagenumwobenen Kornfeld. Nicht dass wir Euch damit irgendwie unter Druck setzen wollen...
Neben SecondLifern freuen wir uns auch auf Autoren, Blogger, Denker und Künstler. Und so einige davon in Personalunion!


Mir ist gerade im Buchladen aufgefallen, dass es schwierig ist, Grundregeln für Nerds zu definieren. Aber eine gibt es:

Nerds kaufen keine Bücher, in denen erklärt wird, was Nerds sind...

Der Unterschied zwischen Normalbürger und Blogger erklärt anhand eines sonnigen Tages...

Erster Gedanke eines Normalbürgers beim Anblick des sommerlichen Himmels jenseits des Schlafzimmerfensters:
"Oh wie schön, ein sonniger Tag!"

Erster Gedanke des Bloggers:
"Dir ist schon klar, dass heute niemand Deine Postings lesen wird, oder?"

Endlich gelesen: „Du bist tot“ von Charles Stross...



Noch ein Roman, der schon lange auf meiner To-Do-Liste stand. Ein Krimi, in dem es um einen Bankraub in einer virtuellen Welt geht, bei dem reale 26 Millionen Euro erbeutet werden, ist für mich Pflichtprogramm.
Außerdem hatte ich 2008 für Telepolis einen Artikel über einen Auftritt von Stross in SecondLife geschrieben. Vor ungefähr drei Jahren habe ich noch etwas naiv versucht, den Mann für eine unserer internationalen virtuellen Lesungen in SecondLife zu gewinnen. Zwei Mails gingen hin und her, dann hat er wohl das Interesse verloren. Worüber ich im nach hinein nicht unglücklich bin, denn unsere Reichweite beim englischsprachigen Publikum ist doch recht begrenzt
SecondLife findet in „Du bist tot“ sogar mehrmals Erwähnung. Dort allerdings als bereits antiquierte Spielwelt. Zumindest in diesem Punkt lag Stross mit seiner im Jahr 2007 verfassten Prognose etwas daneben. SL ist noch da.
Darauf hätte ich ihn 2013 auf dem Dortcon eigentlich mal ansprechen könnten. Da ist er mir  auf dem Flur begegnet. 
Aber zurück zum Buch selbst.
Stross kommt aus der IT-Branche und wenn er skizziert, wie sich Technologie weiter entwickelt, braucht er nicht in die Glaskugel zu schauen, er extrapoliert bestehende Konzepte einfach weiter. „Du bist tot“ ist nicht wirklich ein Science Fiction Roman, vielmehr ein in unmittelbarer Zukunft - etwa einen Internethype weiter  - angesiedelter Wirtschafts- und Politthriller. Ich musste gestern doch sehr schmunzeln. Als schottische Polizei und die Geheimdienste im Verlauf der Handlung befürchten müssen, dass sämtliche Netze infiltriert und überwacht werden, tippt man Protokolle nur noch auf alten Schreibmaschinen. Eine Idee, die in der letzten Woche auch der NSA-Untersuchungsausschuss geäußert hat.
War Neuromancer der Roman zur Virtual Reality, ist „Du bist tot“ genau das für die Augmented Reality Technologie. Cyberpunk ohne Kabel in der Stirn. Die Art Cyberpunk, die sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem technologischen Status Quo liefert. 
Da werden Internet-Saboteure auf der Ebene eines MMORPGS mit mittelalterlichen Waffen bekämpft und man startet Ablenkungsmanöver gegen die Polizei in Gestalt von Zombiewalk-Flashmobs. Obwohl komplex bleiben die politischen und ökonomischen  Verflechtungen noch einigermaßen überschaubar und die Story nimmt mehr und mehr an Fahrt auf.
Wie schon eingangs erwähnt: „Du bist tot“ ist kein Cyberpunk-Action- Roman über chirurgisch modifizierte Superheldenabziehbilder, sondern wir stecken mitten in der Schnittmenge von Science Fiction, Wirtschaftskrimi und Politthriller. Obwohl ich mit letzteren beiden Genres weniger anfangen kann, vermag  Stross mit seienm flappsigen Stil trotzdem zu überzeugen.
Exzellentes Buch.

Donnerstag, 17. Juli 2014

Warum ich Fußball nie mochte, nicht mag und auch nie mögen werde...

