Freitag, 21. November 2014

Donnerstag, 20. November 2014

Rezensionen...

Rezensionen – ein spannendes, und gelegentlich durchaus leidvolles Thema für uns Autoren. Dieses Posting möchte ich einer besonderen Unart…äh Unterart  von Rezension widmen, die ich für so aussagekräftig halte wie den Prütt in meinem Espresso.
Nein! Nicht doch. Ich meine nicht den Verriss. Das passiert. Dem müssen wir uns stellen, ohne dabei aus der Rolle zu fallen, uns den Spaß verderben zu lassen, oder die Freude am eigenen Schaffen zu verlieren.
(Übrigens für alle Autoren: Fehler immer beim Rezensenten suchen. Man kann versuchen geschmackliche Entwicklungshilfe zu leisten, aber man wird nicht jeden erreichen. Tragisch aber nicht zu ändern.)
Nein, was ich meine ist jene Art von lustlos aufs Papier gerotztem Statement, mit dem uns der Rezensent zwischen den Zeilen nur eines vermitteln möchte: Dass er uns einen Gefallen tut, wenn er seine erlauchte Aufmerksamkeit auf unser banales Machwerk richtet.
Ja, er ist schon fast spürbar, der Kraftakt, den er geleistet haben muss, um den mindestens 20 Gramm schweren Buchdeckel von de ersten Seite zu wuchten. Um dann irgendeiner für uns nicht nachvollziehbaren gefühlten Verpflichtung folgend, geduldig unsere Elaborate diagonal zu überfliegen. Sich dabei darüber wundernd, wer denn all die Autoren sind. Schließlich hätte er von denen ja noch nie etwas gehört. Und eigentlich wäre das ja auch alles gar nicht sein Thema. „Und außerdem ist heute Sonntag, da lese ich sonst immer nur Bild.“
Bei dieser Art von Rezension stellen wir häufig fest, dass Rezensenten sich zunächst dem Layout widmen, das Schriftbild bemängeln, die Farben oder die Buchstabengröße.
„Also mein blinder Großvater könnte das nicht lesen!“
Ja, das steht zu befürchten.
Ich denke über kurz oder lang, wird dieser Rezensententypus auch angesichts der kantigen Form eines Buches den mahnenden Zeigefinger  heben. Schließlich könnte man, bei der quälenden Lektüre einschlummernd, in eine der Buchecken stürzen und sich dabei ein schweres Augentrauma zuziehen.
Mich würde auch nicht wundern, wenn die mangelnde oder zu ausgeprägte Biegsamkeit des Werkes thematisiert wird. Oder die aromatischen – nein, nicht geschmacklichen - Eigenheiten von Covern oder Innenseiten. Oder dass man einen Roman nicht rauchen kann, oder sich der Klebstoff der Bindung nicht zum schnüffeln eignet. „Und mein Wohnzimmerschrank steht auf deinem Buch auch nicht gerade. Dein Geschreibsel ist einfach nicht ausbalanciert genug.“
Was sonst könnte bei einem Buch noch eine Rolle spielen? Da war doch was.
Ah ja, der Inhalt. Also den Inhalt erwähnt man schon. Es waren wohl Buchstaben drin und einige haben auch Sätze ergeben, es könnten sogar ganze Geschichten gewesen sein. Aber so genau weiß man das nicht, denn man hat nur ein oder zwei davon quer gelesen. Könnte auch keine gewesen sein.
Grammatik war auch, aber das ist ja meistens so. Und es ist eigentlich alles ganz okay und kaufen kann man es auch, aber muss nicht, und unbedingt weiter so!
Weiter so!
Es gibt, wie ich finde, kein schlimmeres Statement zu einem Text. „Weiter so“, ist das, was man um ihr Leben strampelnden Kindern mit Schwimmflügeln im Babybecken zurufen sollte, aber nicht Autoren, die man motivieren möchte. „Weiter so“ ist die höfliche Form von: „Hab den Mist gelesen und bin glücklicherweise nicht ins Wachkoma gefallen!“
Doch zurück zur lustlosen Rezension. Ihr Fazit ist nicht mal ein schlechtes, nein, im Gegenteil: das Buch wird sogar empfohlen – dezent und halbherzig und um einen wohlwollenden – oder war es mitleidigen? -  Tonfall bemüht. Wie schön!
Doch eine Rezension wie diese besagt leider nicht viel, außer:
Man hatte eigentlich keine Lust dazu, sie zu verfassen. Das ist so offensichtlich, dass unten neben dem Namen des Rezensenten noch ein „Siehste, ich habe den Scheiß wie versprochen gelesen.“, stehen müsste.
Solche Rezis habe ich – um meine liebe Großmutter zu zitieren – gefressen wie ein Pfund braune Schmierseife. Glücklicherweise neige ich nicht zur Schaumbildung vor dem Mund.
Liebe Rezensenten:
Verschont uns mit blabla, spart Eure kostbare Lebenszeit, vermeidet die geschwollenen Augen und die Kopfschmerzen, stoppt den literarischen Fließbandbetrieb von Reziexemplar zu Reziexemplar und lest Bücher, die Euch interessieren. Und wenn Euch die Bücher, deren Lektüre Euch wirklich am Herzen liegt, dann tatsächlich gefallen oder das eben nicht tun, dann erst ergeben Eure guten oder schlechten Rezensionen einen Sinn.
Danke!

Eine neue Uhr...



