Donnerstag, 24. April 2014

Einen Waggon des Orient Express aus Lego...

...hat Henrik Hoexbroe erstaunlich detailliert nachgebaut. Zu sehen auf seinem Flickr Account...

Interviewcountdown zum BB E-Book Event 2014 - Heute: Erik L. Andros...

Erik L. Andros interssiert sich für virtuelle Welten als Literaturmedium. Dabei ist er über die Brennenden Buchstaben gestolpert. Markus Gersting hat ihm einige Fragen gestellt.



Ich zitiere: 

H: Was ist das BB E-Book Event (für dich)? Warum nimmst du teil?
ELA: Ich nehme am BB E-Book Event teil, weil ich es einfach spannend finde das es in SL auch solche Veranstaltungen gibt, selbstverständlich ist dies auch eine gute Werbung für mich. Als neuer Autor ist es schwer sich gegen all die bekannten Buchreihen und Autoren durchzusetzen.
H: Wie siehst du das Medium Ebook im Vergleich zum klassischen Papierbuch? Persönlich, Philosophisch aber auch kommerziell.
ELA: Ich persönlich finde das klassische Papierbuch immer noch schöner. Das E-Book ist aber in jedem Fall eine schöne Ergänzung, allein wegen des Gewichts- und Platzvorteils. Komerziell ist es für mich bisher die einzige gewinnbringende Möglichkeit meine Geschichten auf den Markt zu bringen. Trotzdem sehe ich das E-Book auch ein wenig kritisch, Bücher verlieren ein wenig an Wert, wenn man sie nach dem Lesen einfach aus dem Speicher des Geräts löschen kann/muss.
H: Wie siehst du das Medium SL im Vergleich zur realen/normalen Welt? Was hältst du von den Kulissen in SL bei deiner Lesung?
ELA: SL ist für mich das, was es für einen körperlich gesunden Menschen sein sollte. Eine schöne Ergänzung zum realen Leben. Es sollte in keinem Fall zu einem Ersatz werden, oder kurz gesagt, RL geht immer vor. Da ich die Kulissen in SL bei meiner Lesung noch nicht kenne, kann ich dazu leider keine Antwort geben.
H: Was liest du auf den Ebook-Event? Bist du vor der Lesung aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?
ELA: Auf dem Event werde ich aus dem Buch lesen, dass bisher auf dem Markt ist. Saurwa – The Beginning. Ein Sci Fi Kurzroman über eine außerirdische Verschwörung. Lampenfieber habe ich vor einer Lesung, dann bin ich schon sehr nervös. Während der Lesung heißt es: Augen auf und durch. Augen zu wäre ja für eine Lesung eher kontraproduktiv.

Mittwoch, 23. April 2014

Das BB E-Book Event 2014 besuchen, aber wie?



Am Freitag beginnt in SecondLife unser BB E-Book Event 2014.
Vom 25.April bis zum  Sonntag, den 25.Mai erwarten Euch mehr als 20 verschiedene Lesungen.

Falls Ihr Interesse daran habt, Euch aber noch völlig unklar ist, wie das E-Book Event funktioniert, einige Hinweise.
Allerdings soll es hier nicht darum gehen, wie man sich einen SecondLife Account einrichtet, den Client installiert, oder die Voice-Funktion aktiviert. Informationen dazu  findet Ihr  in unserer kleinen Anleitung unter diesem Link: http://kueperpunk2012.blogspot.de/2013/01/uberarbeitetes-tutorial-fur-newbies-und.html

Das Event besteht zum einen aus dem Veranstaltungsgelände am Kafé KrümelKram, auf dem Ihr die Ausstellungsstände von Autoren und Verlagen findet. Sie enthalten Links zu Websites, Informationen über die Bücher und über die anstehenden Lesungen. Außerdem habt Ihr dort die Möglichkeit, auf andere Leser, auf Blogger, oder die Autoren selbst zu treffen.
In den nächsten Tagen fügen wir dem Programm noch Zeiten hinzu, zu denen Ihr die Autoren außerhalb der  Lesezeiten an ihren Ständen treffen könnt.
Dort wird auch am Mittwoch den. 21 Mai ab 21 Uhr die Live Diskussion mit Leander Wattig, Dennis Schmolk, Michael Meisheit und Christoph Weiss stattfinden.

SLURL des Ausstellungsgeländes: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/63/208/24
Am Freitag wird dort ab 21 Uhr Oliver Susami lesen. 

Rechts oben in unseren Blogs findet Ihr außerdem den Reiter „E-Book Event 2014“. Dort könnt ihr jederzeit das aktualisierte Programm abrufen.
Hier der Link: http://kueperpunk2012.blogspot.de/p/e-book-event-2014.html


Die Lesungen selbst finden an ganz verschiedenen Locations statt. Ein Click auf die SLURL im jeweiligen Programmpunkt führt Euch direkt zum Ort der Lesung.  Am besten  probiert Ihr das heute mit dem Link zum Ausstellungsgelände aus. Falls Ihr vor einem großen schwarzen Klotz landet, nicht wundern, noch ist alles abgedeckt.

Den Programmplan könnt Ihr auch inworld an den kleinen Bücherstapeln im Eingangsbereich des Veranstaltungsgeländes erreichen. Wir verschicken sie außerdem über die Gruppe der Brennenden Buchstaben.
Auf den großen Displays am Kafé und beim Ausstellungsgelände werden zusätzlich immer die nächsten fünf anstehenden Lesungen angezeigt. 

Außerdem habt Ihr diesmal die Gelegenheit einige der Autoren (Anja Bagus,  Marcus R. Gilman, Alex Jahnke) und uns in Fleisch und Blut beim Steampunk Event in der Bibliothek in Monheim am Rhein, am Samstag, den 26.April zu treffen. Näheres dazu unter diesem Link.

Falls es Fragen gibt, wendet Euch in Facebook an die Brennenden Buchstaben,oder Kueperpunk Korhonen, oder inworld an Zauselina Rieko oder Kueperpunk Korhonen. Wir helfen Euch gern bei technischen Problemen.

Interviewcountdown zum BB E-Book Event 2014 - Heute: Horst-Dieter Radke...

Mir scheint, Markus war im Gespräch mit dem Krimiautor etwas mulmig. Eventuell hat er befürchtet, Horst-Dieter würde seine Inspiration aus realen Morden beziehen? Markus hat die Unterhaltung offensichtlich überlebt und er hat das Interview heute auf seinem Blog veröffentlicht. 



