Dienstag, 15. April 2014

Ein Steampunk Luftschlachtschiff...

...aus Lego von Eric Bruon. Anschauen bei den Brothers Brick...

Wenn ich Aufforderungen zur bewussten Ernährung lese oder höre...

...wundert mich stets, dass mich nie jemand zum bewussten Arbeiten gehen auffordert. Seltsam, oder?
Fangen wir doch lieber mal mit dem Problemkomplex an...

Bei mir waren es heute übrigens ganz bewusst zwei Leberkäs mit Spiegelei. Liegen nur dann schwer im Magen, wenn man nicht mit Single Malt nachspült.

Der Interviewcountdown zum BB E-Book Event 2014 - Heute: Michael Meisheit...



 Markus Gersting hat diesmal den Schriftsteller und Drehbuchautor Michael Meisheit interviewt. Michael ist tatsächlich einer der Drehbuchautoren der Lindenstrasse. Bei uns tritt er allerdings mit seiner E-Book-Serie "Im falschen Film" auf. 


Ich zitiere: 

H: Was ist das BB E-Book Event (für dich)? Warum nimmst du teil?
MM: Das Event ist für mich zweierlei: Eine wunderbare, sehr bequeme (weil vom heimischen Computer aus) und einzigartige Möglichkeit, mit Lesern in Kontakt zu treten und mein Werk zu präsentieren. Es ist aber auch schon etwas Nostalgie dabei. Denn bei dem BB eBook Event im letzten Jahr habe ich meine erste Lesung überhaupt absolviert. Das wird diesen immer zu etwas Besonderem machen. Damals war die Idee einer Lesung im Second Life für mich neu. Aber ich war auf Anhieb so angetan davon, dass ich mich mittlerweile fast als Stammgast für Lesungen bezeichnen würde.
H: Wie siehst du das Medium Ebook im Vergleich zum klassischen Papierbuch? Persönlich, Philosophisch aber auch kommerziell.
MM: Ich habe das eBook lieben gelernt. Als ich begann als Selfpublisher meine eigene Werke herauszubringen, hatte ich noch recht wenig Berührungspunkte mit eBooks – ich besaß nicht einmal einen Reader. Spätestens seit die eBooks mir unerwartete Erfolge beschert haben, sind sie für mich wichtiger als Taschenbücher und ich lese mittlerweile auch gerne mit diesen handlichen kleinen Geräten. Natürlich sind Papierbücher das, womit ich groß geworden bin. Durch sie bin ich an das Geschichten erzählen herangeführt worden. Also werden sie immer einen hohen emotionalen Wert für mich haben. Aber für mich gibt es auch keine Notwendigkeit, sich für das eine oder andere zu entscheiden …
H: Wie siehst du das Medium SL im Vergleich zur realen/normalen Welt? Was hältst du von den Kulissen in SL bei deiner Lesung?
MM: Tatsächlich hatte ich erst eine Lesung in der sogenannten normalen Welt. Die war großartig, aber ich hatte auch Glück, weil ich als Gewinner des “Indie-Autor-Preises” dazu eingeladen wurde und in eine sehr gut organisierte und reichlich besuchte Veranstaltung in Leipzig integriert wurde. Das ist für Lesungen sicher nicht selbstverständlich, wenn man kein Autor mit dem ganz großen Namen ist. So sind die Lesungen im Second Life eine perfekte Möglichkeit, auch viele Leute quer über Deutschland verteilt zu erreichen und zu unterhalten. Natürlich ist ein Live-Publikum noch etwas im wahrsten Sinne des Wortes lebendiger, aber ich war von Anfang an überrascht, wie gut man die Resonanz der virtuellen Zuhörer im Second Life mitbekommt. Und auch optisch ist es jedes Mal ein Leckerbissen, an kuriosen Orten mit vielen kreativ gestalteten Avataren vor der Nase zu lesen. Ich würde auch hier sagen: Ich muss und will mich nicht für das eine oder andere entscheiden.
H: Was liest du auf den Ebook-Event? Bist du vor der Lesung aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?
MM: Aufgeregt bin ich immer ein wenig, aber da ich in meiner vertrauten Atmosphäre am Computer sitze und sowieso immer alle sehr nett sind, hält es sich in Grenzen. Lesen werde ich diesmal aus meiner eBook-Serie “Im falschen Film”. Daraus habe ich bereits einmal im Second Life gelesen, deswegen wird es diesmal eine andere Stelle sein. Und wer weiß: Vielleicht sogar aus der neuen Staffel, die bisher noch nicht erschienen ist

Am Samstag, dem 26. April steigt das große Steampunk Event in Monheim!




Wir machen Dampf in Monheim. Genauer gesagt in der Bibliothek Monheim (in Monheim am Rhein). Die Zusammenarbeit ergab sich aus einer Lesung, dir wir dort vor einigen Jahren gemacht haben. Diesmal haben sich die Brennenden Buchstaben gemeinsam mit Gunda Plewe vom „Gunda liest“-Blog ein etwas umfangreicheres Programm vorgenommen.

Am Samstag, den 26. April setzen wir die Kessel in der Bibliothek Monheim unter Dampf. Dabei werden wir unterstützt von:

Martin Barkawitz und seiner „Steampunk-Saga“ um die Heldin Tinker Kate,

von Anja Bagus, die aus ihrem Roman „Aetherresonanz“ lesen wird,

von Clockworker alias Cynx alias Captain Serenus Alex Jahnke, der seine brandneue Reichsflugscheiben-Punk-Satire „Neues aus Neuschwabenland“ mit im Gepäck hat.

Felix Tenten  konnten wir ebenfalls gewinnen. Er wird eigene Steampunk-inspirierte Songs für uns spielen. 

Und auch der Kueperpunk ist  mit dabei, mit meinem Beitrag zu einer Steampunk Anthologie, die gerade fertig gestellt wird.

Das alles passiert am Samstag, den 26. April ab  18.30 Uhr in der Bibliothek Monheim.
Viktorianische Ladies and Gentlemen in voller Montur sind nicht nur ausdrücklich erwünscht, sondern werden dringend um ihr Erscheinen gebeten. Wir wollen mit Euch gemeinsam einen stilechten, der Steampunk Literatur gewidmeten Abend verbringen.

Und ihr habt die Möglichkeit Euch eure Bücher  oder CDs von Martin, Anja, Alex, Felix  und mir signieren zu lassen.

Montag, 14. April 2014

Star Wars Stories inszeniert mit Action Figuren...

Zahir Batin zaubert faszinierende Szenen aus Spielzeug. Dort anschauen...

Der gehört hier rein...