Nun, nicht ganz so neu. Mein Vater hat wohl unsere Vorliebe für alte Uhren bemerkt - Steampunk sagt ihm nichts - und uns diese hier vermacht. Ein beeindruckendes Exemplar, das wir bei der einen oder anderen Lesung zu tragen gedenken. Leider werde ich meinen Vater nicht mehr dazu bewegen können, sich im Netz umzusehen. Er lehnt das sehr energisch ab.
Trotzdem nochmal vielen Dank auch an dieser Stelle.

Mittwoch, 19. November 2014

Batman gegen Superman in Lego...

Dieses Video bringt mein persönliches Problem mit Batmans Status in der Gerechtigkeitsliga auf den Punkt. Gegen den Rest der Truppe mit echten Superkräften wäre Batman einfach nur...nun ja...ein hilfloses Fledermäuschen...
Schöne Arbeit von Bricknerd Studios. Zu sehen bei Youtube...


Sonntag, 16. November 2014

Sonntag, 14.Dezember ab 20 Uhr: "Der Hummer vor den Toren" aus den "Tiefraumphasen" als szenische Lesung mit den Stimmen von Bernhard Giersche, Marco Ansing, Frederic Brake und Michael Iwoleit...

Das großartige Cover der Tiefraumphasen stammt von Alexander Preuss.

So kurz vor Weihnachten steht mir der Sinn irgendwie nach einem ganz besonderen Projekt zum Abschluss des langen Eventjahres 2014. Und wie es der Zufall so will, gibt es da etwas, das mir schon eine ganze Weile vorschwebt.
Vor wenigen Wochen ist im Begedia Verlag die von André Skora, Frank Hebben und Armin Rössler herausgegebene Sammlung „Tiefraumphasen“ erschienen. Ihr Thema: Cyberpunk im Weltraum.
Was würde sich da mehr als Bühne für eine Lesung anbieten als der Cyberspace?
Die neue Story „Der Hummer vor den Toren“ habe ich bis jetzt noch nie vor Publikum gelesen, auch nicht im Metaversum und das würde ich jetzt gern nachholen.
Dazu habe ich mir Hilfe geholt. Wir werden den „Hummer“ nämlich szenisch lesen.
Wir, das sind die Kollegen Michael Iwoleit – den ich auch gern „The Voice“ nenne - , Marco Ansing, der schon seit geraumer Zeit erfolgreich mit Live Steampunk Lesungen durch die Lande tingelt, Frederic Brake, mit dem ich schon beim BB E-Book Event gemeinsam gelesen habe und Bernhard Giersche, mit dem ich erst vor kurzer Zeit live und real in Markus Bücherkiste in Soest auf der Holzbühne stand.
Und noch jemand gehört zum Team: Bühnenbaumeister Barlok Barbosa hat diesmal besonders viel zu tun, denn es wird mehrere Bühnenbilder geben, durch die wir Euch während der Lesung schleusen wollen.
Und damit komme ich zum bedeutsamsten Punkt: Euch, die Zuschauer. 

Diesmal brauchen wir Eure Unterstützung mehr als je zuvor. Denn Ihr sollt diesmal nicht nur als Publikum, sondern auch als Darsteller auftreten. Wir freuen uns auf Euch in wilder Raumpiratenkluft, als Cyborgs oder Androiden.
 
Das Event steigt am Sonntag, den 14. Dezember ab 21 Uhr live über Barloks Hafen im Kreativdorf.  

Zartbesaitete Gemüter seien allerdings an dieser Stelle gewarnt: Der Hummer ist kein freundlicher Zeitgenosse!

Und ein Ausschnitt aus Anette Kannenbergs Lesung aus "Das Mondmalheur"...




Auch diesmal Dank an Clairediluna Chevalier für den Mitschnitt von Audio- und Videomaterial!

Ein Ausschnitt aus Marcus Hammerschmitts Lesung aus "H-Null Ein Deutschlandmärchen"...




Dank für das Audio- und Videomaterial an Clairediluna Chevalier...

Nicht ganz der Millenium Falcon aber nah dran...

Dieser leichte Frachter aus dem Star Wars Universum von Davor Davor. Natürlich aus Lego. Anschauen bei den Brothers Brick...

Sonntag, 23. November: Lesung aus der Anthologie "Bullet" in SL...


Es macht offen gesagt großen Spaß, den gehässigen "Mechaniker" aus Sven Klöppings Megafusion Anthologie "Bullet" vorzulesen. Wer sich davon überzeugen möchte, kann das am kommenden Sonntag ab 23 Uhr im Nuance de Gris in Roissy tun. 
Nichts für zarbesaitete Gemüter übrigens. 

Samstag, 15. November 2014

Die Lesungen von Marcus Hammerschmitt und Anette Kannenberg...

Marcus Hammerschmitt liest aus H-Null. Bild: BukTom Bloch

Bild: Markus Gersting

Anette Kannenberg (Mitte) im SL Planetarium im Bühnenbild von Bastian Barbosa. Bild: BukTom Bloch

Mit den beiden Kollegen hatten wir gleichzeitig auch zwei hervorragende Vorleser zu Gast. Marcus Hammerschmitt ist einer der Schriftsteller, die ihre eigenen Arbeiten fast schauspielerisch vortragen. Und auch Anette Kannenberg lieferte trotz Lampenfieber und ohne Vorerfahrung mit virtuellen Auftritten eine souveräne Lesung ab. 
Danke an Bastian und das Team des SL Planetariums für die perfekte Mondstation. Auch Anette war begeistert. 
Die Rückblicke überlasse ich aber wie immer gern den Gästen...