Ich zitiere:

H: Was ist das BB E-Book Event (für dich)? Warum organisiert ihr das / warum nimmst du teil?
HDR: Ich nehme teil, weil ich gefragt wurde und weil ich spontan, die Idee so etwas zu veranstalten, klasse finde. Ich werde auch die anderen Beiträge anhören, soweit mir das zeitlich möglich ist.
H: Wie siehst du das Medium Ebook im Vergleich zum klassischen Papierbuch? Persönlich, Philosophisch aber auch kommerziell.
HDR: Ich sehe das Medium E-Book als Erweiterung und Ergänzung des Lesens zum klassischen Papierbuch. Das möglicherweise das E-Book das Papierbuch irgendwann einmal ablösen könnte interessiert mich nicht. Euphoriker, die laut tönen, dass eine neue Zeit angebrochen ist und jeder mit Papierbuch zum alten Eisen gehört, ignoriere ich inzwischen. Dazu steckt das E-Book einfach noch in den Kinderschuhen und hat noch einen weiten Weg vor sich. Aber ich nutze das E-Book schon lange, habe selbst bereits ab 2006 an der Realisierung eines E-Book-Portals mitgearbeitet und werde die Entwicklung auch weiterhin positiv begleiten.
Das E-Book bietet darüber hinaus den Selfpublishern neue und gute Möglichkeiten. Selbst wenn man die ganzen Schattenseiten des Selfpublishing mit berücksichtigt, bleibt dies ein positives Argument. Sorgen macht mir allerdings, dass viele sich ausschließlich auf Amazon konzentrieren. Es ist richtig, dass dies momentan die einfachste Möglichkeit ist, sein E-Book zu publizieren und Leser zu finden, es ist aber auch ein Spiel mit dem Feuer. Mit Monopolisten ist nicht gut Kirschen essen, wenn diese ihr Ziel – das Monopol – erst einmal erreicht haben. Noch ist es bei uns gottseidank nicht so weit und ich hoffe, dass bei vielen genug Einsicht da ist, auch andere Publikationswege für die E-Books zu nutzen und zu stärken.
H: Wie siehst du das Medium SL im Vergleich zur realen/normalen Welt? Was hältst du von den Kulissen in SL bei deiner Lesung?
HDR: Ich sehe SL nicht als eine “andere Welt” sondern als Medium, das ich ausschließlich von der realen Welt aus benutzen kann. Aus dieser Sicht ist es aber interessant. Die Möglichkeit der Kulissengestaltung folgt anderen Gesetzen und hat andere Grenzen als beispielsweise die Kulisse bei einer realen Lesung. Meine erste Lesung im SL bin ich mit einer gehörigen Skepsis angegangen. Ich fand das Erlebnis und das Ergebnis aber ausgesprochen gut und freue mich auf weitere Gelegenheiten.
H: Was liest du auf den Ebook-Event? Bist du vor der Lesung aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?
HDR: Ich werde aus meinem Krimi “Normale Verhältnisse”, den es ausschließlich als E-Book gibt (bei dotbooks, München), lesen. Außerdem lese ich eine abgeschlossene Kurzgeschichte aus der Reihe Puff & Poggel. Dabei handelt es sich um Krimis, die in den 50er Jahren im Ruhrgebiet spielen und die ich zusammen mit meiner Kollegin Monika Detering schreibe. Die Bücher und E-Books erscheinen im Sutton-Verlag. Neben den Romanen schreiben wir auch Kurzgeschichten um den Kommissar Alfred Poggel und seine Zimmervermieterin Anna Puff. Diese meist im Alleingang (also für jede Kurzgeschichte ist ein Autor verantwortlich). Eine erste Sammlung dieser Kurzgeschichten erschien ebenfalls bei Sutton, allerdings ausschließlich als E-Book. Daraus lese ich eine. Eine zweite Puff+Poggel-Kurzgeschichtensammlung wird demnächst erscheinen. Damit versuchen wir uns dann voraussichtlich aber als Selfpublisher.
Ich habe inzwischen schon eine ganze Reihe Lesungen in der realen Welt hinter mir (und auch noch vor mir). Selbstverständlich gehört die Aufregung dazu und auch die spontane innere Frage kurz vorher: “Warum hast du Idiot dich bloß auf so etwas eingelassen?”. Lampenfieber – na klar. Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass dies im Rahmen bleibt, wenn man sich gut vorbereitet. Und wenn dann die Lesung begonnen hat, sind Aufregung und Lampenfieber schlagartig weg. Dafür folgt nach Abschluss der Lesung schlagartig das Gefühl: “Mist, das hast du jetzt total verhauen.”
H: Eine Frage hätte ich noch zu den 50er Jahre Krimis. Recherchierst du/ihr da viel? Und wenn ja wie?
HDR: Ja, zu den 50er Jahre Krimis recherchieren wir viel. Aus der eigenen Erinnerung habe ich nur ein schwaches Bild der 50er (ich bin Jahrgang 1953) aber es ist doch eines da. Monika ist ein bisschen älter und hat es sogar deutlicher.
Um aber zeitgerechte Beschreibungen zu bekommen, müssen wir recherchieren. Wir beschaffen uns Einblick in alte Zeitungen, besorgen uns aus Archiven alte Bilder und versuchen, so weit als möglich noch Zeitzeugen zu befragen. Schwierig sind manchmal die realen Verhältnisse zu ermitteln. Als wir die Straße für das Polizeirevier in Mülheim suchten, meldete uns die (heute) zuständige Pressestelle der Polizei in Essen, das könne man nicht mehr feststellen. Ich habe dann den Kollegen Ulrich Hefner, der bei der Polizei in Tauberbischofsheim arbeitet um Hilfe gebeten und der hat über den “kleinen Dienstweg” Kollegen in NRW gefragt und wenige Tage später hatten wir die Adresse und sogar Fotos. Zur näheren Bestimmung des Tatorts für den zweiten Band (Endstation Heissen) hat uns der Herr Schimanski vom Katasteramt in Mülheim geholfen.
Trotz aller Recherche muss man aber davon ausgehen, das noch Fehler im Detail vorkommen können. Wir finden das aber in Ordnung, weil wir ja Belletristik schreiben und keine Sachbücher. Unser Ziel ist es, die Entwicklung und die Veränderungen in der Bundesrepublik von der direkten Nachkriegszeit bis zum Ende der 60er Jahre zu zeigen. Das ist uns sogar wichtiger als die Kriminalfälle, wobei wir die allerdings nicht vernachlässigen. Für den ersten Mord haben wir einen realen Mord ausgesucht, der allerdings etwas später und mit einem anderen Täter stattfand.

Heute morgen um 6 Uhr den Nachbarn telefonisch darauf aufmerksam gemacht...