Robocop aus Lego von Martin Stipkovic...

Der Countdown zum BB E-Book Event 2014 - Heute: Barlok Barbosa...




Diesmal hat Markus Gersting Baumeister Barlok Barnosa befragt. Barlok baut außergewöhnliche Kulissen für viele unserer Veranstaltungen, zuletzt ein grandioses Kloster  für die Lesung von Jennifer B. Wind aus "Als Gott schlief". Diesmal baut er einen Reichsflugscheibenhangar für Alex Jahnkes Satire-Lesung "Neues aus Neuschwabenland".


Ich zitiere:

H: Wie entstehen die Ideen für die Kulissen? Wie eng ist da die Zusammenarbeit mit den Autoren?
BK: Durch Kueperpunk Koronen von den Brennenden Buchstaben erhalte ich die Anfrage für eine Location zu einer Lesung. Das Datum und das Thema der Lesung wird bekannt gegeben. Leider habe ich meist keinen direkten Kontakt mit dem Autoren/der Autorin. Ich hätte die Möglichkeiten, sehr konkret auf den Inhalt der Lesung hin zu gestalten, was aber meist an fehlenden Informationen scheitert. Da gibt es noch Ausbaupotential.
H: Wie aufwändig sind die Arbeiten? (Aus eigener Erfahrung gehen da schnell einige Manntage an Arbeit in Bauten und Objekte)
BK: Neben meiner Arbeit als Grafiker und Webdesigner habe ich zwischendurch immer wieder Zeit in SL zu arbeiten. Ich arbeite gerne sehr exakt Einbezug auf die Texturen, die ich meist für ein Projekt immer direkt herstelle und gestalte (Licht-Schatten-Situationen, Schriften, etc). Daher liegt die Bauzeit für so eine Location so zwischen zwei Tagen und zwei Wochen, je nach Aufwand. Diese Arbeit macht mir Spass und ist für mich auch immer eine Fingerübung zur Perfektionierung meiner Baufertigkeit in SL und somit ist das erst möglich.
H: Gibt es etwas was du immer schon mal bauen wolltest und etwas das du nie bauen würdest?
BK: Mir ist wichtig, dass meine Locations einen hohen Erlebniswert haben. Da die virtuelle Welt eigentlich etwas sehr technisches ist, mache ich gerne Steampunk-Events und auch Mittelalter-Locations. Aber ich habe selber auch eine grosse Liebe für Science Fiction und auch hier schon einiges gebaut.
Nicht bauen würde ich Locations mit starker Tendenz zu Blut-und-Dreck Fantasien wie Vampir-Szenen mit Folter und Ritualen. Ich mag hier keine Locations aufbauen, damit wer seine kranken Tendenzen ausleben kann.
H: Wie lange nach der Lesung kann man die Kulissen noch besichtigen? Fällt es schwer die für die nächste Lesung dann wieder abzubauen?
BK: Ich lasse in der Regel die Szenen noch so zwei Wochen stehen. Ausnahme wäre, wenn in kürzerer Zeit eine andere Lesung mit anderer Ausrichtung anstehen würde. Dann kann es auch schon mal sein, dass eine Location nach zwei-drei Tagen verschwindet. Meist kann ich mich gut von gebauten Szenen lösen. Sehr aufwändig gestaltete Gebäude oder Szenen packe ich ansonsten in einen Rezzer, um sie ggf. mal wieder zur Verfügung zu haben.
Meine Erfahrung lehrt mich aber, dass ich meist eh immer alles neu aufbaue, da ich ja das Schöpferische daran mag und es mir gar nicht so sehr um die Endprodukte geht.
H: Zum Bauen selbst hätte ich noch eine Frage: ich meine du hättest mir mal erzählt, das du hauptsächlich mit Prims arbeitest und nicht mit Mesh. Könntest du vielleicht noch etwas über die Techniken sagen mit denen du deine Werke entstehen lässt?
BK:
Zum Bauen:
Ich baue natürlich nach wie vor mit Prims – auch. Allerdings erstelle ich zuweilen Sculpties und je länger desto mehr auch Meshes. Vor allem mit Meshes lässt sich – in gewissen Situationen – extrem primsparend bauen und man hat doch mehrere Texturen auf einem Mesh, wohingegen ein Sculptie nur eine Textur erlaubt.
Auch wenn ich sehr vieles in Meshes umwandle, so nutze ich doch wenn möglich und sinnvoll immer auch Prims, da wir immer noch User haben, die mit nicht meshfähigen Viewern unterwegs sind. Zudem ist das Bauen von Runden Formen mit Prims meist primsparender, da Meshes mit gutem LOD dann oft kaum Prims einsparen.
Kann man Sachen vom Barlok kaufen?
Jein. Das Einrichten und die Bewirtschaftung des Marktplatzes und/oder eines Shopsystems inworld mag ich mir irgendwie nicht aufzwingen. Ich habe ein paar Sachen auf dem Marktplatz und immer noch den Plan, endlich mal meinen Inworld-Shop einzurichten. Aber eigentlich baue und gestalte ich lieber, anstatt für ein paar läppische Linden mir viel Arbeit mit Shop-Bewirtschaftungen zu machen.
Wem irgendwas von mir gefällt, soll mich einfach anschreiben. Meist gebe ich das gerne und günstig an Interessierte ab.
Ich richte natürlich auf Wunsch auch komplette Szenen und Sims ein. Auch hier einfach mal anfragen. Da eine wirklich reale Entgeltung sich wohl niemand leisten kann, mach ich Auftrangsprojekte dann, wenn sie mich interessieren. Und dann auch zu einem sehr günstigen Preis.
Ach noch was:
Ich hatte vor Jahren mal eine Tutorial-Sim gebaut und in dem Zuge auch ein Tutorial für die Bau-Grundlagen in SL erstellt. Dieses habe ich nun erneuert, und somit liegt es als kostenloses und vielfach nützliches Tool für gestaltungsbegierige Leute vor. Mit im Paket ist ein einfaches Tutorial für das Sculpten mit dem Sculpt-Studio von Blackbox enthalten.
Das Bau-Tutorial gibt es hier kostenlos zu beziehen.

Sonntag, 13. April 2014

Freitag, 25. April: Das BB E-Book Event 2014...