Vor einigen Tagen hat man mir doch tatsächlich unterstellt, ich würde mich für Fußball interessieren. Dem ist nicht so. Ich schaue nie Fußball. Ich schaue allenfalls Publikum.
Meine Abneigung und Antipathie gegenüber Fußball hat sich über die Jahrzehnte tief eingegraben. Ich kann diesem Sport – wie praktisch auch jedem anderem – einfach keinen Unterhaltungswert abgewinnen. Es sieht albern aus, ist völlig unspektakulär und es ist mir ein absolutes Rätsel, was insbesondere Männer gerade daran finden.
 Wieso sollte man sich Kerle in kurzen Hosen ansehen wollen?  Beachvolleyball der Damen, jederzeit gern. Klar. (Obwohl ich erst vor kurzer Zeit erfahren habe, dass es sich dabei überhaupt um eine Sportart handelt. Erstaunlich...)
Meine Ablehnung von Fußball und Sport im Allgemeinen hat sicher sehr mit meiner frühen Einsicht zu tun, in sportlichen Dingen völlig talentlos zu sein. Mutter Natur hat mich mit der Beweglichkeit und Agilität eines Sack Zements im Regen ausgestattet, und meine Reflexe entsprechen denen eines abgelegten Telefonbuchs. Okay, letzteres macht sich an der Spielkonsole glücklicherweise nicht ganz so stark bemerkbar.
In einem Alter, in dem man noch sportlich sein möchte, sagen wir mal so mit acht, war das eine herbe Enttäuschung und hat dann doch ziemlichen Frust ausgelöst.
Meine Weitsprünge bei Sportfesten waren nur lange Schritte, die vom Ministry of Silly Walks begeistert abgesegnet worden wären, mein Leistungsniveau beim 100 Meter Lauf hätten Urgroßväter halten können und werfen oder Kugelstoßen konnte ich – trotz des entsprechenden Gewichtes -  auch nicht. Ein Wunder, das mir das Ding nie auf den Fuß gefallen ist.
Ich habe sogar den Verdacht, ich beuge auf irgendeine Weise durch meine Anwesenheit physikalische Gesetze, um ja nie ein Erfolgserlebnis beim Sport zu erzielen. Kurz zusammengefasst: Jeder beherrscht jede Sportart besser als ich. 
Da ich es andererseits ablehne, mich nur fünf Minuten mit Dingen zu beschäftigen, die mir offensichtlich nicht liegen, war mein Verhältnis zum Sportunterricht erwartungsgemäß sympathiefrei. Noch dazu, wenn man als personifizierte Arschkarte bei Mannschaftssportarten den Groll der ganzen Klasse auf sich zog. Legendär mein erster Punkt beim Basketball – in den Korb der eigenen Mannschaft. So findet man schnell viele Freunde, die einem jederzeit zur Hand gehen würden, falls man sich mal selbst auf Bahngleise fesseln möchte.
Mannschaftssportarten sind vor allem eins: Mobbingtrigger.
Später hat man sich dem Blödsinn dann nicht mehr widerstandslos ausgesetzt. Beim Sportfest von dem Typen mit dem Klemmbrett einfach sofort drei Fehlversuche notieren lassen, ist, statt mit dem Sportlehrer zum Platz zu joggen, an ihm vorbei schon mal winkend vorgefahren. Und man hat den Mann immer mal wieder gefragt, ob irgendein internationaler Konflikt zu erwarten wäre, oder warum man nachmittags eine paramilitärische Ausbildung absolvieren muss, während alle anderen Leute im Straßencafe sitzen.
Als Sahnetüpfelchen auf dem Becher der Demütigungen musste man dann noch aus nächster Nähe erfahren, dass Jungs, die gut Fußball spielen, aus unerfindlichen Gründen wesentlich besser bei Mädels ankommen, als solche, die ihre Nase in Bücher stecken und Computerprogramme schreiben. Klar gab es da ja auch nerdige Damen, die den Wert eines guten Buches durchaus zu schätzen wussten und gern darüber mit dir plauderten. Liiert waren sie allerdings grundsätzlich mit einem Leichtathleten, einem Tennisspieler oder eben einem Fußballer. Genau den Sportlern, denen nebenbei bemerkt dann erfreulicherweise bei der Musterung mitgeteilt wurde, dass sie aufgrund ihrer abgenutzten Gelenke den Wehrdienst gern überspringen dürfen. Das kann einem die Post-Pubertät schon versalzen. 
Ganz sicher waren diese Umstände ein wichtiger Grund dafür, dass Fußball bei mir bis heute unten durch ist. Aber von diesen ganz persönlichen Vorbehalten mal ganz abgesehen:
Der Mist ist doch langweiliger als eine zweistündige persönlich von Tante Hildegard am Rollator moderierte Führung durch ihr Trockenblumen- und Osterhäschenmuseum. Und das Trockenblumen- und Osterhäschenmuseum ist wenigstens noch irgendwie cool, weil Tante Hildegard sich damit so viel Mühe gegeben hat.
Erklärt es mir: Männer lieben große Maschinen, schnelle Autos, gigantische Raumschiffe, fettes Essen, dicke Steaks auf dem Grill, blutige Metzeleien, schwer bewaffnete Muskelpakete die Städte in Schutt und Asche legen, um üppige Blondinen zu retten.
Und plötzlich rollen sie verzückt mit den Augen, wenn zweiundzwanzig Milchbubis in kurzen Hosen über eine Wiese traben? Ich würde die höchstens zählen, um müde zu werden. Keine Ahnung welches Areal tief in euren Reptilienhirnen dabei klingelt, aber es ist mir verdammt unheimlich.
Erst recht, wenn so ein Kerlchen plötzlich einen Marktwert von 180 Millionen Euro haben soll? Was kann der denn? Rasenschneiden? Gummibälle für den Hund apportieren? Da füttere ich persönlich doch lieber einige Beachvolleyballdamenteams durch.
Ne Jungs, ich begreife es nicht.Irgendwas läuft da falsch. Aber nicht nur auf dem Rasen.