...dass mein Rasen noch gar nicht gemäht ist. Wie stellt der sich das vor? Von allein schneidet sich der nicht!

Morgen über dem Pott...




Erste (kleine) Fototour am Morgen in diesem Jahr. Sonnenaufgang in Richtung Castrop Rauxel.

Dieser Morgen beweist erneut die Gültigkeit einer der wichtigsten Grundregeln...

Nach dem Frühstück und nach dem Mittagessen gehören Menschen ins Bett!

Dienstag, 22. April 2014

Heute habe ich zum ersten Mal das Gefühl, im Jahr 2014 zu leben...

Werbung für Rasenmähroboter! Ja, das ist real gewordene Science Fiction. Obwohl, also wenn ich es so richtig bedenke...ich meine: IST DAS ALLES??? 
Ach ja, das und virtuelle Lesungen bei den Brennenden Buchstaben. Immerhin.
Aber ich sehe schwarz für meinen Blade Runner Spinner und Dienstboten Nexus 6. Meine Haushaltsroboter würden übrigens immer aussehen, wie die gerade regierenden Politiker. Kommunikation mit ihnen erfolgt ausschließlich durch Arschtritte. 
Ach ja und in etwa 32 Jahren - vorsichtshalber lieber früher - brauche ich irgendwas, in das ich mein Bewusstsein uploaden kann. Nein, keine XBox. Am besten etwas das so aussieht wie ich. Oder zumindest fast so gut wie ich. Wie hieß der Kerl noch? Ach ja, George Clooney!

Und noch eine Ergänzung zum BB E-Book Event 2014: Lesung aus "Exotische Welten"!



Am Sonntag, den 25.Mai wird Sean O´Connell geneinsam mit anderen Autoren bei uns die neue Sammlung "Exotische Welten" vorstellen. Die Lesung beginnt um 21 Uhr und stellt gleichzeitig das Finale des BB E-Book Events 2014 dar. 
Wir freuen uns!

Habe mir gestern "Abraham Lincoln, Vampirjäger" angesehen...

Stand schon seit Monaten noch in Folie eingeschweißt im DVD Regal.
Resümee: Was sollten bitte all die schlechten Kritiken? Der ist doch wunderbar! Wo ist das Problem?
Historisch nicht authentisch genug? Das sollte uns bei dem Titel jetzt nicht unbedingt überraschen. (Wie wir wissen, wurden die Vampire niemals ausgerottet, sie sitzen bis heute in der Politik.)  Nein, ich fand das Ding angenehm pseudoplausibel. 
Die Reviews schreibe ich mal mal wieder einem gewissen allgemeinen Übersättigungseffekt zurück. Macht mal ne Genrepause, Leute. Wenn ich jeden Tag Bratwurst esse, kommt mir die auch zu den Ohren wieder raus.
Ich stelle fest: Hoch unterhaltsam, schön gefilmt, gute Actionszenen, die etwas blutiger hätten sein dürfen, originelle Story. Hat einen Platz in der Sammlung verdient.

Meine neue alte Uhr...




Es ist wohl auch dem Umstand geschuldet, dass ich mich in letzter Zeit sowohl als Autor als auch als Organisator von Lesungen so oft mit dem Steampunk Genre beschäftige. Jedenfalls habe ich schon einige Wochen mit dem Gedanken gespielt, mir eine Taschenuhr zuzulegen. Ein Vorhaben, das ich jetzt in die Tat umgesetzt habe. Kenner werden sofort bemerken, dass es sich nicht wirklich um ein kostspieliges Modell handelt, aber sie ist tatsächlich mechanisch - die erste Aufziehuhr meines Lebens - und mir gefällt besonders das offen liegende Uhrwerk. 
Natürlich hat die Anschaffung auch etwas mit einem anstehenden Ereignis zu tun, das ich als höchst bedeutsam bezeichnen würde und bei dem ich möglichst stilecht auftreten möchte. 
Sie wird meine Armbanduhr sicher nicht ersetzen, aber mich in Zukunft wohl stets zu passenden Anlässen begleiten.

Der Interviewcountdown zum BB E-Book Event 2014 - Heute: Marcus R. Gilman...



Markus hat Marcus R. Gilman, einem der beiden Autoren von "Steampunk kurz&geek" auf das Zahnrad...pardon, den Zahn gefühlt.
Markus wird man übrigens auch am Samstag beim Steampunk Event in Monheim treffen können!



Ich zitiere: 

H: Was ist das BB E-Book Event (für dich)? Warum nimmst du teil?
MRG: Das BB E-Book Event ist für mich persönlich eine Gelegenheit, das Werk anderer Autoren in einem verbindenden Kontext mitzubekommen. Das ist wahrscheinlich auch einer der Gründe, warum das BB E-Book Event 2014 organisiert wird; es ist so etwas wie eine Mini-Online-Buchmesse, die Autoren ganz unterschiedlicher Genres die Möglichkeit gibt, ihr Werk zu präsentieren.
Ich persönlich nehme Teil, wie gesagt, um mir die Arbeit anderer Autoren anzusehen und anzuhören, in passendem Ambiente und obendrein virtuell und um mein eigenes Buch vorzustellen.
H: Wie siehst du das Medium Ebook im Vergleich zum klassischen Papierbuch? Persönlich, Philosophisch aber auch kommerziell.
MRG: Es macht für mich relativ wenig Unterschied, ob ich ein E-Book per Kindle oder ein normales Buch lese. Bei Sachbücher, gerade Fachliteratur, bevorzuge ich (noch) reale Bücher, da ich da schneller bin, Dinge zu finden und mich über Lesezeichen zu orientieren als im Kindle.
Bei Romanen bevorzuge ich inzwischen den Kindle, einfach, weil er leicht und platzsparend ist und so viel drauf passt.
Philosophisch gesehen gibt es eigentlich nur eine klasse Buch, die ich nicht auf den Kindle packen würde: Folianten und Chroniken die im Original auf Pergament geschrieben wurden.
Was das Kommerzielle angeht: Ebooks sind natürlich ideal für Hobbyautoren, da man nur Zeit investieren muss und inzwischen kostenfrei selbst veröffentlichen kann. Man kann also an Verlagen vorbei, wenn man keinen findet oder die Konditionen nicht in Ordnung sind. Außerdem hebelt man so ganz wunderbar die Zuzahlungs-Aasgeier (ich will sie nicht als Verlage bezeichnen) aus.
H: Wie siehst du das Medium SL im Vergleich zur realen/normalen Welt? Was hältst du von den Kulissen in SL bei deiner Lesung?
MRG: Da ich ein Befürworter von Virtual Reality und deren breiter Nutzung bin, begeistert mich Second Life sehr. Es ist ein Medium, in dem man sich weltweit und unabhängig von Grenzen treffen kann. Außerdem ist SL nicht so abstrakt wie ein Chat Room in dem man seinen gegenüber nicht sieht. Die Möglichkeit, sehr personalisierte Avatare und phantastische Settings zu konstruieren und damit eine passende Atmosphäre für jede Gelegenheit zu schaffen, erhöht die Attraktivität von SL als Medium.
H: Was liest du auf den Ebook-Event? Bist du vor der Lesung aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?
MRG: Urban Haiku – Poetry for the Metroplex, eine Sammlung von Haikus mit modernen Themen (Leben in der Großstadt, Cyberspace, diverse Geek Themen). Alle Haikus sind auf Englisch verfasst, da fällt mir das Haiku schreiben einfach leichter.
Aufgeregt bin ich bis jetzt nicht, ich habe vor ca. einem Jahr eine Lesung für Kurz & Geek – Steampunk in SL gehalten und die lief sehr gut, also habe ich keinen Grund, etwas zu befürchten.

