Freitag, 24. Mai 2013

#Cyberleiber - Spontane Idee...

Am Dienstag hatte ich im Blog der Ruhrbarone etwas über die „Cyberleiber“ gelesen und einen näheren Blick auf das Blog zum Event geworfen. Der hatte mich dann zu einem doch recht persönlichen Statement über meine Ansichten zum Theater, aber auch mein Interesse an der Sache veranlasst.
Kurze Erinnerung: Bei den Cyberleibern widmen sich die Dortmunder Theaterleute dem riesigen Themenkomplex Digitale Gesellschaft/Transhumanismus man könnte auch Futurismus. Die Nähe zur Science Fiction ist offensichtlich und ich hab es mir nicht verkniffen, darauf hinzuweisen, dass es doch auch Sinn machen würde, Science Fiction Konsumenten aber auch Autoren mit ins Boot zu holen.
Außerdem habe ich die große Klischeekeule raus geholt und damit ein bisschen nach einer Kultursparte gehauen, die mich zwar fasziniert, mit der ich aber andererseits nie richtig warm geworden bin. Ja okay, ich habe kräftig gestichelt. Hat aber Spaß gemacht. 
Eine Antwort auf mein Posting – und auch auf die Frage, ob meine Bloggerei überhaupt jemanden erreicht – erhielt ich wenig später in Form einer E-Mail. Ihr Absender: Der Kurator – oder einer der, man möge mich korrigieren - der „Cyberleiber“.
Glücklicherweise hat der Mann Humor und mich gefragt, wie man mit der Science Fiction Szene in Kontakt kommen könnte.
Da ich sowieso vorhabe, die Cyberleiber zu besuchen, würde ich die Sache gern etwas konkretisieren. Einen Termin, den ich ursprünglich für den 8.Juni angenommen habe, werde ich aus anderen Gründen nicht wahrnehmen können. Deswegen würde ich mir an dem Tag gern die „Welt am Draht“ Inszenierung im Theater Dortmund ansehen und natürlich auch das – kostenlose – Rahmenprogramm, das zusätzlich geboten wird.
Zur Erinnerung – Genrefans wissen meistens bescheid – „Welt am Draht“ basiert auf dem 1964 erschienen Romand Simulacron-3 von Daniel F. Galouye, der 1973 von Rainer Werner Fassbinder als Fernsehfilm inszeniert wurde. Genau wie in Matrix stellt sich für die Akteure in „Welt am Draht“ heraus, dass ihre Wirklichkeit nichts weiter als eine Simulation in einem Computer ist, aus der zu fliehen nur wenigen gelingt. Roland Emmerich nahm sich des Stoffs übrigens auch in „13th Floor" an.
Wer hätte Lust sich am Samstag, den 8.Juni vor dem Theater in Dortmund zu treffen, sich mal umzuschauen und  „Welt am Draht“ anzusehen? Ich denke an Blogger, SecondLifer, SF-Fans, eben alle, sie mit dem Thema was anfangen können.
Es wird natürlich noch viel mehr geboten, nicht dass wir uns da falsch verstehen, aber da sich hier ja gerade so viele Cyberpunks und auch Avatarfolk tummelt,  fühlt sich der eine oder die andere doch vielleicht besonders davon angesprochen.  
Der Preis für zwei Theatervorstellungen beträgt pro Person 14 Euro, wie ich dem Programm entnehme. Klingt erschwinglich.
Lasst von euch hören.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Frühe mechanische Roboter...

Darunter der robotische Mönch  aus den 1560er Jahren. Er funktioniert übrigens nach wie vor. Die umfangreiche Serie mit Bildern und Videos über die frühen mechanischen Puppen und Automaten drüben bei io9.com....

Mittwoch, 22. Mai 2013

Ripley erinnert mich an meine Mutter...

Die würde auch die Katze retten, egal, was für Viecher in dunklen Korridoren rumschleichen. Mit dem einen Unterschied, dass sie dem Alien persönlich in den Arsch treten würde, wenn es versucht, die Katze zu fressen. Das Ding wäre innerhalb von 20 Sekunden Weltraumsondermüll...

Wo ich gerade die Chest Burster Szene in Alien sehe, wird mir klar, ich hätte heute doch Nudeln kochen sollen...

Die Spinatravioli waren einfach nicht das Wahre. Die Szene ist übrigens faszinierend, wenn man dabei gleichzeitig "Sultans of Swing" von den  Dire Straits hört. (Ich lausche gerade SecondRadio, sonst habe ich für die Straits nicht viel übrig). Ich glaube, ich hole mir jetzt zum Knabbern bei Alien Party Gambas aus dem Kühlschrank. Die haben so was Xenomorphes...

