Sonntag, 19. November 2017

Verflucht großes Schiff - aber zu wem gehört es?

Am Himmel über dem Kreativdorf hängt momentan die Westernstadt für die Lesung aus Alex Jahnkes Anthologie "Reiten wir". Aber nicht nur die. Barlok baut gerade am vermutlich größten Raumschiff, das wir jemals als Kulisse für eine Lesung verwendet haben. 
Die Frage ist nur: Welcher Schriftsteller braucht so einen Schiffsgiganten als würdigen Rahmen für seine Lesung?
Wer kann das nur sein?

Als Größenvergleich habe ich meinen Avatar mit einer Sprechblase markiert.


Welcher Autor braucht so einen gewaltigen Pott?

Das ist der Hangar im Schiff!!

Kolossale Triebwerke. Noch mal mein Avatar als Größenvergleich.

Samstag, 18. November 2017

Bernhard Giersches Lesung am Mittwoch...

In der Lippstädter Lokalzeitung "Der Patriot" - nein, die hießen schon immer so - ist ein Artikel über Bernhards Lesung erschienen, den man mittlerweile auch als Nichtabonnent online lesen kann. 

Mach eine Tournee draus, Bernhard!

3. Dezember: "Reiten wir" - Erste Previews aufs Bühnenbild...




Wie jede ordentliche Westernstadt hat auch diese die traditionelle Karl May Bibliothek. Diese hier hat BukTom zur Pegasus Filiale ausgebaut.




Alex Jahnke hat ein literarisches Experiment gewagt. Er hat eine ganze Bande von Fantastikautoren um sich geschart, um sie Kurzgeschichten in der Tradition von Karl May verfassen zu lassen. Die Anthologie "Reiten wir" ist in der Edition Roter Drache erschienen.
Natürlich begeistert dieses Konzept Weltenbastler wie Barlok Barbosa und mich.  Es lag also nahe, daraus eine virtuelle Lesung zu machen. Wir verraten euch nicht wo, aber die passende Westernstadt steht bereits. Wir haben allerdings moch einige Ideen mehr für die große Show am 3. Dezember.
Für euch lesen gemeinsam, szenisch und mehrstimmig: Anja Bagus, Alex Jahnke, Sabine Schäfers und auch der Kueperpunk.
Es geht los, am Sonntag, den 3. Dezember ab 20 Uhr. 
Die SLURL folgt...

Freitag, 17. November 2017

Michael Iwoleit über "Confinement"...

"Confinement" war eines meiner Lieblingsprojekte in diesem Jahr. Mit Sicherheit zugleich auch das aufwändigste. Michael steuerte den Soundtrack zu unserem Machinima bei, bei dem sowohl Musik, Text als auch die Filmaufnahmen live entstanden sind. n. 
Jetzt hat Michael auf seinem Blog einen Rückblick gepostet. 
Ich zitiere einen Abschnitt: 

"Confinement was kind of a live staged science fiction machinima movie, utilizing the Second Life infrastructure and being live-streamed to Youtube, and as such an extraordinary feat of planing and coordination especially by Thorsten and by virtual cmeraman Seraph Nirvana. The whole setting was created by master builder Barlok Barbosa and my task was to contribute a continuous sound background, which I think I managed quite well. A recording of the complete event can be watched here."


Wer "Confinement" noch nicht gesehen hat, kann das unten nachholen: 



Michael Iwoleit im Interview mit dem Fantasyguide...

Dabei ist dank Ralfs hervorragender Fragen ein ziemlich umfangreicher Dialog entstanden. Zitieren möchte ich hier gern Michaels Äußerungen über virtuelle Welten und Second Life:

Die interessanteste Second-Life-Veranstaltung, an der ich bisher teilgenommen habe, war Confinement, eine Art live inszenierter SF-Film auf Grundlage einer Story von Thorsten Küper, zu dem ich den Background-Sound beigesteuert habe. In Zukunft werden die Möglichkeiten für solche Fusionen von Literatur, Musik, Film und Virtual Reality nur wachsen, und ich werde mich gern an weiteren Veranstaltungen dieser Art beteiligen oder selbst welche konzipieren, auch wenn literarische Texte für mich immer einen Wert in sich haben werden.
Science Fiction bietet sich für multimediale Ausarbeitungen aller Art an. Literatur wird aber immer, wie erfolgreich Filme auch sein mögen, das Ausgangs- und Bezugsmedium der SF bleiben.

Fantasyguide: Woran mag es liegen, dass sich so wenig SF-Fans zu den Lesungen und Events im Second Life einfinden, obwohl jede Menge Autorinnen und Autoren dort mit großartigen Leistungen präsent sind?