Montag, 21. April 2014

Neues zum Thema High Fidelity: Der erste Bericht eines Alpha-Nutzers...

...ist beim SLNewser online gegangen. Maddy Gynoid hat wie immer schnell reagiert und das Wesentliche in einem Posting bei Echt Virtuell zusammen gefasst. Interessantes Detail: Anscheinend kann der Client per Webcam die Mimik des Users erkennen und auf den Avatar übertragen. Würde ich als meine persönliche Mindestanforderung berzeichnen.

Heute gab es eine Actionszene...

...bei Inspector Barnaby -  jemand ist auf einem Rasentraktor durchs Bild gefahren. Barnaby ist eine dieser Krimireihen nach dem Muster: Nur keine Eile, der Verdächtige ist auf dem Fahrrad unterwegs...
Ich werf jetzt glaub ich mal wieder die Expendables in den DVD Player.

Interviewcountdown zum BB E-Book Event 2014 - Heute: Guido Seifert...



Auch heute hat Markus ein neues Interview gepostet. Diesmal mit dem Autor Guido Seifert, der bereits mehrmals Stories für das Nova Magazin abgeliefert hat. 



Ich zitiere:

- Was ist das BB E-Book Event (für dich)? Warum organisiert ihr das / warum nimmst du teil?
Mit der Organisation habe ich nun gar nichts zu tun – Thorsten Küper aka Kueperpunk Kohonen war so freundlich, mich als virtuellen Rhapsoden einzuladen. Ich befinde mich ein wenig in der Verlegenheit, gar nicht so recht etwas zum BB E-Book Event sagen zu können, denn ich bin schlicht ein Neuling im Second Life. Die Idee einer virtuellen Lesung finde ich aber reizvoll – lustigerweise habe ich als Science-Fiction-Autor recht häufig mit virtuellen Welten zu tun, während ich dagegen kaum Erfahrung mit *tatsächlich* existierenden virtuellen Welten habe. Mit meiner Lesung werde ich mein Versäumnis vielleicht ein wenig korrigieren können.
- Wie siehst du das Medium E-Book im Vergleich zum klassischen Papierbuch? Persönlich, philosophisch aber auch kommerziell.
Eine philosophische Position zum Medium E-Book habe ich nicht – und frage mich gerade, wie denn eine solche aussehen könnte . Eine kommerzielle Beurteilung traue ich mir nicht zu, da ich weder aktuelle  Wirtschaftsdaten noch Entwicklungslinien kenne. Persönlich aber schätze ich das E-Book immer mehr – aus ganz unterschiedlichen Gründen.
Da ist einmal das E-Book als Arbeitsmedium des Autors. Ich muss gestehen, dass ich ein beinahe schon besessener Material-Sammler bin – wissend, dass ich immer mehr Material herbeischaufeln werde, als ich nutzen könnte . Ich arbeite mit einer Anzahl von Datenbanken, eigentlich lokalen Wikis (der Software WikidPad, um noch genauer zu sein), und diese wollen gefüllt werden. In meiner Science&Fiction-Wiki beispielsweise sind zu den verschiedensten Themen und Gegenständen ganze Passagen aus den Romanen etlicher Science-Fiction-Autoren anzutreffen (dies weniger, um die geschätzten Herren und Damen zu beklauen, sondern eher, um mir Inspiration zu verschaffen und mir bewusst zu halten, wie’s die »Anderen« denn gemacht haben). Um diese Texte nun in den Computer zu bekommen, wäre der »klassische« Weg via Scanner und OCR zu aufwendig und nur in wenigen Fällen zu rechtfertigen – würde ich ausschließlich auf diese Methode angewiesen sein, bliebe es wohl bei Verweisen auf Buch und Seite, wobei ich den daraus sich ergebenden anderweitigen Nutzen, nämlich das Autoren-Gesäß des Öfteren aus dem Autoren-Sessel hieven zu müssen, gar nicht leugnen will. Das E-Book nun gestattet mir, die begehrten Passagen in Sekundenschnelle zu markieren und in eine Textdatei zu überführen, die flott auf dem PC geöffnet ist und datenbanktechnisch weiterverarbeitet werden kann. Wie gesagt – am Ende mehr Material, als zu bewältigen ist, aber die Augen des Datensammlers leuchten, was nicht das kleinste Glück ist.
Einen weiteren großen Vorteil bieten Ebook-Reader bei der Lektüre fremdsprachlicher Texte. Die ladbaren Wörterbücher sind nur einen Fingertipp entfernt, und wenn man die gewählte Fremdsprache nicht geradezu perfekt beherrscht, wird man auf diese komfortable und das flüssige Lesen kaum hemmende Methode kaum mehr verzichten wollen. In meinem Fall sind es in der Hauptsache englischsprachige Texte, die ich mir in dieser Weise recht bequem erschließe, mit der hübschen Nebenwirkung, dass die passive Sprachkompetenz peu à peu wächst. Die zum Teil ziemlich gräußlichen Übertragungen angloamerikanischer SF-Romane ins Deutsche lassen mich mehr und mehr auf die originalsprachlichen Texte zurückgreifen.
Was ich schließlich noch an Ebooks schätze, ist die frei wählbare Schriftgröße, welche die Reader bieten. Mir sind die Schrifttypen in Print-Büchern oftmals zu klein. Diese freie Formatierbarkeit hat allerdings auch einen Nachteil (der in Zukunft vielleicht behoben werden wird): Der Satzspiegel sieht oftmals arg zerhackt aus, da die Software -zumindest bei meinem Reader – die Worttrennung nicht beherrscht und aus diesem Grunde ab und an den Blocksatz aufgibt, wohl, um das Schriftbild nicht *noch* unansehnlicher zu machen.
Nun liebe ich durchaus auch schön gemachte Print-Bücher, mit festem Einband und – wichig! – Fadenheftung. Stelle ich mir aber einen sowohl großen als auch leichten Tablet-Reader mit gestochen scharfem, augenfreundlichen Farbdisplay vor, der mir die Initialen einer Luther-Bibel bunt ins Auge spielt oder die Seiten eines Mehrspaltenromans von Arno Schmidt perfekt reproduziert, könnte ich wohl auch zum Ketzer werden … zumal ich weder Staub noch Staubwischen mag (ich sage dies hinter vorgehaltener Hand, denn meine mehreren tausend Bücher in ihren Billy-Behausungen dürfen’s nicht hören).
- Wie siehst du das Medium SL im Vergleich zur realen/normalen Welt? Was hältst du von den Kulissen in SL bei deiner Lesung?
Wie gesagt – ich bin ein Frischling im SL, und die meine Lesung ausstaffierenden Kulissen kenne ich noch gar nicht. Augenblicklich sage ich mir eher Dinge wie: Vergiss nicht rauszukriegen, wie man einen Avatar sich setzen lässt – ich will nicht die ganze Zeit stehen!
- Was liest du auf den Ebook-Event? Bist du vor der Lesung aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?
Augenblicklich bin ich völlig gelassen. Wenn’s dann aber so weit ist, werde ich sicherlich Lampenfieber bekommen. Ich habe in meinem Leben erst zwei Lesungen abgehalten, eine im halböffentlichen und eine im privaten Rahmen. Ich bin also alles andere als ein Routinier in diesen Dingen, und ein wenig Herzklopfen wird mir wohl nicht erspart bleiben.
Lesen werde ich meine nicht ganz so kurze Kurzgeschichte »Die silberne Dose No 2«, die in der aktuellen Ausgabe des Science-Fiction-Magazins NOVA (Nr. 22) erschienen ist. Eine recht eigenwillige Form des Second Life wird hierin übrigens eine nicht kleine Rolle spielen.