Dienstag, 21. Mai 2013

BukToms Bericht über die Steve Hogan Lesung drüben bei Deutsche-Science-Fiction.de...

Theater goes Cyberpunk - #Cyberleiber


Wirklich umgehen konnte das große Theater mit der Popkultur ja noch nie – (wenn sie es versuchen, kommen dabei nur Musicals heraus, die von Jahr zu Jahr  lächerlicher werden. Wann muss ich mit einem steppenden Rambo rechnen?)  -  und über Science Fiction rümpft die selbsternannte Kulturelite traditionell pflichtbewusst die Nase.
Theater, das ist für mich, ich muss gestehen, wild gestikulierende kreischende nackte Frauen, die im Kreis rennen  und irgendein androgyner Dickwanst im Pelzmantel singt dazu eine Arie, in der er gezielt jeden richtigen Ton vermeidet. Später zeigt sich das 2 Stunden vom Ensemble drangsalierte Publikum nach einem Applaus -  der nichts weiter als ein Ausdruck der Erleichterung ist – mit dem erlösten Gesichtsausdruck gerade befreiter Geiseln im Foyer. Dort möchte man am liebsten mit der Eintrittskarte winken und am besten noch ein großes Banner hochhalten auf dem „Ja, wir interessieren uns für Kultur!“ steht und „Bitte beachten sie mein Abendkleid.“
Irgendjemand faselt was von fabelhafter Inszenierung, obwohl niemand begriffen hat, worum es eigentlich ging und ob die Frau, die auf der Atombombe masturbiert hat, Mutter Courage, Gretchen oder eine pornografische weibliche Variation von Godot war.
Der Regisseur bringt das pomadisierte nur auf der linken Flanke lange Haar mit einem eitlen Ruck des hageren Schädels zurück in Form, rückt die Hornbrille zurecht und erklärt: „Das ist eine faszinierende Frage, die sie nur für sich selbst beantworten können.“
Ich denke, er weiß es selbst nicht.
Ja, ich muss es zugeben. Theater ist nicht richtig meins. Eigentlich gar nicht. Wobei es natürlich auch Ausnahmen geben könnte, aber sie sind selten.
Jetzt geschieht etwas Unerwartetes:
Am Theater Dortmund greift man den großen Themenkomplex Digitale Gesellschaft und Transhumanismus auf, denn auf der großen Bühne dürfen wir ab Donnerstag, dem 6. Juni die „Cyberleiber“ erleben.
Kurz gesagt: Das Theater Dortmund goes Cyberpunk. Irgendwie.
Ja ja, er wollte mir bereits über die Lippen kommen, einer meiner liebsten Sätze: Warum fragen sie nicht einfach jemanden, der sich damit auskennt? Doch das haben sie getan.
Der Chaostreff Dortmund wird für vier Tage das Rangfoyer des Theaters besetzen.
Und sie haben ein Blog! Sogar eines, das aktualisiert wird. Dort findet man noch wesentlich mehr Informationen über die beteiligten Künstler.
Das Programm kündigt Installationen, Performances, Diskussionsrunden und – da horchen wir auf – eine Bühnenversion von Fassbinders  „Welt am Draht“ an. Letztere scheint mir  mindestens einen Besuch des Festivals wert. Als gebranntes Kind bin ich natürlich nur zögerlich enthusiastisch, aber selbstverständlich völlig offen für neue Erfahrungen.
Den Terminus Cyber spricht man im offiziellen Programm gern und häufig, von Cyberpunk scheint man allerdings noch nie etwas gehört zu haben.
Ganz klar, da hätte ich mir schon – man verzeihe mir in diesem Kontext die Metapher – ein Interface zur aktuellen, räumlich benachbarten Science Fiction Szene gewünscht, denn im Ruhrpott verstehen wir was von Cyberpunk.
Ein wenig Schmunzeln musste ich natürlich auch.
 Theater im Cyberspace, das habe ich selbst schon 2009 gemacht, als ich meine Story „Project 38“ in SecondLife auf die Bühne gebracht habe. Ich bin meiner Zeit also mal wieder weit voraus.
Trotzdem: Ich denke, ich werde den Cyberleibern mindestens einen Besuch abstatten, natürlich in der Hoffnung, endlich so etwas wie eine deutsche Antwort aufs holländische Gogbot vorzufinden, das ich seit 2008 kein einziges Mal verpasst habe.
Mein Interesse ist jedenfalls geweckt.