Michael K. Iwoleit Das ist eine Frage, die Thorsten Küper, der mich und viele andere für Second Life interessiert hat, schon seit Jahren stellt. Sicher spielt eine Rolle, daß Zuschauer neue Software installieren und sich mit dem Interface beschäftigen müssen. Das erfordert eine gewisse eigene Aktivierungsleistung vom Zuhörer, und diese Mühe ist den meisten SF-Lesern eine literarische Veranstaltung nicht wert. Auch auf Autorenseite stoßen wir mitunter auf einen erstaunlichen Widerwillen gegen Kulturveranstaltungen in virtuelle Welten. Da gibt es Leute, die über Cyberpunk und Virtual Reality schreiben, sich selbst aber auf keinen Fall eigenen Erfahrungen in virtuellen Welten aussetzen wollen. Eine merkwürdige Einstellung, wie ich finde. 

Donnerstag, 16. November 2017

Bernhard Giersches Livelesung in Lippstadt...

Obwohl du das nicht magst, bleibe ich dabei: Du siehst nicht scheiße aus!! Aber du bist ne coole Sau.


Gestern hat Bernhard Giersche im Kunstatelier Udo Tschorn aus seinem Buch "Kampf dem Karl" gelesen.  Für ihn eins seiner vermutlich wichtigsten Projekte, von ihm selbst als würdiger Abschluß seiner Karriere als Schriftsteller bezeichnet. Was das angeht, Bernhard, erlaube mir die Anmerkung, dass da doch noch zwei mögliche Bücher in der Schwebe sind. Davon abgesehen, denke ich, das deine bisher erschienen Werke für dich arbeiten und deine Karriere so oder so nicht vorbei ist. Diese Bücher fangen gerade erst an, ihre Leser zu finden. 
Es hat mich wahnsinnig gefreut, dass der Abend planmäßig stattfinden konnte.  
Karl, das Karzinom hatte schwere Geschütze aufgefahren, um Bernhard an seinem Auftritt zu hindern. Davon hat der sich aber nicht beeindrucken lassen. Wieder einmal hat Herr Giersche uns gezeigt, was es bedeutet, Arsch in der Hose zu haben. Statt wenigstens in bequemer Position aus dem Stuhl heraus zu lesen, ist Bernhard aufgestanden und zur Rampensau mutiert. Wir wissen ja spätestens, wozu er  in der Lage ist, seit er bei der denkwürdigen Steampunklesung in Soest einen preußischen Offizier aus der zweiten Bagus Trilogie gelesen hat.
Im Verlauf einer Stunde lieferte Bernhard eine nüchterne und schonungslose Bestandsaufnahme seiner Situation ab. Teilweise frei vorgertragen mit Herz und Schnauze, dabei  gelegentlich die Grenze zur Stand Up Comedy überschreitend, aber  ohne in Klamauk abzugleiten. Authentizität, die vom Publikum honoriert wurde. Sogar mit einer Standing Ovation.
Ich habe es als große Ehre empfunden, meinen Freund gestern Abend unterstützen zu dürfen. Die ursprüngliche Idee war, dass ich nur dann einspringe, falls Bernhard eine Pause braucht. Aus Plan B wurde aber ein Plan A, als er mich bat, drei Ausschnitte aus seiner Kolumne für die Lippstädter Tageszeitung "Patriot" zu lesen.  Ich kann nicht sagen, dass es mir Spaß gemacht hat wie bei unseren vorherigen gemeinsamen Lesungen in der guten alten Zeit,  bevor sich der Romanschurke Karl in eine echte Bedrohung in Bernhards Körper verwandelt hat. Dazu ist mir zu bewusst, was gerade geschieht. 
Aber es war toll für mich, Bernhard, Aber es war toll für mich, Bernhard, das gemeinsam mit dir durchzuziehen. Und wann immer deine Rekonvaleszenz - mit der ich fest rechne - beginnt, stehe ich bereit für die große Tournee! Die Westfalenhalle könntest du auch vollkriegen.


Dienstag, 14. November 2017

Reaktionen zum Comedyprogramm vom Freitag...


Bild: Uwe Taechl

Am letzten Samstag hatte ich das Vergnügen große Teile meines neuen Comedyprogramms in Joeys Cafe zu lesen. Dabei habe ich zum ersten Mal meinen Hauptberuf zum Thema gemacht. Ganz genau, es geht um Schule. Die Zuhörer vom Samstag kennen jetzt unter anderem die wichtigste Regel für Eltern für Klassenfahrten. 
Was auch immer geschieht: Fluffy geht es gut!