Das große Steampunk Event in Monheim am kommenden Samstag und die Adresse...



Hier noch einmal die genaue Adresse der Bibliothek in Monheim:


Bildungs- und Kulturzentrum
Tempelhofer Straße 13
40789 Monheim am Rhein

Der Eintritt ist zwar frei, dennoch haben wir einiges zu bieten!

Sonntag, 20. April 2014

Der erste Mittelaltermarkt-Mokka der Saison...



...bei strahlendem Wetter oben in Hohensyburg. So lässt es sich leben...

Schau mir gerade "In Time" an..

Erstens: Verstehe die miesen Kritiken nicht. Ist doch sehr unterhaltsam.

Zweitens (und wesentlich beunruhigender): Das ist keine dystopische Zukunftsvision, sondern der Ist-Zustand! 
Wir alle bezahlen mit kostbarer Lebenszeit. Ich will gar nicht erst nachrechnen, wie viele Wochen allein für den PC draufgegangen sind, an dem ich diese Zeilen gerade schreibe. 

Ich denke übrigens, ich könnte eine Namensliste mit Politikern erstellen, denen das Konzept "Kann-den-Bus-nicht.mehr-bezahlen-fällt-tot-um" schon mal durch den Kopf gegangen ist. 

Wir sollten da dringend was ändern...

Es kommt: Das BB Pixelgrillen am Samstag, den 19. Juli 2014!



Es wird wieder Sommer und das glücklicherweise spürbar. Ganz klar, wir wollen die beste Zeit des Jahres auch in diesem Jahr wieder mit einem deftigen Pixelgrillen feiern. Es ist einfach Klasse, möglichst viele von Euch mal abseits von Monitor und virtueller Realität mitten in der Natur zu versammeln.
Blogger, Autoren, Künstler, SecondLifer und Mitleser sind herzlich willkommen. Lasst uns nur früh genug wissen, dass ihr dabei seid. 25 Grillgäste können wir stemmen! Ihr seid noch nie dabei gewesen? 
Kein Problem. Das ist die Idee dabei! Kontaktet uns einfach per Facebook oder Mail!
Und dann diskutieren, philosophieren und lamentieren wir gemeinsam bis der Grill kalt und der Kühlschrank leer ist. 
Ich habe übrigens nur für Euch etwas getan, dass ich sonst nie tun würde: Ich habe mir einen Fußball Spielplan angesehen. Würde ich normalerweise nicht mal mit der Kneifzange anfassen. Aber für Euch bin ich bereit, so weit zu gehen. Am 19.7 kommt uns keine WM in die Quere. Rudelgucken ist also keine Ausrede. Statt dessen wird dann bei uns Rudeldiskutiert. 

Interviewcountdown zum BB E-Book Event 2014 - Heute: Oliver Susami...



Für Oliver Susami wird es die erste Lesung im virtuellen Raum sein. Markus Gersting hat ihn dazu und zu seiner Faszination für paranormale Phänomene befragt.



Ich zitiere:

H: Was ist das BB E-Book Event (für dich)? Warum nimmst du teil?
OS: Für mich ist die Teilnahme an so einem Event eine völlig neue Erfahrung. Als mich Thorsten Küper vor einigen Wochen fragte, ob ich eine virtuelle Lesung in Second Life halten würde, da war meine erste Reaktion: „Hä? Second Life? Gibt es das noch?“ Meine zweite Reaktion war dann: „Okay, warum nicht? Könnte interessant werden“ Viel nachgedacht habe ich ehrlich gesagt nicht, bevor ich zugesagt habe.
H: Wie siehst du das Medium Ebook im Vergleich zum klassischen Papierbuch? Persönlich, Philosophisch aber auch kommerziell.
OS: Mein Hauptproblem mit dem Ebook ist, dass ich gerne in der Badewanne lese und dazu neige, beim Lesen etwas langatmiger Passagen in eine Art Halbschlaf zu verfallen. Meine Freundin macht sich Sorgen, dass ich irgendwann in der Badewanne ertrinke und ich kann ihr noch so oft erklären, dass dies schon aufgrund meiner Körperbaus (ich bin 1,88) fast nicht möglich ist.
Das Problem ist ein anderes: In meinen Halbschlafphasen kommt es zu einem langsamen Herabsinken des Buches bzw. des Readers in das Badewasser. Beim Buch ist das nur ärgerlich, beim Reader ist es scheiße.
Abseits dieses Problems: Ich denke, dass Ebooks das Papierbuch nicht ablösen werden, beide Medien haben eigene Qualitäten. Bei Büchern, die ich wirklich liebe, ist es mir wichtig, sie „greifbar“ im Regal stehen zu haben. Bücher allerdings, von denen ich weiß, dass ich sie nur einmal zur Unterhaltung lesen werde, lese ich eher in digitaler Form. Das spart Platz und Papier.
Und seien wir doch mal ehrlich: Die Werke, die den Ebook-Markt prägen, sind größtenteils trivale Unterhaltungsliteratur. Das muss man sich nicht ins Regal stellen und dafür müssen auch nicht unbedingt Ressourcen verbraucht werden.
H: Wie siehst du das Medium SL im Vergleich zur realen/normalen Welt? Was hältst du von den Kulissen in SL bei deiner Lesung?
OS: Wie gesagt: Ich wusste bis vor einigen Wochen nicht einmal, dass es Second Life noch gibt (sorry). Ich selbst war auch noch nie in Second Life unterwegs, kriegte nur diesen Hype vor einigen Jahren mit. Allerdings habe ich keine Vorbehalte gegenüber virtuellen Welten. Wer diese der realen Welt vorzieht – gerne, warum nicht.
Grundsätzlich denke ich, dass virtuelle Welten in den nächsten Jahrzehnten an Bedeutung gewinnen werden, ich kann mir sogar vorstellen, dass Menschen irgendwann komplett in virtuellen Welten leben werden, während ihre realen Körper von Pflegediensten betreut werden. Wurde garantiert schon von irgendwelchen Science Fiction-Autoren so beschrieben. Falls nicht: Hiermit reserviere ich dieses Thema für ein kommendes Buch!
H: Was liest du auf den Ebook-Event? Bist du vor der Lesung aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?
OS: Ja, ein bisschen aufgeregt bin ich schon. Aber ich schenke meiner Aufregung nicht zu viel Beachtung und lasse das einfach auf mich zukommen. Bei Vorträgen bin ich immer aufgeregt, aber wenn ich erst einmal angefangen habe, dann läuft es meist ganz gut.
Ich werde einen Abschnitt aus meinem letzten Buch „Vierter Stock Herbsthaus“ lesen. Außerdem vielleicht eine noch nicht veröffentlichte Kurzgeschichte, ich finde es immer schön, etwas „Ganzes“ lesen zu können. Aber das muss noch mit den Organisatoren abgeklärt werden.

Angrillen 2014...



Das Jahr 2014 verwöhnt uns bis dato in Sachen Sonnenschein. Hoffen wir mal, dass das gute Vorzeichen für den Sommer sind. 
Gestern haben wir zum ersten Mal in dieser Saison den Grill angefeuert.  Und traditionell entsteht dabei dann auch immer der Schnappschuss, den wir für unser Pixelgrillen-Plakat verwenden. Näheres dazu in kürzester Kürze!

Samstag, 19. April 2014

Interviewcountdown zum BB E-Book Event 2014 - Heute: Frank Sorge...



Markus Gersting hat mit Frank Sorge den möglicherweise dienstältesten Vortragskündtler und Autor neben Oliver Buslau interviewt. Ich bin übrigens sehr froh, dass Frank auch in diesem Interview auf seine Vorliebe für Döner hinweist. Wir haben da an Deinem Stand was für Dich vorbereitet Frank ;-)...



Ich zitiere: 

H: Was ist das BB E-Book Event (für dich)? Warum nimmst du teil?
FS: Das letzte E-Book Event ist mir in guter Erinnerung. Derzeit kann man außerdem gar nicht genug Werbung für E-Books machen, da sich das alles noch entwickelt.
H: Wie siehst du das Medium Ebook im Vergleich zum klassischen Papierbuch? Persönlich, Philosophisch aber auch kommerziell.
FS: Für meine RL-Lesungen benutze ich jetzt fast seit zwei Jahren einen Reader, vorher habe ich schwere Rucksäcke mit Ausdrucken herumgetragen. Vor allem ist es praktisch, für mich persönlich. Philosophisch ist es wohl egal, worauf die Buchstaben stehen, die konsequente Weiterentwicklung der Steintafel. Kommerziell muss man vielleicht die fragen, die wirklich viele E-Books verkaufen oder ganz darauf setzen. Meine bescheidenen Erfahrungen deuten eher daraufhin, dass es für den Autoren kaum einen Unterschied macht.
H: Wie siehst du das Medium SL im Vergleich zur realen/normalen Welt? Was hältst du von den Kulissen in SL bei deiner Lesung?
FS: Ich habe seit 2008 jedes Jahr Lesungen in SL gemacht und bin immer wieder erstaunt über die Wirkungskräfte der Immersion. Gerade die Kulissen, der Ort, die Avatare, die Sounds und der Chat machen die Live-Wirkung einer virtuellen Lesung aus, obwohl alle vor dem Computer sitzen. Ohne das kann man auch Videostreamen, was vergleichsweise langweilig ist.
H: Was liest du auf den Ebook-Event? Bist du vor der Lesung aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?
FS: Ich lese aus meinem neuen Buch “Degeneration Internet” – die Kurzgeschichten-Essenz meiner letzten zehn Jahre Alltagserfahrungen mit dem Internet. Der Titel klingt vielleicht ernster, als es ist, die Geschichten sind alle für lustige Abendveranstaltungen entstanden. Und wer schon auf einer SL-Lesung von mir war, hat sicher bemerkt, dass es eines meiner wichtigsten Themen ist (neben Döner).
Ganz ohne “Lampenfieber” geht es nicht, bei virtuellen Lesungen simuliere ich ein bisschen Aufregung z.B. damit, erst sehr spät alle Einstellungen auf meinem Computer vorzunehmen, damit ich in meinem Arbeitszimmer gleich in Live-Stimmung komme. Die meiste Aufregung entsteht bei mir in ungewohnten Situationen, und dazu gehören Lesungen in SL aber definitiv nicht mehr.

Aurora Borealis über Island...

Großartiger Timelapse Kurzfilm über das isländische Nordlicht gefilmt von Ozzo Photography mit genialem Soundtrack von John Standford. Anschauen bei Vimeo...

Freitag, 18. April 2014

Der Interviewcountdown zum BB E-Book Event 2014 - Heute: Oh! Ich?!?

Schnappschuß beim Interview

 Markus Gersting interviewt sie alle. Da kennt er keine Gnade. Auch mich. Das Gespräch wurde dann doch etwas länger. Ich kann einfach die Klappe nicht halten!