Das BB E-Book Event 2014. 
Vom 25. April bis zum 25. Mai stellen Autoren bei uns ihre neusten E-Books aber auch Print-Bücher vor. Wir präsentieren Lesungen, Performances, Vorträge  im Kreativdorf und anderen SIMs in SecondLife. 
Diesmal haben wir auch eine prominent besetzte Diskussionsrunde. Sie wird am Muittwoch den 21. Mai stattfinden. Mit dabei: Dennis Schmolk (Alles fliesst), Leander Wattig (Was mit Büchern), Christoph Burstup Weiss (Artikel über SecondLife unter anderem für den ORF) und Michael Meisheit (Drehbuchautor bei der wohl dienstältesten deutschen Fernsehserie).  

Die Programmpunkte in chronologischer Reihenfolge mit klickbarer SL URL: 




Am Freitag, den 25. April um 21 Uhr eröffnet Oliver Susami mit einer Lesung aus seinem neuen Roman im Kafé Krümelkram . 
Plakat folgt noch. 


Nicht im eigentlichen Sinne Teil des E-Book Events findet es allerdings genau einen Tag nach dessen Eröffnung statt. Wer die BB und einige der Autoren vom E-Book Event persönlich treffen möchte hat dazu in der Bibliothek Monheim am Rhein am Samstag, den 26. April Gelegenheit.



Sonntag, 27. April: Fay Ellison liest in SL Stuttgart  live aus "Experiment Ella".



Samstag, 3. Mai ab 20 Uhr: Bernhard Giersche liest live aus "Karl - ausgeliefert - ".



Sonntag, 4. Mai ab 20 Uhr: Frank Sorge liest live aus "Degenaration X - Surf- und Clickgeschichten".
http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/53/191/24




Sonntag, 10.Mai ab 20 Uhr: Heidi Hensges liest live in der Pegasus Bibliothek "Fiese Geschichten".
http://maps.secondlife.com/secondlife/Vision%20of%20mountains1/230/164/22




Ebenfalls am Samstag, den 10.Mai liest Horst-Dieter Radke ab 21 Uhr im Kafé Krümelkram aus seinem Krimi "Normale Verhältnisse".
http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/53/191/24





Am Sonntag,den 11.Mai liest Guido Seifert ab 20 Uhr in Michael Iwoleits World Culture Hub seine Story aus der Ausgabe 22 des Nova Science Fiction Magazins. Plakat folgt. 
http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/235/73/22
Bühnenbild:Michael Iwoleit



Ebenfalls am Sonntag, 11. Mai ab 21 Uhr: Martin Barkawitz liest aus seinem historischen Roman "Der Schauermann"
Exakte SLURL geben wir noch bekannt. 
Bühnenbild:  Barlok Barbosa




Am Samstag, den 17.Mai ab 20 Uhr präsentiert Alex Jahnke vom Clockworker bei uns seine Reichsflugscheiben-Satire "Neues aus Neuschwabenland". 
SLURL geben wir noch bekannt.  
Bühnenbild:  Barlok Barbosa




Samstag, 17.Mai ab 21 Uhr: Frederic Brake liest im Kafé KrümelKram live aus "Dunkelste Stunden"
http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/53/191/24




Auch am Samstag, 17.Mai ab 21 Uhr: Marcus R. Gilman alias Marcus Rauchfuss liest in der Meisterbastler Bibliothek live aus Urban Haiku: Poetry for the Metroplex. 
Die Lesung ist in englischer Sprache. 
http://maps.secondlife.com/secondlife/meisterbastler/29/191/35






Am Sonntag den 18.Mai ab 20 Uhr liest Burkhard Tomm-Bub aus seinem Krimi "Geringe Mitnahme - Effekte".
http://maps.secondlife.com/secondlife/Vision%20of%20mountains1/219/59/1204
Bühnenbild:  Bastian Barbosa



Sonntag, 18.Mai ab 21 Uhr: Oliver Buslau liestim Kafé KrümelKram  live aus "Der Bulle von Berg"
http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/53/191/24







Am Mittwoch den 21.Mai findet im Kafé KrümelKram eine Diskussion über Self Publishing und neue Literaturplattformen statt. Dazu konnten wir Leander Wattig, Kopf des Blogs "Was mit Büchern", Dennis Schmolk, einen der Macher von "Alles fliesst", Self Publisher Michael Meisheit und Christoph Burstup Weiss einladen, der unter anderem für den ORF einige Artikel über SecondLife geschrieben hat. 
Die Veranstaltung beginnt um 21 Uhr. 
http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/53/191/24






Samstag, 24.Mai ab 20 Uhr: Michael Meisheit  liest live aus "Im falschen Film"
http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/53/191/24






Samstag, 24.Mai ab 21 Uhr: Anja Bagus liest live aus dem dritten Roman der Aetherhertz-Serie



Sonntag, 25.Mai ab 20 Uhr: Jan-Tobias Kitzel liest live aus seinem Roman "Froststurm"

Der Interviewcountdown zum BB E-Book Event 2014 - Heute: Jan-Tobias Kitzel...




Markus Gersting hat diesem Jan-Tobias Kitzel befragt, der auch schon beim FdL 2013 aufgetreten ist. 

Ich zitiere: 