Dass ich gerade den Router neu starten musste...

...macht mich dann doch etwas nachdenklich. Das war gefühlt das letzte Mal vor mehr als einem halben Jahrzehnt nötig...

Neuer Snippet aus dem kommenden Jordan Reyne Album "Annihilation Sequence": The Wall

Montag, 20. Mai 2013

Die kommenden RL und SL Events...

In den nächsten Wochen wir so einiges an Veranstaltungen über die Bühne gehen. Und es sind viele interessante Namen dabei:




Am 1. Juni liest Bernhard Giersche aus "Das letzte Sandkorn", seinem im Begedia Verlag erscheinenden Roman über einen Weltuntergang der anderen Art. Samstag, 1.Juni ab 20 Uhr am Kafé KrümelKram...
Wir übertragen außerdem live per Stream. Die URL geben wir noch bekannt. 


Am Samstag, den 8. Juni trete ich live auf den RezDays im echten Berlin auf. Genauere Informationen und Programmplan auf der RezDays Website...



Am Freitag den 14. Juni lese ich gemeinsam mit Sven Klöpping und Uwe Post im Antiquariat Hösterey in Wuppertal bei der Nova Jubiläumslesung. Beginn 19 Uhr (Man möge mich korrigieren!)


Am Sonntag, den 16. Juni ist Frank Haubold ab 20 Uhr unser Gast in Barloks Himmelsloft in SecondLife. Er wird unter anderem aus "Götterdämmerung - Die Gänse des Kapitols" lesen. Ich bin wirklich begeistert, dass wir ihn für eine Lesung im Metaversum gewinnen konnten und freue mich schon jetzt auf die Veranstaltung. Die SLURL geben wir noch bekannt, im Augenblick wird dort noch gebastelt. 


Am Samstag, den 22.Juni gibt es Krimiautorin Heidi Hensges und meine Wenigkeit im Kombipaket. Wir treten live in SecondLife Stuttgart auf. Ab 20 Uhr am Marienplatz  SLURL: http://slurl.com/secondlife/Stuttgart%20City/195/45/22

Sonntag, 19. Mai 2013

Noch ein Bericht über die Lesung mit Steve Hogan...


Bild Oli Pennell

Oli Pennell berichtet in seinem Blog über den Abend im Kafé KrümelKram. Danke Oli, schöner Bericht.

Es wird interessant: Oculus Rift läuft bereits mit SecondLife...

Wie Jo Yardley berichtet, kann die 3D Brille bereits jetzt mit SecondLife verwendet werden. Oculus Rift könnte die Killer App für Lindenlabs Cyberspace werden.
Usern bietet sie eine völlig neue Zugangsdimension ins Metaversum. Ich bin aber skeptisch, ob dieser neue - alte - Weg der Visualisierung das Imageproblem von SecondLife lösen kann.
 Klar, ich fände es ziemlich faszinierend, unsere Events demnächst mit einer Oculus Rift Brille zu erleben. Wobei ich nicht ganz auschließen würde, dass dieses System die grafischen Grenzen eher noch mehr hervorhebt als sie zu erweitern. Stehe jedoch jederzeit für einen Test zur Verfügung. 

Samstag, 18. Mai 2013

Steve Hogans Lesung aus der Steampunk-Saga...


Der Eingan zum kleinen Kafé.

Steve Hogans Avatar in der Bildmitte.

Kaffee ist ja so wichtig!

Zufriedene Gäste.
Danke Steve, für deine Lesung. Gut getimeter Cliffhanger, der uns alle sehr neugierig gemacht hat.  Wer nicht da war, hat eindeutig was verpasst. Ich kann übrigens kaum erwarten, eine SecondLife Version von Tinker-Kates Dampf-Kutter zu sehen.

Zwei Berichte von der Lesung:


Schwarzweiß-Bilder aus der Luft- und Raumfahrtgeschichte...

...hat Brainpickings im Public Domain Archiv der NASA entdeckt. Sehenswert!

Heute Abend ab 20 Uhr: Steampunk Lesung mit Steve Hogan


Wir haben da mal was vorbereitet.


Steve liest aus seiner "Steampunk Saga" um die Heldin Tinker-Kate. Ab 20 Uhr im kleinen Kafé KrümelKram. 
Wie man am Bild oben erkennen kann, treffen bereits die ersten Gäste  per Luftschiff und Unterseeboot ein.