Ich zitiere: 

H: Erstmal vielen Dank, das zu dich interviewen lässt
KK: Ist mir ein Vergnügen und wir unterstützen die großartige Vorarbeit, die Du durch diese Serie leistest, sehr gern.
H: Danke, aber ohne Zauselinas und deine ganze Organisation gäbe es das ganze Event ja nicht. Was bedeutet dir (euch) das Event und warum organisiert ihr das?
KK: Wir haben das BB E-Book Event zum ersten Mal im letzten Jahr organisiert und das noch dazu sehr spontan und kurzfristig. Für uns ist es eine Möglichkeit, unsere Begeisterung für das Medium Buch und in diesem Fall für E-Books mit unserem Literaturprojekt zu etwas Neuem zu verbinden. In diesem Jahr wollen wir alles noch professioneller gestalten. Und so haben wir die Möglichkeit, möglichst viele Autoren und Verleger zusammen zu bringen und zu schauen, was sich daraus entwickelt.
H: ja es sind ja schon eine ganze Menge Autoren dabei. Ähnlich wie beim FDL, aber nicht in so kompakter Form.
KK: Das macht es “leichter verdaulich” und für uns auch nicht ganz so anstrengend, obwohl wir das FdL natürlich sehr mögen.
H: .. und die Autoren haben dann nicht ganz so die Qual der Wahl, eine halbe Stunde ist ja schnell vorbei – wenn man sein Herzensprojekt dem Publikum vorstellen möchte.
KK: Richtig, wir haben hierbei auch die Möglichket, noch etwas mit den Autoren zu sprechen. Das ist vor allem für die wichtig, die zum ersten Mal in SecondLife auftreten und vielleicht auch noch etwas skeptisch sind.
Wir können beim E-Book Event besser auf jeden einzelnen eigehen. Und: Im Laufe der vier Wochen hat man die Chance, ihnen persönlich noch einmal an ihrem Stand zu begegnen. Wir versuchen nach Möglichkeit Zeiten festzulegen, an denen man Autoren an ihrem Buchstand treffen kann.
H: Das hört sich gut an – wie bei Messen und Cons?
KK: Das ist die Idee, ja. Das hat eigentlich schon im letzten Jahr ganz gut funktioniert.
H: Du bist ja selbst (wie Zauselina) Autor und ich nutze mal die Gunst der Stunde: Wie entstehen deine Geschichten? Planst du die akribisch, oder entstehen die eher beim Schreiben?
KK: Ich fange ehrlich gesagt niemals an zu schreiben, bevor ich das Ende der Story kenne. Aber es stellt sich vielfach so dar, dass sich die Story im Verlaufe des Schreibens stark verändert. Das ist auch Sinn der Sache. Ich möchte nur vermeiden, dass mir nach einem guten Anfang die Puste ausgeht. So etwas ist sehr ärgerlich, wenn es passiert.
H: Passiert es dir das einer der Protagonisten sagt: Ne, das mach ich nicht! Denk dir was anderes aus?
KK: Ja, irgendwie schon, das kommt vor. Meine Protagonisten sind manchmal netter als ich es in bestimmten Situationen wäre. Meistens sind sie aber bösartiger.
H: Hehe, ja seit “Gregors Smartphone” bade ich mein Handy nicht mehr im Tee …
KK: hahaha, ja, die werde ich heute Abend noch mal lesen.
H: Ja, super – kannst du uns verraten wo?
KK: Man muss aber sagen, dass das eine Story ist, die ich nur für das Comedy Programm geschrieben habe. Äh das ist der Witz, ich muss mich teleportieren lassen. Ich habe den Namen vergessen.
H: Ups. Na sonst teleportiert du ja eher die Leute zur Lesung, da sollte das mal drin sein …
KK: ja, ich wurde diesmal eingeladen.
H: Wie siehst du eigentlich das Medium SL im Vergleich zur realen/normalen Welt in Punkto Lesungen? So aufwendige Kulissen wie in SL dürfte es bei einer Lesung in RL ja eher selten geben?
KK: Ich sehe gar keine so dramatischen Unterschiede. Das Autoren-will-ich-live-sehen-Gegenargument ist keines. Dann muss man auch Fernseher und Radio ausschalten und am besten gleich das Buch einmotten. Im Gegenteil: Wo könntest du schon mit einem Autor wie Thomas Thiemeyer oder Karl Olsberg von Angesicht zu Angesicht sprechen.
H: Und das noch ohne lange Reisen
KK: Ich würde das noch kurz weiter ausführen wollen ;-). Es ergibt aber neue Möglichkeiten, was die Lesungen selbst angeht: Szenische Lesungen mit mehreren räumlich getrennten Sprechern sind kein Problem mehr.
Jennifer B. Wind und ich lesen einen Dialog, obwohl sie in Wien sitzt und ich in Herne. Automatic Quandry alias Robert Keller spielt live in Oakland, während ich in Herne lese.
Das geht mit diesem Medium perfekt. Die Kulissen kommen noch hinzu, richtig.
H: ja die Lesungen waren wirklich beeindruckend. (Ich hoffe Jennifer B. Wind ist wieder fit)
KK: Es geht ihr wieder besser, ja. Schöne Grüße von hier aus!
H: Prima, die Lesung war wirklich hervorragend gelesen.
KK: Sie ist eine hervorragende Schauspielerin. Und anscheinend generell ein Multitalent. Sie bestätigt wieder einmal meine Faustregel: Man findet jede Menge interessante Leute in SecondLife und OpenSIms.
H: Das auf jeden Fall!
KK: Oder man holt sie rein.
H: Ja das ist schon beeindruckend, wie es dir gelingt immer neue Autoren nach SL zu holen – Ist das mit der Zeit einfacher geworden?
KK: Die ersten Autoren hat Zauselina in SL aufgespürt. Zu Hype Zeiten tummelten sich etwas mehr hier, weil sie ebenfalls die Idee hatten, dieses neue Medium zu nutzen. Aber wenn man nett fragt und ein wenig erklärt, was man hier macht, sind viele schnell interessiert.
Zauselina stellt mir gerade reizenderweise Kaffee und Kuchen vor die Nase! Ich hab es ziemlich gut.
Oliver Buslau und Frank Sorge waren meines Wissens nach so ziemlich die Ersten.
Und ja, es wird einfacher. Sie fragen teilweise schon von selbst nach. Das ist neu!
H: Grüße an Zauselina! – Wow , das ist bestimmt ein tooles Gefühl wenn die Arbeit mit den Brennenden Buchstaben solche Früchte trägt
KK: Meinst du den Kuchen oder die Freiwilligen. Ich grinse gerade.
H: beide ;)
KK: Jep.