H: Was ist das BB E-Book Event (für dich)?  Warum nimmst du teil?
JT: Das Event ermöglicht es einem breiteren Publikum, Werke von unterschiedlichen Autoren kennenzulernen. Viele Menschen sind beruflich oder familiär so stark eingespannt, dass eine Offline-Lesung einfach nicht in den Zeitplan passt, da ist ein Online-Event natürlich eine tolle Sache. Als Vater einer (fast) sechs Monate alten Tochter kann ich das total nachvollziehen. Außerdem “wirkt” eine Lesung in einer so toll designten Online-Umgebung natürlich nochmal ganz anders, als eine Offline-Lesung, wo eher die Person des Autors im Vordergrund steht.
H: Wie siehst du das Medium Ebook im Vergleich zum klassischen Papierbuch? Persönlich, Philosophisch aber auch kommerziell.
JT: Ich liebe das E-Book. Ich bin dabei, nach und nach meine Sammlung an Papierbüchern aufzulösen und komplett auf E-Book umzusteigen. Auch wenn die Haptik eines Papierbuchs schön ist, sind die Vorteile des E-Books für mich einfach unschlagbar. Ein so kleines Gerät hat derart viele Werke an Bord … das ist einfach super praktisch. Wobei ich allerdings nicht glaube, dass das E-Book das Papierbuch komplett verdrängen wird, ich gehe “nur” davon aus, dass sich in ein paar Jahrzehnten die Anteile umgekehrt haben. Also statt wie jetzt (unbedarft geschätzt) Papier/E-Book 80/20, dann eher 20/80.
Von der kommerziellen Seite her fällt für die Verlage mit dem Druck natürlich ein entsprechender Kostenblock weg, was gerade für kleinere Verlage die Möglichkeit bietet, ihre Werke mit attraktiven Preisen in einem ja eher schwierigen Markt konkurrenzfähiger zu machen. Außerdem hat das E-Book die Veröffentlichungsform des Self-Publishing auf breiter Front überhaupt erst ermöglicht. Wobei es mittlerweile sehr gute E-Book/Papier-Kombinationsmöglichkeiten für Selfpublisher gibt, zum Beispiel bei Amazon (Kindle Direct Publishing/Amazon Createspace).
H: Wie siehst du das Medium SL im Vergleich zur realen/normalen Welt? Was hältst du von den Kulissen in SL bei deiner Lesung?
 JT: Wie schon gesagt sehe ich Second Life vor allem als sehr praktisch für all die an, die gerne bei Lesungen (oder Auftritten/Konzerten/….) dabei sein wollen, es aber zeitlich offline nicht schaffen. Es fallen mit Garderobe, Anfahrt, etc. einfach einige Zeitblöcke weg. In SL kann ich mich auch “mal eben” für eine halbe Stunde bei einer Lesung einklinken, mir ein, zwei Kurzgeschichten anhören und dann wieder off gehen. Für eine halbstündige Lesung setzt sich hingegen wohl kaum einer ins Auto. SL steht damit für mich als attraktive Alternative neben der Offline-Welt. Sowohl Offline- wie auch Online-Lesungen haben jeweils ihre eigenen Vorteile. So kann ich Offline besser sehen, wie mein Publikum auf die Lesung reagiert, wo ich vielleicht beim nächsten Mal noch nachschärfen muss (Mimik/Gestik/Betonung/…), das geht in SL nicht. Dafür allerdings hat SL mit den Kulissen den Riesenvorteil, den Zuhörer auch visuell mit in “meine” Welt zu nehmen. Wenn ich zum Beispiel aus einer meiner postapokalyptischen Geschichten lese und die Kulisse zeigt zu Eis erstarrte Wolkenkratzer, dann hat das auf das Publikum einfach einen tollen Effekt.
H: Was liest du auf den Ebook-Event? Bist du vor der Lesung aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?
 JT: Nachdem ich bei den beiden letzten Lesungen (online wie offline) aus meiner Kurzgeschichtensammlung “Frostzeit” gelesen habe, werde ich diesmal aus aus meinem Roman “Froststurm” (2013 im Begedia-Verlag erschienen) vorlesen. Wie man sich anhand der Titel denken kann, hängen beide Werke etwas zusammen: “Frostzeit” ist eine Kurzgeschichtensammlung, die unter anderem Nebencharaktere und Nebenstränge aus “Froststurm” aufgreift und zu eigenen Geschichten ausbaut. Wer also “Froststurm” kennt, wird das ein oder andere in “Frostzeit” wiedererkennen. Allerdings steht beide Werke unabhängig voneinander, man muss weder den Roman kennen um die Kurzgeschichten zu verstehen, noch umgekehrt.
“Froststurm” ist dabei ein Genremix aus Thriller, Sci-Fi und Postapokalypse und spielt zeitlich in drei verschiedenen Zeitabschnitten (Jetzt, einige Jahrzehnte in der Zukunft, noch weiter in der Zukunft). Der Leser erlebt mit, wie übereifrige Wissenschaftler mit einem misslungenen Experiment eine neue Eiszeit auslösen, später dann Vertuschungsversuche der Regierungen, um Auserwählten die Rettung zu ermöglichen und am Schluss dann die vollends ausgebrochene Eiszeit und den Überlebenskampf der letzten Menschen auf der zu Eis erstarrten Erdoberfläche.
Lampenfieber? Ich sag mal so: Gerade Second Life hat den Vorteil, dass keiner sehen kann, wie zittrig ich beim Start der Lesung bin. Wenn dann aber die ersten Zeilen hinhauen, dann legt sich das und ich bin im Lesefluss, dann blende ich alles um mich herum aus. Ich freue mich auf jeden Fall riesig auf die Lesung und auf die Zuhörer-Reaktionen!
[H:] Ich hatte ihn noch etwas zur Thema Eiszeit befragt und er hat mich dabei etwas hinter die Kulisen blicken lassen – aber leider mit der Bitte nicht mehr zu verraten.
Bestimmt lässt er sich von den Zuhören seiner Lesung mehr entlocken …

Samstag, 12. April 2014

Ethische Roboter?

Ich persönlich finde ja, wir sollten erstmal mit ethischen Politikern anfangen.

Der Interviewcountdown zum BB E-Book Event 2014 - Heute: Oliver Buslau...



Oliver Buslau ist neben Frank Sorge der wohl dienstälteste Vortragende in SecondLife. Bei den Brennenden Buchstaben ist er regelmäßiger und gern gesehen gesehener Gast. Davon abgesehen ist er ein sympathischer Typ, mit dem man gern Zeit verbringt, um über Literatur und das Leben an sich zu plaudern. Mir kommt es immer so vor, als würde ich ihn schon seit Jahren kennen. Tatsächlich sind wir uns noch nie persönlich begegnet. Aber vielleicht kann man das dieses Jahr mal ändern. 


Ich zitiere:

H: Was ist das BB E-Book Event (für dich)? Warum nimmst du teil?
O: Elektronische Bücher in einer digitalen Welt vorstellen – was liegt näher? Ich nehme aber nicht nur teil, weil mich das Medium E-Book interessiert, sondern weil Lesungen in virtuellen Welten für mich schon eine Tradition sind, seit ich 2006 in Second Life mein zweites Leben als Avatar begonnen habe. Ich glaube, ich kann sagen, dass es da sogar einen treuen Fankreis gibt.
H: Wie siehst du das Medium Ebook im Vergleich zum klassischen Papierbuch? Persönlich, Philosophisch aber auch kommerziell.
O: Persönlich habe ich gerade in letzter Zeit den Eindruck gewonnen, dass sich das Papierbuch trotz den Zuwächsen im elektronischen Bereich behauptet. Ich finde auch, dass es zweierlei Arten von Lesen sind. Ich selbst besitze etwa 30 bis 50 E-Books, aber natürlich deutlich mehr Papierbücher, und wenn ich einen neuen Titel kaufe, bevorzuge ich in der Regel auch das Papierbuch.  E-Books nutze ich bei kürzeren Texten, manchen Sachbüchern, Klassikern und Romanen, die nicht so lang sind.
Philosophisch? Es ist ein bisschen wie der Gegensatz zwischen Album (CD) und Musikdownload. Es ist schön, etwas zu haben, das man zu Hause ins Regal stellen oder auf den Tisch legen kann. Trotzdem ist das E-Book natürlich eine wunderbare Möglichkeit, Bücher schnell zu ihren Interessenten zu bringen – auch ohne dass ein Verlag dazwischen steht.
Kommerziell gesehen spielt für mich persönlich das E-Book-Format im Vergleich zu der Printverbreitung übrigens keine besonders große Rolle. Das wird sich sicher noch ändern. Oder auch nicht, und zwar aus diesem Grund: Was mir wie vielen Autoren nämlich Sorgen bereitet, ist die illegale Verbreitung von Raubkopien. Was mich betrifft, kursierten die schon im Netz, als es von meinen Titel noch gar keine legalen E-Books gab.
H: Wie siehst du das Medium SL im Vergleich zur realen/normalen Welt? Was hältst du von den Kulissen in SL bei deiner Lesung?
O: Die Reichweite ist in SL größer, und das macht die Sache wirklich interessant. Andererseits gibt es auch Begrenzungen. Ich hatte in der realen Welt Lesungen mit 200 Leuten und mehr. Ich glaube, so viele würden nicht auf eine SIM passen.
Sehr angenehm finde ich, dass ich selbst die Lesung von zu Hause aus machen kann und mich damit selbst in einer sehr entspannten Atmosphäre befinde. Keine Verkehrsprobleme, die einen auf dem Weg zur Lesung nervös machen können – fantastisch! Das einzige, womit man manchmal ein bisschen kämpft, ist die Technik. Die Kulissen sind natürlich wichtig, denn darin besteht ja gerade der Reiz einer virtuellen Welt – das man sie ausstatten kann, wie man will. Eben auch einen Lesungsort.
H: Was liest du auf den Ebook-Event? Bist du vor der Lesung aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?
O: Ich lese aus meinem neuesten Krimi “Der Bulle von Berg”. Das ist der achte Fall für den Wuppertaler Privatdetektiv Remigius Rott, mit dem auch meine Krimikarriere im Jahr 2000 begonnen hat. Ich habe zwischendurch auch immer mal eine andere Krimirichtung eingeschlagen, aber jetzt war es mal wieder Zeit, dass Rott einen neuen Fall bekommt. Seine Krimis sind klassische Detektivgeschichten und spielen im Bergischen Land – also in der Gegend östlich von Köln, einem Landstrich voller einsamer Landstriche, alter Industrie, aber auch mit Großstädten wie Wuppertal, Solingen, Remscheid oder Bergisch Gladbach, wo ich selbst auch wohne.
Das Buch erscheint Mitte April.
Aufgeregt bin ich eigentlich nicht. Es ist eher eine freudige Anspannung, die ich vor einer Lesung empfinde. Das ist auch bei RL-Lesungen so. Wie oben gesagt, ist einem höchstens ein bisschen mulmig wegen der Technik. Aber auch damit habe ich schon viel Erfahrung sammeln können. Durch meinen SL-Freundeskreis habe ich die Leute vom Internetsender Secondradio kennen gelernt und Ende letzten Jahres begonnen, dort live eine monatliche Musiksendung zu moderieren. Dadurch habe ich auch viel über die Technik gelernt. Die Lesung wird auch über Secondradio übertragen. Wahrscheinlich werde ich gar nicht mit dem etwas unzuverlässigen Voice arbeiten, sondern wie bei meinen Moderationen direkt über den Stream gehen.

Freitag, 11. April 2014

Sollte hier nicht ein Publikum sitzen?

Thomas Thiemeyer berichtet auf seinem Facebook Account über eine sehr unbefriedigende Lesung in Mannheim. Gerade mal acht Zuhörer hatten sich eingefunden, um seinem Vortrag aus dem neuen Roman "Valhalla" zu lauschen.Thomas versucht nun daraus einige Regeln für erfolgreiche Auftritte abzuleiten.
Wenn so etwas sogar einem bekannten Autor passiert, der bei einem großen Verlag veröffentlicht wird, lässt mich das meine berühmte Bergische Publikums-Vakuum -Lesung neu überdenken. 
Letztes Jahr war ich am 14.Juni anlässlich des Nova Jubiläums nach Wuppertal gefahren, um dort zu lesen. Die Anzahl meiner Zuhörer lag bei exakt Null. Ich hatte diese empfehlenswerte Erfahrung tiefer Demut noch am selben Abend erfolgreich in einem für mich tröstlichen Blogposting verwurstet. 
Anscheinend ist es keine schlechte Idee, dem Publikum im virtuellen Raum entgegen zu kommen. Als Thomas am 21. Dezember 2012 bei uns im Kafé KrümelKram im Cyberspace (ja, meint SecondLife)  las, waren immerhin 35 Avatare und 70 Zuhörer auf dem Radiostream zugegen.  
Ich drücke ihm natürlich die Daumen, dass sich  bei seiner nächsten Reallesung mindestens soviele Gäste aus Fleisch und Blut einfinden. Es lohnt sich, er ist ein guter Vorleser.

So sah es bei  Thomas Lesung am 21. Dezember 2012 im Kafé KrümelKram aus.

Der Interviewcountdown zum BB E-Book Event 2014 - Heute: Fay Ellison...

Markus Gersting hat diesmal Fay Ellison, der Autorin von "Experiment Ella" einige Fragen gestellt. Für Fay ist eine Lesung in SecondLife Neuland und ich glaube, sie ist ein ganz kleines bißchen nervös. Aber ich sicher, es wird ihr trotzdem Spaß machen. 

Zum Interview auf Markus Blog...

Ich zitiere:

- Was ist das BB E-Book-Event (für dich)? Warum organisiert ihr das/warum nimmst du teil?
Für mich ist das E-Book-Event etwas ganz Besonderes. Stellt es für mich doch eine Möglichkeit dar, mein noch junges Werk einem außergewöhnlichen Publikum vorzustellen. So erreicht man Menschen, die man sonst vermutlich niemals kennenlernen würde. Ich nehme gerne neue Herausforderungen an und Experimentieren liegt mir irgendwie im Blut. Und wie heißt es doch so schön? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ich habe in den letzten Jahren auch die Herausforderung „Schreiben“ gemeistert, dann werde ich auch eine Lesung im Cyberspace unbeschadet überstehen. Wer weiß, vielleicht finde ich neue Leser oder neue Freunde oder beides.
- Wie siehst du das Medium E-Book im Vergleich zum klassischen Papierbuch? Persönlich, philosophisch aber auch kommerziell.
Erst waren da die Stimmen in meinem Kopf, die sagten: „Nee, das ist doch irgendwie nicht schön, Papier hat doch was Besonderes. Und dann sah ich mein kleines, völlig überfülltes Regal an und dachte: „Ja, aber liest du Bücher ein zweites Mal? Und wo lässt du die neuen Errungenschaften?“ Ich hatte keine Ahnung und ließ mir den Reader zu Weihnachten schenken. Ich habe es bis heute nicht bereut. Wenn ich kommerziell denken würde, dann hätte ich nie mit dem Schreiben angefangen, denn die wenigsten Autoren können davon leben. Ich habe ganz viel Spaß am Schreiben und freue mich, wenn ich meine Phantasien mit meinen Lesern teilen darf. Wenn man dann noch etwas positives Feedback bekommt, ist das fast Lohn genug. Allerdings darf man den kommerziellen Aspekt der E-Books auf keinen Fall unterschätzen. Ich denke, der Trend geht ungebrochen in diese Richtung. Wir Autoren haben davon natürlich auch einen Vorteil, denn die Tantiemen bei E-Books sind erheblich größer als bei Papierausgaben.
- Wie siehst du das Medium „SL“ im Vergleich zur realen/normalen Welt? Was hältst du von den Kulissen in SL bei deiner Lesung?
Für mich ist SL in erster Linie eine Herausforderung. Ich habe mich vor der Einladung zum E-Book- Event nicht mit SL auseinandergesetzt, weil mein Computerverständnis schon beim Installieren scheiterte. Ich möchte mich hier besonders bei dem Veranstalter Kueperpunk Korhonen bedanken, der sicherlich so manches Mal in seine Tastatur gebissen hat, bis ich mit der Menüführung soweit zurecht kam, dass ich meine Figur bewegen konnte. Ich bin zweigeteilt, was SL betrifft. Einerseits finde ich die Möglichkeit, an Lesungen teilzunehmen, obwohl der Autor vielleicht in einer anderen Stadt lebt, klasse. Und auf der anderen Seite sehe ich Avatare, die reiner Phantasie entsprungen sind. Ich bin ein Mensch, der sehr viel an der Körpersprache seinem Gegenüber ablesen mag. Hier fühle ich mich vieler meiner Sinne beraubt. Nichtsdestotrotz freue ich mich, mein Buch hier vorstellen zu dürfen. Die Kulissen von SL sind außergewöhnlich, ich durfte letztens an einer Lesung teilnehmen, die in einem Kloster stattfand und besonders hatten es mir die tanzenden Nonnen angetan.
- Was liest du auf dem E-Book-Event? Bist du vor der Lesung aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?
Ich werde meinen Thriller „Experiment Ella“, der am 24. März beim Begedia Verlag erschienen ist, bei SL vorstellen dürfen. Lampenfieber bei einer Lesung ist für mich wie prickelnder Champagner bei einem erotischen Dinner. Ohne Lampenfieber geht es einfach nicht, so war es schon immer. Mal sehen, ob es bei einer Lesung vom PC aus etwas anders wird. Eigentlich ist die Aufregung bei der Lesung auch nebensächlich, wichtig ist doch, dass meine Leser viel Spaß an dieser Veranstaltung finden und ich vielleicht auch einen Funken Interesse wecken kann. Wenn es dann am Ende noch einen feinen Gedankenaustausch gibt, dann bin ich zufrieden.

Donnerstag, 10. April 2014

Endlich: Ich wollte schon immer wissen, wie Jean Claude van Damme als Predator ausgesehen hätte...

Was Van Damme mit dem Predator zu tun hat? Ganz einfach. Das urpsrüngliche Design des kosmischen Großwildjägers hatte nicht die geringste Ähnlichkeit mit dem Dreadlock Riesen, den wir heute so schätzen.
Ursprünglich steckte ein sehr junger und relativ unbekannter junger Mann namens Van Damme im Kostüm einer reptiloiden Lebensform, deren Design aus dem Film nach heutigen Maßstäben einen hoffnungslosen Direct to DVD Kandidaten gemacht hätte.
Van Damme war über seine Maskerade so erbost, dass er das Set verließ und durch den mehr als 2,10 Meter großen Kevin Peter Hall ersetzt wurde. Ein erheblicher Größenunterschied, denn Van Damme ist nicht wesentlich größer als 1,78m. Im finalen Kampf gegen Arnold Schwarzenegger hätte er nicht gerade ehrfurchtgebietend ausgesehen. 
Nun sind einige der frühen Testaufnahmen aufgetaucht. Der Fairness halber muss man erwähnen, dass sie nur das Kostüm für die Transparenzeffekte zeigen. Aber auch in der kompletten Version hätte es diese Kreatur nicht mit der Präsenz und dem Charisma des heute klassischen Predators aufnehmen können.

Englischsprachige Lesung beim BB E-Book Event 2014: Am 17. Mai liest Marcus R. Gilman aus "Urban Haiku: Poetry for the Metroplex"...

Am Samstag, 17.Mai ab 21 Uhr: Marcus R. Gilman alias Marcus Rauchfuss wird in der in der Meisterbastler Bibliothek live lesen aus Urban Haiku: Poetry for the Metroplex. 
Marcus ist auch gemeinsam mit Alex Jahnke Autor des Buches "Steampunk kurz&geek".
Seine Lesung ist in englischer Sprache. 

Der Interviewcountdown zum BB E-Book Event 2014 - Heute: BukTom Bloch...

Heute interviewt Markus Gersting BukTom Bloch, der die Veranstaltungen der Brennenden Buchstaben seit langer Zeit unterstützt und fast jedesmal mit ausführlichen Fotoberichten dokumentiert. Doch BukTom engagiert sich noch in vielen anderen Projekten nicht nur im virtuellen Raum, sondern auch in der realen Welt. 