Ich zitiere Freddy Malhouny: 

Dank Herrn Thorsten Küper habe ich heute das erstemal seit langem (Jahrzehnten) die Schulbank wieder gedrückt und Tränen dabei gelacht. Danke dafür 

Bilder und Berichte gibt es bei...





Montag, 13. November 2017

Samstag, 18. November: Torben Asp live im Kreativdorf...




Torben wird am Samstag ab 20 Uhr live im Kreativdorf spielen. Die SLURL geben wir noch bekannt.

Sonntag, 12. November 2017

Frederic Brake über Bernhard Giersches Lesung vom letzten Sonntag...

Noch immer gibt es Rückmeldungen zu Bernhards Lesung am letzten Sonntag. Ich zitiere Frederic Brake der den Text unten vor wenigen Minuten bei Facebook gepostet hat: 

"Selten hat mich eine Lesung emotional so angefasst, wie die Lesung von Bernhard Giersche am 05.11.2017. Das lag weniger am Thema - dazu schreibt Bernhard zu intensiv und in ungeheuer Respekt abverlangenden Weise täglich darüber - sondern an zwei Dingen. Zum einen fielen mir einige Episoden aus der Vergangenheit ein, die mit dem Vorleserischen Bernhards verknüpft sind. Zum anderen komme ich später. Bereits zu Beginn der Lesung erinnerte ich mich daran, als Bernhard Ben E. Black, D.J. Franzen und mich - wir arbeiteten damals gemeinsam an der Armageddon-Serie- um feedback zu seiner Art Vorzulesen gefragt hatte. Das war lange vor Karl, dem Roman und noch länger vor Karl, dem Karzinom.Ich zog unwillkürlich den Vergleich zu den späteren Lesungen Bernhards und den Gelegenheiten, wenn wir zusammen auf der virtuellen Bühne gestanden hatte. Welch großes schauspielrische Talent sich im Laufe der Zeit entwickelt hatte und welches Vergnügen es gemacht hatte, ihm zuzuhören oder mit ihm schauzuspielen. Und ich hörte bewegt und mit Bewunderung, mit welcher Kraft Bernhard am 05.11. las, obwohl Karl, das Karzinom, ihn schwer beutelt. Das hat mich sehr berührt, ebenso Bernhards Offenheit und Bereitschaft, die Tabus Krebs und Sterben zu brechen. Das Thorsten Küper ebenfalls vorlas, machte es emotional nicht besser. Ich kann mir vorstellen, wie viel Beherrschung das Thorsten gekostet haben mag. Das ich nicht alleine mit meinen durchgequirlten Emotionen war, zeigte zum einen der Chat, der mitlief, zum anderen Buk-Toms kurze, dafür aber sehr gefühlsintensive Wortmeldung. Auch das Bühnenbild - das Photo machte ich kurz nach der Lesung - entstand auf Bernhards Wunsch. Und es zeigt viel von seiner Geisteshaltung. Der allgegenwärtige Tod, den er trotz allem mit Humor betrachtet, den Krebs, den er ernst nimmt, aber dem er sich nicht beugen will. Ich kann mir gut vorstellen, dass Bernhard dem Gevatter, wenn es denn einmal so weit ist, den Arm um die Schulter legt, die Sense aus der Hand nimmt und ihm zuraunt: Alter, du brauchst mal Urlaub. Du siehst ziemlich fertig aus. Oder so ähnlich. Und es zeigt, dass Bernhard sich keinen Illusionen hingibt, war sein Avatar doch im Rollstuhl. Die Krebse zwickten übrigens, wenn man auf sie trat. Bernhard kämpft gegen Karl, mit allen Fasern seines Körpers, weiß aber auch, dass die Siegeschancen ziemlich mager sind. Trotzdem macht er sich öffentlich nackig, schreibt weiter Facebookeinträge und Zeitungskolumnen. Weil er seinem Kampf Sinn geben will. Und das tut er, manchmal mit schmerzhafter Intensität, niemals aber seicht und immer emotional berührend. Was mich zum Zweiten bringt, dass mich emotional ziemlich gepackt hat. Und wenn Bernhard nicht selber genau das thematisieren würde, würde ich hier nicht darüber schreiben. Die Rede ist davon, und das Verstehen traf mich nach der Verabschiedung, dass ich Bernhard möglicherweise zum letzten Mal live gehört habe. Wahrlich, ein Abend, der lange im Gedächtnis bleiben wird."

Die Aufzeichnung der virtuellen Lesung ist bei Youtube mittlerweile mehr als 1200mal aufgerufen worden. Der Realmitschnitt in Bernhards Wohnzimmer immerhin rund 350 mal.