Jedenfalls ist es nicht so, dass man das alles für eine Stammzuhörerschaft von zwei Personen macht, von denen man eine selbst ist.
 H: Ja die Lesungen sind immer gut besucht und werden immer öfter auch über SecondRadio ausgestrahlt. Wie siehst du eigentlich das Medium Ebook im Vergleich zum Klassischen Papierbuch? Persönlich, Philosophisch aber auch kommerziel.
KK: Ja,.es wäre auch schade, wenn alles NUR SecondLife ist. Ich sehe unser ganzes Projekt nicht nur auf den virtuellen Raum begrenzt.. Wir sind schon darauf spezialisiert, einfach weil solche Veranstaltungen leichter organisierbar sind. Aber nicht umsonst findet während dieses E-Book Events auch eine Realveranstaltung statt. Das Steampunk Event in Monheim am Samstag, den 26. April.
Viele lieben die Buchhaptik, ich an sich auch. Aber ich kann es nicht leugnen: Meine Lesegewohnheiten haben sich verändert- Ich lese nicht mehr so viel auf Papier, ich genieße es einfach mehr, selbst was auf die Beine zu stellen. Deswegen bin ich auch offener geworden. Hier im Regal liegt ein Kindle.
Und er wird benutzt. Was noch hinzu kommt:
Das E-Bookverändert die Literaturlandschaft komplett. Ab sofort kann jeder mitmischen. Egal ob begabt, oder weniger begabt. Das ist eine völlig neue Situation.
H: Ja es ist mittlerweile sehr einfach geworden ein Ebook herauszubringen – Was aber auch wiede rmehr Raum für kürzere Werke schaft oder?
KK: Ja. Ein schönes Beispiel: Im deutschsprachigen Raum ist die Science Fiction Kurzgeschichte vor kurzer Zeit für tot erklärt worden. Interessanterweise auch durch einige Autoren, die genau damit eingestiegen sind und diese Form früher propagiert haben. Durch das E-Book ändert sich das. Die großen bringen keine Sammlungen mehr raus. Haben sie schon seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr. Ah, die kleinen Verlage verlieren auch das Interesse? Egal, dann mache ich mein eigenes E-Book draus.
H: Ein spannendes Thema, das wahrscheinlich auch auf der Diskussions-Runde zum Thema Ebook zur Sprache kommen wird oder?
KK: Ja, davon gehe ich aus – aber da wird es natürllich auch um die virtuelle Welt gehen und was sich damit in Sachen Buch anfangen lässt.
H: Neben Lesungen sind da ja noch weitere Dinge möglich, wie z.b. BukToms Bibliothek, oder der Nachbau der in den Romanen geschilderten Welten.
KK: Stimmt, all das ist möglich.
H: Wobei ich dann doch lieber zum Lesen ein Buch oder einen Reader zur Hand nehme. Ein wirklicher Durchbruch wäre es da wohl wenn ich mir SL auf dem Tablett oder via Datenbrille mit auf das Sofa nehmen könnte.
KK: Das kommt ja vielleicht mit der Oculus Rift. Aber SecondLife mit aufs Sofa nehmen, ach, ich weiß nicht …
H: das ist vieleihct noch etwas Zukunftsmusik – aber es sind schon andere Dinge wahr geworden …
KK: ich tu nur so vernünftig. Her mit der Hardware !!!!
H: hehe – ich würde da auch nicht nein sagen. Auch wenn du dieses Mal (glaube ich) nicht selbst auf dem BB liest – Bist du (als Host) vor den Lesungen aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?
KK: Also den Tag über nicht, aber in den letzten Minuten werde ich kribbelig. Dann bin ich auch ziemlich giftig. Frag mal Zause. Soll halt alles funktionieren. Und dann gibt es Veranstaltungen, da bin ich mir nicht sicher, ob das alles so funktioniert. Da bin ich unter Umständen auch vorher schon mal unruhig.
H: … ah doch auf den Steampunk Event, oder?
KK: Rl ist das natürlich stärker. Da muss ich den Leuten ja ins Gesicht sehen, wenn alles schief läuft.
Das Steampunk Event ist natürlich schon noch etwas anderes. Die größte Sorge ist immer die, ob wir den Autoren ein Publikum bieten können. Versprecher machen mir da keine Angst.
Etwas tröstlich war da das Posting eines bekannten Autors vor wenigen Tagen bei Facebook. Obwohl bekannt, trotz großem Verlag fanden sich bei seiner Lesung unter 10 Zuhörer ein. Das ist deprimierend.
Ich selbst habe mittlerweile zweimal Lesungen mit Null Publikum erlebt. Allerdings im RL. Einmal auf einer Jedi Convention (denen geht Literatur am Arsch vorbei solange nicht Han Solo auf dem Cover ist) und dann im letzten Juni bei der Nova Jubiläumslesung in Wuppertal.
H: Na geht einem dann schon nahe … bisher hatte ich bei meinen Lesungen immer Glück das doch eine ganze Menge Leute da waren, aber wie Bernhard sagte, das ist dann die dunkle Seite der Medallie
KK: Es kann immer mal passieren. Muss man mit leben.
H: Aber wenn Leute da sind und dann noch interessierte Fragen stellen – ist das ein tolles Gefühl. In SL können die Fragen/Anmerkungen ja sofort in das Chat-Fenster getippt werden – so hat man die auf jeden Fall nicht vergessen bis es Zeit für die Fragen ist.
KK: Absolut, das ist Klasse. SL hat eine Metaebene, auf der die Zuhörer schon während der Lesung diskutieren können, ohne den Autor zu stören. Bernhard Giersche hat das , glaube ich, schon erwähnt.
H: Hast du noch etwas was dir beim/zum BB Ebook Event noch besonders wichtig ist?
KK: Viele neue interessierte Gäste anzulocken.
Und ich hoffem dass bei den Lesungen und Diskussionen neue Ideen entstehen und sich neue Zusammenarbeiten ergeben.
H: Das ist doch fast schon ein gutes Schlusswort: neue Gäste und neue Zusammenarbeiten.
KK: Sehe ich genau so.
H: Ich bedanke mir herzlich das du dich von mir hast interviewen lassen
KK: Und wir möchten uns noch einmal herzlich für diesen großartigen Interviewcountdown bedanken, der eine wunderbare und wie wir finden auch professionelle Einleitung in das BB E-Book Event 2014 darstellt. Vielen Dank, Markus, wir und auch die Autoren finden das toll!
H: Gerne – ich lerne dabei auch viel und viele neue und interessante Kollegen kennen
KK: Das ist ja auch die Idee dabei.