 Ich zitiere: 

BukTom Bloch: Da gefällt es mir gut. Vorn Bäume – hinten SF!
Hydors Golem: ja sollen wir dann mal mit den interview anfangen?
BukTom Bloch: Ok … gern. Wenn es Dir so spät nicht zu anstrengend ist?
Hydors Golem: lacht – na zwei Stunden wird es wohl nicht noch mal dauern ;)
BukTom Bloch: Ja, las da flüchtig etwas beim Rausgehen in fb … :-)
Hydors Golem: Es war spannend – Erstmal herzlich willkommen und vielen Dank das du dich für das BB Ebook Event interviewen lässt
BukTom Bloch: Danke schön -und immer gern! Du darfst auch alles fragen … ob ich alles beantworten kann … weiß ich diesmal nicht ganz genau … :-))
Hydors Golem: wie ist die Radio-Ausstrahlung deines Jobcenter Krimis gelaufen?
BukTom Bloch: Ich bin da sehr zufrieden. Fast pünktlich angefangen, Tonqualität fand ich auch gut. Man hatte auch nix “verschlimmbessert” nur eine Handvoll Jingles dazwischen. Die Resonanz auf fb war im Vergleich sehr gut.
Hydors Golem:  Ah gut – beim letzten Interview zum FDL sagtest du ja beim nächster Gelegenheit würdest du gerne wieder selbst einen Geschichte/Roman beisteuern. Was der Jobcenter Krimi geplant oder ist der dir relativ spontan eigefallen?
BukTom Bloch: Damals hatte ich das so noch nicht im Hinterkopf …
Und warum ich das geschrieben habe – will ich mal so beantworten:
Manches im Leben belastet eine ja doch. Und da kann man ja zur Entspannung einen kleinen Krimi schreiben, oder so was. Das ist dann ja nicht das Verkehrteste. :-)
Hydors Golem: es gibt deutlich schlechtere Arten !
BukTom Bloch: Eben, eben … :-))
Hydors Golem: Das eBook Event ist da bestimmt eine gute Gelegenheit den Krimi nochmal vorzustellen oder?
BukTom Bloch: So hoffe ich. Das Publikum ist ja da nicht unbedingt identisch. Ich hatte für die Radiosendung viel in facebook, Google plus, auf twitter, wkw und XING, etc. geworben. Dort sind sicherlich nicht alle SLer_innen. Und wenn einige, ist nicht gesagt, dass sie Zeit hatten.
Hydors Golem: Es gibt den Krimi ja auf vielen Plattformen als eBook und sogar als Hörbuch. Ist auch eine Papierversion geplant ?
BukTom Bloch: Die gibt es schon, ja. Ich habe mich etwas schwer damit getan, weil die ja dann nicht kostenlos ist. Immerhin habe ich meinen Gewinn auf 2 Cent pro Buch begrenzt. Die ich jeweils zusätzlich spenden werde für gute Zwecke. Zu haben ist das bei epubli – Ich habe s/w gewählt und Heftbindung. So ist der Preis gering, 3,58 Euro. Leider plus Versand. g*
Btw. habe ich auf eine ISBN verzichtet – damit ich frei bleibe die eBooks und die Hörbuchfassung zu verschenken.
Hydors Golem: Für ein Buch eigentlich nicht viel. Wie siehst du, abseits des kommerziellen Aspektes – der hier eher eine störende Rolle zu spielen scheint – das Verhältnis von eBook zum klassischen Papierbuch?
BukTom Bloch: Ja ich bin da ja etwas Exot, mit meinem hohen Unkommerzialitätsanspruch gegen mich selbst.  eBooks sind eine wertvolle Ergänzung zum Print, finde ich.  Man erreicht z.T. auch andere Menschen und das ist wichtig.
Ich verstehe aber auch Menschen, die das Haptische lieben. Da ist eigentlich SL prädestiniert eine gute Zwischenposition einzunehmen. SL ist da näher am “realen” Buch als eBooks.
Hydors Golem: Du spielst dabei bestimmt auf deine Bibliothek hier in SL an oder?
BukTom Bloch: :-))
Ich wollte es wäre nicht zwingend so. Aber auf ernsthafte Mitbewerber warte ich leider immer noch im deutschsprachigen Raum. Ich würde mich drüber freuen!
Überhaupt könnte man die Buchtechniken noch perfektionieren, technisch. Aber auf unkommerzieller Basis. Die Techniken bei Pegasus sind nicht übel – bei den Umblätterbüchern arbeiten wir mit den scrapbooks von Björn Nordlicht

[13:36] Geringe Mitnahme – Effekte! – jobcenter-Krimi – 5Prim flüstert: Touch cover for menu

Hydors Golem: Ah das hört sich nach einem spannenden Thema an. Da traue ich mich fast nicht die nächste Frage von meinem Zettel zu stellen:
Wie siehst du das Medium SL im Vergleich zur normalen/realen Welt? Auch in Bezug auf die möglichen Kulissen hier bei Lesungen usw.
BukTom Bloch: Reale Welt – in Hinsicht auf Literatur? Beides ist sehr wichtig! Es wären noch viel umfassendere Verzahnungen möglich. Z.B. Real – Lesungen, die nach SL live gestreamt werden -und wo auch die SL – Hörer_innen hinterher fragen / diskutieren können – im Wechsel damit umgekehrt: in einer Buchhandlung / Bibliothek eine Einladung, bei der eine SL – Lesung auf einen großen Bildschirm gestreamt wird – und auch die realen Hörer_innen nach SL hinein fragen können. Dinge dieserArt. Und ja, ganz klar! Die Möglichkeiten für Kulissen sind in SL phantastisch!
Der literarische “Dialog der Welten!”
Hydors Golem: Ja da geht eine ganze Menge auch wenn es mit dem Ton bei solchen weltenübergreifenden Lesungen nicht immer ganz einfach ist …
BukTom Bloch: Nicht immer, ja. Aber es wird besser und besser. Da müssen wir dranbleiben.
Hydors Golem: Auf jeden Fall. Kannst du noch etwas zu den “Geringen Mitnahme-Effekten” sagen, für die leute die die noch nicht kennen und auf den eBook Event die Gelegeheit nutzen möchten mal rein zu hören?
BukTom Bloch: Ja … ich habe z.b. den Disclaimer nicht in der Badewanne geschrieben.  * Hust * Insider … :-)) Also:
Die Handlung hat mit dem Jobcenter zu tun (hier: Workcenter). Es gibt eine Tote. Und zwei Verletzte, die in Gefahr sind …
Welcher der Erzählstränge von den eigentlichen Verbrechen erzählt – werden die Leser_innen selbst entscheiden müssen …
Hydors Golem: Ah das hört sich spannend an. Ich konnte ja mal kurz in das Hörspiel hinein hören – die Welt des Jobcenters hat schon so seine Eigenheiten, die außer den Beteiligten und Betroffenen nur wenigen bekannt sind. War das einer der Gründe für dich den Krimi zuschreiben?
BukTom Bloch: Das ist eine interessante Frage. Ich möchte mich da selbst zitieren …
Hydors Golem: gerne ;)
BukTom Bloch: Ausserdem Disclaimer:
“Da es mir fern lag, freundliche und fleißige Menschen in irgend einer
Form zu verärgern, oder zu beleidigen, schien es mir besser,
ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass dies nur ein harmloser, kleiner
Krimi ist, der gut und angenehm unterhalten soll.
Darauf gebe ich Ihnen mein Ehrenwort – ich wiederhole: Ich gebe
Ihnen mein Ehrenwort!”
Hydors Golem: Gut gut – Noch eine Frage zum Schluss : bist du vor den Lesungen aufgeregt oder eher entspannt?
BukTom Bloch: Hm. Eher aufgeregt würde ich sagen. Aber das gehört dazu und ist sogar ein wichtiger Teil des Reizes, finde ich – nach etlichen Sekunden, spätestens wenigen Minuten geht das immer weg – und das ist ein sehr gutes Gefühl! Manchmal habe ich aber während der Lesung ein Problem. Also wenn etwas für mich sehr Emotionales vorkommt. Das ist sicher etwas albern … aber es nimmt mich dann trotzdem nochmals “voll mit”. Wenn dann sogar die Stimme etwas bricht, usw. … Hm, hm. Aber so halbwegs habe ich zumeist noch immer die Kurve gekriegt.
Hydors Golem: Ich glaube das geht allen so – vor allem wenn die Handlung einem nahe geht oder man selbst tief in der Handlung steckt. Ich bin auf die Lesung gespannt.
BukTom Bloch: Das beruhigt mich ein wenig zu hören! :-)
Ja, so eine gute Stimme wie der Hörbuchvorleser habe ich leider nicht – aber ich werde mein Bestes tun.
Hydors Golem: das ist ein gutes Schlusswort, vielen Dank das du hier in SL zum Interview hier warst.
BukTom Bloch: Immer gern! Dir Dank für das Unterfangen diese Interviews zu machen!
Hydors Golem: Gerne

Mittwoch, 9. April 2014

Der Interviewcountdown zum BB E-Book Event 2014 - Heute: Martin Barkawitz...

Ich zitiere:


Auf meine Interviewanfrage habe ich eine sehr sympathische Email bekommen und gleich das Angebot zum Nachfragen genutzt. Martin liest am 11.05.2014 um 21:00 Uhr und man sollte sich das nicht entgehen lassen.

Ein historischer Krimi – das hört sich spannend an …

Hallo Markus, ich bin mal so frei, dich zu duzen – sonst fühle ich mich so förmlich ;-) Ich würde die Fragen gerne per Mail beantworten, und da ich gerade Zeit habe, mache ich es sofort:

H: Was ist das BB E-Book Event (für dich)? Warum organisiert ihr das / warum nimmst du teil?

M. Ich halte das BB E-Book Event für eine hervorragende Möglichkeit, das Medium E-Book und die dahinter stehenden “Macher” stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Allmählich spricht sich ja herum, dass das E-Book eine ernstzunehmende Alternative gleichermaßen für Newcomer und solche Oldtimer wie mich ist – trotzdem sind in Deutschland die Vorbehalte doch immer noch groß.

H: Wie siehst du das Medium Ebook im Vergleich zum klassischen Papierbuch? Persönlich, Philosophisch aber auch kommerziell?

M. Ich sehe mich als einen Erzähler, ich bin Story-orientiert – dabei ist es mir egal, ob eine Geschichte als Buch, E-Book, TV-Serie oder Computerspiel erzählt wird, solange sie mir gefällt. Ich stelle also nicht das geheiligte Medium Buch auf ein Podest, wie ich es bei manchen Kollegen erlebe. Trotzdem bin ich auch ein Hybrid-Autor, schreibe also sowohl Print-Romane als auch E-Books. Als Leser bin ich längst zum begeisterten Kindle-Benutzer geworden, weil ich auch gerne amerikanische Thriller lese – und die bekommt man eben also E-Book sehr günstig oder sogar umsonst. Was das Honorar angeht, so ist man mit E-Books natürlich wesentlich besser dran als mit Print-Titeln, jedenfalls wenn es um den prozentualen Anteil pro verkauftem Exemplar geht.

H: Wie siehst du das Medium SL im Vergleich zur realen/normalen Welt? Was hältst du von den Kulissen in SL bei deiner Lesung?

M. Ich muss gestehen, dass ich mich kaum im SL bewege, obwohl ich mich über die Einladung zum BB E-Book Event natürlich sehr gefreut habe. Ich hatte schon früher SL-Lesungen und fand die Kulissen immer ganz toll und liebevoll gemacht.

H: Was liest du auf den Ebook-Event? Bist du vor der Lesung aufgeregt, hast du gar Lampenfieber?

M: Ich lese aus meinem historischen Hamburg Thriller “Der Schauermann”, der im Jahr 1892 spielt. Klar, aufgeregt bin ich vor jeder Lesung, ob nun im SL oder in Fleisch und Blut – trotzdem macht es natürlich immer Spaß.

H: Kannst du vielleicht noch etwas mehr über den “Schauermann” erzählen? Ich hatte vorhin eine Steampunkautorin im Interview, aber ich vermute es ist eher ein historisch korrekter Krimi oder? Hast du dafür viel recherchiert? Und wenn ja wie?

M: “Der Schauermann” spielt in Hamburg vor dem Hintergrund der letzten großen Cholera-Epidemie auf deutschem Boden. Da ich selbst gebürtiger Hanseat bin und mich schon immer für die Geschichte meiner Heimatstadt interessiert habe, wusste ich grundsätzliche Dinge schon – beispielsweise, dass Hamburg in jenen Jahren ein großer Auswandererhafen für osteuropäische Emigranten auf dem Weg nach Amerika war. Da mein Protagonist ein Polizeibeamter – damals sagte man in Hamburg noch Konstabler oder umgangssprachlich “Udel” – ist, habe ich viel über die damalige Polizeiarbeit recherchiert. Dabei stellte sich heraus, dass die Revierwachen 1892 noch nicht mit Telefonen ausgestattet waren, dafür aber mit Morsetelegraphen. Und die Uniform erinnerte an jene der berühmten Londoner Bobbys, was zu dem Hamburger Faible für alles Englische passt … Ein ernsthaftes Thema waren allerdings die starken sozialen Unterschiede zwischen dem Elend der sogenannten Gängeviertel und dem Prunk der Villenvororte. Und genau dieser Gegensatz ist es, der sich wie ein roter Faden durch den ganzen Roman zieht und durch die Personen Lukas Boysen und Anna Dierks verkörpert wird.

So, ich hoffe, das reicht,um die Leser heißzumachen ;-)

H: Hört sich auf jeden Fall spannend an. Am 11.05.2014 um 21:00 Uhr in Barloks Hafen kann man sich überzeugen wie die Jagt nach dem Täter mit dem Telegraphen funktioniert. Barloks Bühnenbild wird bestimmt wieder für eine sehr atmosphärische Stimmung sorgen …